Pius-Parsch-Platz NEU

Zwischen April und November 2018 wurde der Pius-Parsch-Platz umgestaltet.
Anlässlich der Fertigstellung wurde am 22. November der symbolische Schlussstein durch Bürgermeister Michael Ludwig, die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Bezirksvorsteher Georg Papai gesetzt und der Platz feierlich eröffnet.
Statt einer unattraktiven PKW-Abstellfläche (für die Autos wurde eine Tiefgarage errichtet) gibt es nunmehr einen Aufenthaltsbereich mit Begrünung, Sitzgelegenheiten und einem Wasserspiel.


Planungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou mit Bürgermeister Ludwig und Bezirksvorsteher Papai bei der „Eröffnung“ des umgestalteten Pius-Parsch-Platzes. (Foto: Brigitte Parnigoni)

 

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Erreicht: Sicherer Übergang über die Donauturmstraße!

Zwei Anträge und zwei Anfragen der Floridsdorfer Grünen sowie weitere zwei Anträge der Donaustädter Grünen waren seit 2010 notwendig, damit endlich ein sicherer Übergang über die Donauturmstraße geschaffen wurde.

In den Diskussionen darüber wurde stets behauptet, dass ein Schutzweg aufgrund der angeblich zu geringen FußgängerInnen-Frequenz nicht begründet sei. Im Jahr 2016 wurde der grüne Antrag zur Errichtung einer sicheren Querung noch von SPÖ, FPÖ, ÖVP und dem WIFF abgelehnt. Erst aufgrund von medialer Unterstützung war 2018 der Durchbruch möglich.

Jetzt hat sich die FußgängerInnen-Frequenz offenbar so stark gesteigert, dass im Spätherbst 2018 bei der Bushaltestelle ein Fahrbahnteiler (Mittelinsel) zur Erhöhung der Sicherheit der aussteigenden Fahrgäste errichtet wurde.

Es geht also doch, wenn man/frau nur will!

Bezirksrat Heinz Berger


Die 2018 endlich angebrachte Mittelinsel auf der Donauturmstraße  (Foto: Heinz Berger).

Scheffelstraße: Radfahren gegen die Einbahn abgelehnt!

Bereits seit Jