„Transdanubische Power“ für die Wiener Grünen

Auch bei den Grünen Wiens ist nach der Nationalratswahl-Niederlage vom 15. Oktober 2017 eine Neuaufstellung angesagt.
Erfreulich ist, dass dabei auch „TransdanubierInnen“ kräftig mitmischen werden:

Neben der Landesgeschäftsführerin Angela Stoytchev, einer Donaufelderin, wird künftig auch Heidi Sequenz, die Klubobfrau der Donaustädter Grünen, im Landesvorstand vertreten sein, und der langjährige Floridsdorfer Bezirksrat Alexander Polansky wurde ins Präsidium der Landeskonferenz gewählt.


Der bei der Landesversammlung der Grünen Wien am 25. November 2017 gewählte neue Landesvorstand, v.l.n.r.:
Joachim Kovacs, Angela Stoytchev, Ewa Dziedzic, Georg Prack, Heidi Sequenz, Martin Margulies, Waltraut Antonov und Maxie Klein  (Fotos: Die Grünen).


Landesgeschäftsführerin Angela Stoytchev und Landeskonferenz-Präsidiumsmitglied Alexander Polansky.

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Zum Jahreswechsel

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Das Team des „GrünRaum Donaufeld“

wünscht Ihnen ein gutes neues Jahr!

 

Sommer-Aktivitäten

Durch die Aufhebung der Stichwahl zur Bundespräsidentschaft muss dieser Wahlgang nun wiederholt werden.  AKTUELL:  Nicht am 2. Oktober, sondern am 4. Dezember 2016!

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Angesichts der zunehmenden Verunsicherung in den verschiedensten Weltgegenden (Brexit, Türkei, Trump, usw.) brauchen wir mehr denn je einen Präsidenten, dem wir vertrauen können.

Unterstützen wir gemeinsam Alexander Van der Bellen!   Für ein demokratisches und weltoffenes Österreich.

Sie können entweder mitmachen   https://www.vanderbellen.at/mitmachen/

oder mit einer Spende helfen:   https://www.vanderbellen.at/spenden/

Plattform unabhängiger Bürgerinnen und Bürger für VdB:   https://esbleibtdabei.at/

 

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Wie schon in den vergangenen Sommern, gibt es auch heuer wieder einige interessante Aktionen der Grünen, wie etwa die „Bädertour“ oder die „Radrettung“.


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Die „Grüne Bädertour“ macht auch Station an der Alten Donau.

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Die „Radrettung“ auf dem Romaplatz (Bruckhaufen).

Mit interessanter Sommer-Lektüre können Sie sich bei unserem  Grünen Sozialflohmarkt  auf dem Franz-Jonas-Platz eindecken.

SozialflohmarktFranzJonasPlatz
Und zum Sommer-Ausklang laden wir Sie herzlich zum  Parkfest der Generationen  in den Kirschblütenpark (zwischen Tokostraße und Attemsgasse) am 10. September von 14-19 Uhr ein.

Wir wünschen Ihnen einen schönen, erholsamen Sommer und freuen uns, Sie bei dem einen oder anderen Termin zu sehen!

Ihr GrünRaum Donaufeld-Team

 

 

Wahl 2015: Die KandidatInnen in Transdanubien

Das Grüne Team für  FLORIDSDORF

Grundmandatsliste Gemeinderat,  Wahlkreis Floridsdorf:

1. Birgit Meinhard-Schiebel, Sozialmanagerin, SeniorInnensprecherin der Grünen Wien, verbrachte ihre Kindheit am Bruckhaufen.

2. Hans Arsenovic, Selbständig, Stammersdorf, kooptierter Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien.

Liste für die BEZIRKSVERTRETUNGSWAHL 2015:

1. Bezirksrätin  Mag. Susanne Dietl, Klubobfrau, Großfeldsiedlung.

2. Mag. Heinz Berger, Historiker, Donaufeld. Unabhängiger Kandidat und ehemaliger Sprecher der „Verkehrsinitiative Donaufeld“.

3. Bezirksrätin  Gabriele Tupy, Selbständig, Großjedlersdorf, wuchs in Donaufeld auf.

4. Bezirksrat  Mag. Gerhard Jordan, europapolitischer Referent, Klubobfrau-Stellvertreter, Jedlesee, Team „GrünRaum Donaufeld“.

5. Bezirksrätin  Martina Prehofer, Sozialarbeiterin, Leopoldau.

6. Klaus Pahlich, Energetiker, Leopoldau, Vorstandsmitglied des Vereins „Paradeisgartl Donaufeld“.

7. Katharina Spindler, Selbständig, Stammersdorf, beteiligt am Gemeinsamen Landwirtschaftsprojekt „Wilde Rauke“.

8. Bezirksrat  DI Alexander Polansky, EDV-Techniker, Großfeldsiedlung, Aktivist der „Radlobby Floridsdorf“.

9. Alexe Schmid, Schauspielerin, Großjedlersdorf.

10. DI Angelika Pauer, Fachexpertin, Stammersdorf, aktiv bei der BürgerInneninitiative „IGL Marchfeldkanal“.

Die vollständige Liste aller 33 KandidatInnen finden Sie  HIER.

 

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Das grüne Team für Floridsdorf. (Foto: Georg Schroll).
Ganz oben: Hans Arsenovic.
Erste Reihe darunter, von links: Angelika Pauer, Heinz Berger, Bezirksrätin Susi Dietl.
Zweite Reihe, von links: Katharina Spindler, Bezirksrat Alexander Polansky, Bezirksrat Gerhard Jordan, Birgit Meinhard-Schiebel, Martina Prehofer.
Unten: Bezirksrätin Gabriele Tupy (liegend), Klaus Pahlich (stehend).
Nicht im Bild:  Alexe Schmid.

Das Grüne Team für  DONAUSTADT

Grundmandatsliste Gemeinderat,  Wahlkreis Donaustadt:
Spitzenkandidat Rüdiger Maresch.

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AHS-Lehrer, seit 2001 Gemeinderat. Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung.
Einsatz u.a. für die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, die Verordnung des Landschaftsschutzgebiets im 21. und 22. Bezirk und für die Schaffung von Rahmenbedingungen für das Entstehen zahlreicher „Urban Gardening“-Projekte.

 

Liste für die BEZIRKSVERTRETUNGSWAHL 2015:

1. Bezirksrätin  Mag. Heidi Sequenz, AHS-Lehrerin, Klubobfrau, Donaucity.

2. Bezirksrat  Thomas Tröbinger, Selbständig, Kulturmanager, Süßenbrunn.

3. Bezirksrätin  Dr. Barbara Boll, AHS-Lehrerin und Selbständige, Essling.

4. Johannes Lager, Spediteur, Aspern.

5. Julia Sachs, Volksschullehrerin, Aspern.

6. Christopher Huber, Student, Stadlau.

7. Kristina Allram, NGO-Mitarbeiterin, Seestadt Aspern.

8. DI Wolfgang Orgler, Selbständig, Unternehmer, Kagran-Donaufeld.

9. Marlene Engel, Projektmanagerin, Seestadt Aspern.

10. Lukas Feuchter, Student, Kagran.

Weitere Plätze:

11. Summer Vincent

12. Jamshid Askari

13. Michael Husz

14. Karin Rumpl

15. Rosemarie Markom

16. Marlene Sachs

17. Michael Jensen

18. Dietlinde Oberklammer

19. Harald Zupansky

20. Lisa-Marie Slama

21. Mag. Rüdiger Maresch

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Das grüne Team für Donaustadt. (Foto: Die Grünen).
Vordere Reihe von links:
Julia Sachs, Bezirksrat Thomas Tröbinger, Bezirksrätin Heidi Sequenz, Marlene Engel, Kristina Allram.
Hintere Reihe von links: Lukas Feuchter, Bezirksrätin Barbara Boll, Michael Husz, Johannes Lager, Christopher Huber.
Nicht im Bild: Wolfgang Orgler.

Treffpunkt Kirschblütenpark – das war das Parkfest

Am 12. September 2015 luden die Grünen Floridsdorf und Donaustadt zum  Grünen Parkfest  in den Kirschblütenpark zwischen Tokiostraße und Attemsgasse im 22. Bezirk, nahe der Grenze zu Floridsdorf. Der Ort wurde bewusst gewählt, war doch die Erweiterung des Kirschblütenparks seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen der transdanubischen Grünen.

Der Andrang übertraf alle Erwartungen – geschätzte 500 bis 1.000 BesucherInnen kamen in der Zeit zwischen 14 und 19 Uhr, vorbei. Der Park wurde somit an diesem Nachmittag zum lebendigen Treffpunkt von interessierten AnrainerInnen, engagierten Mitgliedern der Zivilgesellschaft und GrünpolitikerInnen.

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Großer Andrang beim Parkfest im Kirschblütenpark  (Fotos: G. Jordan).

Ein reichhaltiges Bio-Buffet mit Produkten von Bio-Betrieben aus Floridsdorf (das Gemüse wuchs sogar nur wenige Hundert Meter entfernt, z.B. in der Gärtnerei „Bioschanze“) sorgte für das leibliche Wohl.

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Vorbereitung des regionalen Bio-Buffets, organisiert von Bezirksrätin Gabriele Tupy und ihren HelferInnen.

UmweltschützerInnen konnten bei den Ständen der „Umweltspürnasen“ (wo u.a. mit Mikroskopen die Artenvielfalt in Wasserbiotopen erforscht werden konnte) und der Imkerschule aus dem Donaupark sowie beim „Mini-Solarkraftwerk Simon“ etwas Neues lernen, und ein vielfältiges Kinderprogramm von „kinderpartys.at“ (Basteln, Kinderschminken, Malen, u.v.a.) war Dauer-Anziehungspunkt für die Kleinsten.

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Interessante Erkenntnisse bei den „Umweltspürnasen“ (oben) und der Imkerschule (unten).

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Die Eltern konnten einstweilen in den Bücherkisten des „Grünen Sozialflohmarkts“ stöbern oder die Tischreihe der Initiativen besuchen.

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Büchertisch, Bänke und Picknickdecken …

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Rund ein Dutzend Initiativen stellte sich vor. Links die IGL Marchfeldkanal aus Stammersdorf.

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Heinz Berger und Evelyn Weber von der „Initiative Donaufeld“ (oben) und das Landwirtschaftsprojekt „Wilde Rauke“ (unten).

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Hier bot sich ein buntes Bild der Zivilgesellschaft Transdanubiens: Die Initiative Donaufeld (die aus einer Verkehrs-BI entstand und sich zunehmend auch mit Fragen der Stadtplanung beschäftigt), die Initiative „Zusammen_Bauen“ für Baugruppen in Donaufeld, das „Paradeisgartl Donaufeld“ und das Landwirtschaftsprojekt „Wilde Rauke“ Stammersdorf, die Initiative „Gemüseparadies Donaufeld“, der Entwicklungshilfeklub, die IGL Marchfeldkanal (die für den Schutz der Ziesel in Stammersdorf kämpft), die Bürgerinitiative „Siemensäcker“, die „Radlobby 21“ und die „Gedenkplattform Transdanubien“ waren entweder mit persönlichen Ansprechpersonen oder aber mit Plakaten und Infomaterial vertreten.

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Umweltfreundlich mobil:  Die BesucherInnen kamen mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Öffis.

Den ganzen Nachmittag über standen auch Grüne für Gespräche zur Verfügung – beim „Talk Corner“ bei den „Enzi“-Liegen oder auf den Holzbänken in der Wiese.

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Sprach die Wichtigkeit der EU-Ebene an – sei es bei der Bewältigung von Flüchtlingsströmen oder beim Schutz kommunaler Dienste wie Wasserversorgung:  Europaparlamentsabgeordnete Monika Vana.

Die grünen Bezirks-MandatarInnen und KandidatInnen aus Floridsdorf und Donaustadt waren natürlich fast vollzählig erschienen, doch auch die Wiener Europaparlamentsabgeordnete Monika Vana, die GemeinderätInnen Rüdiger Maresch (Spitzenkandidat im Gemeinderats-Wahlkreis Donaustadt), Jennifer Kickert und Christoph Chorherr und die Spitzenkandidatin im Gemeinderats-Wahlkreis Floridsdorf Birgit Meinhard-Schiebel brachten sich ein.

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Gemeinderat Rüdiger Maresch (oben) und Kandidatin Birgit Meinhard-Schiebel (unten) beteiligten sich an Gesprächen.

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Gegen Ende des Festes nahm auch noch Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die direkt vom „Tag der Offenen Tür“ aus dem Rathaus kam, die Gelegenheit wahr, mit transdanubischen Initiativen zu sprechen und sich ihre Anliegen anzuhören.

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Maria Vassilakou bei den Tischen der Initiativen „Zusammen_Bauen für Baugruppen in Donaufeld“ und „Wilde Rauke“ (oben) und beim Projekt „Paradeisgartl Donaufeld“ (unten).

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Den musikalischen Höhepunkt bildeten zwei Live-Auftritte:

Um 15 Uhr sang der Nordbahnbundchor, der bereits sein 140jähriges Bestandsjubiläum (!) feiert. Er wurde 1875 als Eisenbahnerchor gegründet. Die heutigen Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus der „Autofreien Siedlung“ in Donaufeld und führen die Tradition weiter.

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Der Nordbahnbundchor:  140 Jahre alt, aber trotzdem innovativ.

Nach einigen traditionellen Liedern die sich um Floridsdorf drehen, nahmen ein Lied vom Balkan und das gemeinsam mit dem Publikum gesungene „Imagine“ von John Lennon auf die heutige Weltlage (Flüchtlingskrise) Bezug.

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_25_NordbahnbundchorBeimLiedImagineBlickNachSueden

Um 17 Uhr spielte und sang die Gruppe Ruzsa Nikolić-Lakatos & Ethno Experience traditionelle Lieder der Lovara.

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Ruzsa Nikolić-Lakatos (Mitte) sang traditionelle Lovara-Lieder.

Die weltweit bekannte Sängerin Ruzsa, heute in Kagran, nahe der Alten Donau, lebend, war als Ungarnflüchtling nach Österreich gekommen und verbrachte ihre Jugend in den späten 1950er-Jahren auf dem Ringelseeplatz (Mühlschüttel). In der Umgebung hatten damals die Lovara, eine Untergruppe der Roma, die ursprünglich als Pferdehändler aus Ungarn kamen, einige Siedlungsplätze. Willi Sylvester Horvath, Schlagzeuger der Band, der selbst als Kind auf dem Mühlschüttel aufwuchs, sprach über die Geschichte dieser mit Floridsdorf stark verbundenen Volksgruppe. Einige der schwungvollen Lieder inspirierten zum Mittanzen.

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Begeistertes Publikum beim Auftritt von Ruzsa und ihrer Band „Ethno Experience“.

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Dieses Fest hat einmal mehr gezeigt, dass Transdanubien – und vor allem die Umgebung des Stadtentwicklungsgebiets Donaufeld – sehr vielfältig und dynamisch ist und die Bevölkerung an Dialog und neuen Ideen interessiert ist.

Gerhard Jordan

 

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_GruppenfotoMitMariaVassilakou_FotoKlausPahlich

Grüne Bezirks-KandidatInnen aus Transdanubien mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou  (Foto: Klaus Pahlich):
V.l.n.r., obere Reihe:  Molly Wurth (Floridsdorf), Christopher Huber (Donaustadt, Listenplatz 6), Michael Husz (Donaustadt, Platz 13), Bezirksrätin Susi Dietl (Floridsdorf, Platz 1), Heinz Berger (Floridsdorf, Platz 2), Bezirksrätin Gabriele Tupy (Floridsdorf, Platz 3), Bezirksrat Alexander Polansky (Floridsdorf, Platz 8).   Untere Reihe:  Gerti Zupanich (Floridsdorf, Platz 13), Wolfgang Orgler (Donaustadt, Platz 8), Bezirksrat Gerhard Jordan (Floridsdorf, Platz 4), Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Spitzenkandidatin Wien), Bezirksrätin Heidi Sequenz (Donaustadt, Platz 1), Bezirksrat Thomas Tröbinger (Donaustadt, Platz 2), Marlene Engel (Donaustadt, Platz 9), Alexe Schmid (Floridsdorf, Platz 9).

Quereinsteiger mit Erfahrung: Interview mit Heinz Berger

Mag. Heinz Berger, bisher Sprecher der „Initiative Donaufeld“, hat sich entschlossen, bei der Bezirksvertretungswahl 2015 als parteiunabhängiger Kandidat für die Floridsdorfer Grünen anzutreten.
Gerhard Jordan interviewte ihn für den „GrünRaum Donaufeld“.

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Heinz Berger vor dem Grünzug Donaufeld.

GJ:  Kannst Du Dich unseren LeserInnen kurz vorstellen?

HB:  Aufgewachsen bin ich am elterlichen Bauernhof in St. Florian in Oberösterreich. Im Jahr 1980 hab‘ ich in Lambach (OÖ) maturiert. Nach dem Studium der Architektur an der TU Wien von 1980 bis 1982 hab‘ ich bis 1984 Geschichte an der Uni Wien studiert. Nach der Ableistung des Zivildienstes beim Roten Kreuz war ich kurze Zeit Erzieher an der HTL Mödling und anschließend als Behindertenbetreuer beschäftigt, während ich nebenberuflich weiter studierte und 1992 in Geschichte abschloss. Von 1992-1999 arbeitete ich bei verschiedenen Forschungsprojekten am Max Planck-Institut in Göttingen, an den Universitäten Salzburg und Wien und am Ludwig Boltzmann-Institut, Salzburg-Wien. Seit dem Jahr 2000 bin ich am Ludwig Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft in Wien angestellt. Parallel dazu habe ich weiter an mehreren Forschungsprojekten der Österreichischen Historikerkommission und an Zeitzeugenprojekten mit Opfern des NS-Regimes mitgearbeitet. Außerdem habe ich seit 1992 regelmäßig an den Universitäten Salzburg und Wien, an der Pädagogischen Hochschule Wien und am Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Köln unterrichtet.

GJ:  Welche politischen Ereignisse haben Dich am stärksten geprägt?

HB:  Als junger Mensch mit hohem ökologischem Bewusstsein war ich 1984 natürlich solidarisch mit den Besetzern der Hainburger Au. Als beim Räumungsversuch am 19. Dezember 1984 die Polizeigewalt eskalierte, beschloss ich, sofort in die Au zu fahren und blieb bis zur Ausrufung des „Weihnachtsfriedens“ durch Bundeskanzler Sinowatz am Morgen des 22. Dezember dort. Erst später ist mir auf vielen Ausflügen mit der Familie bewusst geworden, welch ein schönes Naturgebiet wir damals gerettet haben.
Kurz vor unserer Übersiedlung in den Schütte-Lihotzky-Hof in Donaufeld im Jahr 1997 haben wir durch die – damals ja von Dir mit-initiierte und maßgeblich unterstützte – Bürgerinitiative „STOPPT DIE B3!“ vom geplanten Bau der Bundesstraße B3 direkt hinter unserer Wohnhausanlage erfahren, und haben uns sofort dem Protest gegen dieses überdimensionierte Projekt angeschlossen. Auch wenn der Bau letztlich nicht verhindert werden konnte, so zeigte sich hier doch, dass wir zumindest eine Redimensionierung und eine Reihe von Begleitmaßnahmen zum Schutz der Umgebung erreichen konnten.

GJ:  Liegt hier sozusagen der Schlüssel für Dein späteres Engagement in der „Verkehrsinitiative Donaufeld“?

HB:  Auch, doch als ich im Jahr 2006 am Schulweg meiner Tochter einmal die Straßenbahn etwa 300 Meter von der Haltestelle entfernt sah, aber trotzdem noch eine Viertelstunde auf sie warten musste, weil sie im Auto-Stau feststeckte, war mein Verständnis angesichts der mangelhaften Verkehrsorganisation zu Ende. Als ich dann anderen DonaufelderInnen meine Erfahrungen schilderte, zeigte sich der vorhandene Unmut über Schleichwegverkehr durch Wohngebiete, den täglichen Stau und mangelhaften öffentlichen Verkehr – und wir gründeten die  Verkehrsinitiative Donaufeld .  In jahrelangen intensiven Auseinandersetzungen mit den Verantwortlichen in Bezirk und Rathaus konnten wir die Einrichtung der neuen Autobuslinie 33A nach Mühlschüttel erreichen, wir – federführend waren Anna Karall und Evelyn Weber – entwickelten gemeinsam mit dem Magistrat die  Mobilitätsmappe Donaufeld  für die neuen BewohnerInnen der Bombardier-Siedlung, wir konnten eine  beschleunigte Errichtung der Straßenbahnlinie 25  erreichen, und standen dann im Herbst 2012 vor unserer größten Auseinandersetzung: der geplanten Öffnung der B3 zum bisher verkehrsberuhigten Satzingerweg.

GJ:  Wie lief das ab?

HB:  Mitte Oktober 2012 teilte uns Bezirksrätin Susi Dietl mit, dass innerhalb von Monatsfrist eine Abstimmung über die mögliche Anbindung an die B3 angesetzt wurde. Obwohl wir anfangs vor Schreck und aufgrund der kurzen Frist fast erstarrt sind, war nach einigen Tagen klar, dass wir uns mit vollem Einsatz einer Öffnung widersetzen wollten. Obwohl die Situation ziemlich aussichtslos erschien, standen uns die Floridsdorfer Grünen als einzige Partei bei der Verteidigung des verkehrsberuhigten Grätzels mit vollem Einsatz zur Seite. Wir erstellten und verteilten Informationsmaterial, in dem wir besonders auf die Gefahr eines überregionalen Schleichweges durch die Wohngebiete hinwiesen, informierten die Medien über den drohenden Verlust der Ruhe, und organisierten auch zwei kleinere Informationsabende für die AnrainerInnen. Trotz unseres Einsatzes waren wir am Ende sehr überrascht, dass schließlich fast eine  Zweidrittelmehrheit für die Beibehaltung der aktuellen Lösung  stimmte. Entgegen allen Unkenrufen wurde hier der Beweis erbracht, dass es gelingen kann, mit entsprechendem Einsatz der Vernunft auch gegen eine vermeintlich überwältigende Mehrheit zum Durchbruch zu verhelfen.

GJ:  Ihr habt Eurer Tätigkeitsfeld dann auch thematisch ausgeweitet…

HB:  Ja, denn seit der Präsentation des städtebaulichen Leitbildes Donaufeld am 10. Oktober 2013 hat sich der Schwerpunkt der Arbeit der BI auf eine kritische Begleitung und Mitarbeit im Bürgerbeteiligungsverfahren Donaufeld verlagert. Neben der Sorge um die Auswirkungen auf den Verkehr setzen wir uns vor allem für eine angemessene Dichte und die Realisierung des „Grünzugs Donaufeld“ in möglichst großem Umfang ein. Zwar ist er in den Plänen vorgesehen, aber insbesondere aufgrund der Besitzverhältnisse nicht gesichert. Daher unser Motto: „Ohne Grünzug Donaufeld geht gar nichts!“.

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Heinz Berger (r.) im Gespräch mit Gerhard Jordan.

GJ:  Du bist auch noch in anderen zivilgesellschaftlichen Netzwerken aktiv.

HB:  Neben dem Engagement im unmittelbaren Umfeld war die Vernetzung mit anderen Bürgerinitiativen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene äußerst hilfreich für unsere Anliegen heraus. Von Anfang an habe ich daher Wert darauf gelegt, dass ich in meinem politischen Engagement auch in größeren Netzwerken eingebunden bin, um einerseits von anderen Beispielen zu lernen, aber andererseits auch um gemeinsam mehr durchsetzen zu können. Zu diesen gehörten z.B. die „Interessensgemeinschaft externer LektorInnen und freier WissenschafterInnen“, die „Aktion 21 – Pro Bürgerbeteiligung“, die „Initiative für ein lebenswertes Transdanubien“ (Netzwerk der Donaustädter und Floridsdorfer Bürgerinitiativen), die „Überparteiliche Gedenkplattform Transdanubien“, seit 2012 die Initiativen-Plattform „buergerPROtest“, der RadlerInnen-Stammtisch Transdanubien, u.a. – jetzt natürlich auch die  Kandidatur  bei der Bezirksvertretungswahl.

GJ:  Was ist Dein Resümee?

HB:  ES ZAHLT SICH AUS, SICH EINZUMISCHEN!

GJ:  Danke für das Gespräch, und auch weiterhin viel Erfolg!

Am Sonntag: WEN WÄHLEN?

Werden Sie am Sonntag (25. Mai) zur Europawahl gehen?

Und wissen Sie schon, wen Sie wählen werden?

Wir möchten Ihnen ein paar Argumente, die über die lokale und nationale Ebene

hinausgehen, nahe bringen.

Bei der Europaparlamentswahl geht es vor allem um den Kurs, den die Politik der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren einschlagen soll – also NICHT um Innenpolitik oder um die Verteilung irgendwelcher „Denkzettel“.

SIE KÖNNEN ENTSCHEIDEN,  welche „politischen Familien“ gestärkt werden sollen:
Konservative, Sozialdemokraten oder Liberale, die in den meisten EU-Ländern die Regierungen stellen und somit im Europäischen Rat dominieren, gegen dessen Einfluss das Europaparlament ein Gegengewicht sein sollte, oder Rechtsextreme und Rechtspopulisten, die für Nationalismus, Ausgrenzung und Verengtheit stehen – oder die Grünen.

Wofür stehen die Grünen in Europa?

Die Grünen stehen für eine Politik der Nachhaltigkeit, der sozialen Gerechtigkeit (mit europaweit gültigen sozialen Mindestandards), der Transparenz, der „grünen Jobs“, der Energiewende, der Menschenrechte und der globalen Verantwortung.

Ein Europa, das nicht von Finanzmärkten und Lobbys dominiert ist und das sich um Menschen kümmert, z.B. um arbeitslose Jugendliche, anstatt um Banken.

Und was ist das „Besondere“ an den Grünen?

2004 waren die Grünen die erste „politische Familie“, die EU-weit

einen gemeinsamen Europawahlkampf geführt hat.

Diese Tradition wurde seither ausgebaut. Die Grünen sind die EINZIGE „politische Familie“, die EINHEITLICH gegen Atomkraft ist (im Gegensatz etwa zu Konservativen, Sozialdemokraten oder Liberalen),

die Menschenrechtsverletzungen verurteilt egal wo sie stattfinden, also auch in Russland (im Gegensatz z.B. zu Teilen der Linken und Rechtsextremen) oder in Ungarn (im Gegensatz zu Konservativen),

die Privatisierungen von der Wasser- bis zur Gesundheitsversorgung und Freihandelsabkommen die zu Öko- und Sozial-Dumping führen entschieden ablehnen (im Gegensatz zu den Liberalen)

und die sich für einen ambitionierten Ausstieg aus Öl und Gas einsetzen – als Beitrag zum Klimaschutz, aber auch zur Unabhängigkeit von Putin & Co.

 

14thEGPcouncilMeetingBudapest2april2011antiNuclearActionMonicaFrassoniSpeaking
Geschlossen gegen AKW: Gemeinsame Kundgebung der Europäischen Grünen für den AKW-Ausstieg in Budapest am 2. April 2011.

Auch die Grünen in Österreich stehen für diese Werte und sehen sich

als Teil dieser „politischen Familie“, der sie seit über 25 Jahren angehören.

Unser Credo ist das „Über den Tellerrand“-Blicken.

Wir bekennen uns zum gemeinsamen Europa –

zu den Chancen, die es bietet, und zum Voneinander-Lernen!

Als Ausdruck dieses gesamteuropäischen Verständnisses

und des grenzüberschreitenden Blickwinkels

laden Sie die Floridsdorfer und Donaustädter Grünen herzlich ein zu einem

kulturellen Spaziergang: „DAS INTERNATIONALE TRANSDANUBIEN“.

Die Donaustädter Klubobfrau Mag.a Heidi Sequenz, AHS-Lehrerin für Geschichte, und der Floridsdorfer Bezirksrat Mag. Gerhard Jordan, Referent für Europapolitik in der Wiener Rathausfraktion, Historiker und Kandidat auf der Solidaritäts-Liste für die EP-Wahl, zeigen Ihnen auf einer ca. 2stündigen Wanderung vom 22. in den 21. Bezirk, wie „kosmopolitisch“ sich das Wien nördlich der Donau in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.

Nach einer einstündigen Führung in der UNO-City geht die Route durch den Donaupark mit dem „Südkorea-Kulturhaus“ und den Statuen lateinamerikanischer Freiheitskämpfer zum Bruckhaufen mit dem Romaplatz, Sintiweg und Lovaraweg an der Alten Donau und schließlich zur ersten österreichischen Moschee nahe der U6-Station „Neue Donau“.

Termin: Freitag, 6. Juni 2014, 16:30 Uhr.

Treffpunkt: 16:15 Uhr, Gate 1 der UNO-City.

bei der U1-Station Kaisermühlen-Vienna International Centre.


Die Teilnahme ist gratis,  Anmeldung
bitte per E-Mail an:  donaustadt@gruene.at 

oder unter Tel. 0699/1922 35 71.

Dieser Termin ist bewusst NACH dem 25. Mai angesetzt, damit die Veranstaltung

nicht im Trubel der „Materialschlacht“ der letzten Tage vor der Wahl untergeht.

Ihr „GrünRaum Donaufeld“-Team

 

UNOcityWien
5. Juni 2014:  Wir laden zu einem Grätzl-Spaziergang durch das „Internationale Transdanubien“ mit Führung durch die UNO-City.  


LINKS:

Das Grüne Spitzen-Team aus Österreich

Europäische Grüne (in englischer Sprache)

EPwahl2014_Wahlkampfauftakt5mai2014_GrueneMitMonikaVanaUndFahrradVorTourBus
Grüne beim Start der EP-Wahlkampftour 2014, vor dem Parlament, in der Mitte die Wiener Kandidatin Monika Vana.

EPwahl2014_Wahlkampfauftakt5mai2014_EvaGlawischnigUndUlrikeLunacekBesteigenTourBus
Eva Glawischnig mit der Grünen Spitzenkandidatin und EP-Abgeordneten Ulrike Lunacek.

 

P.S.:   Weil auch dies immer wieder nachgefragt wird – hier ein Info-Folder über die
Unterschiede NEOS und GRUENE

2014

Ein gutes neues Jahr 2014 wünscht Ihnen

Ihr GrünRaum Donaufeld-Team

Neujahr2014donaufeld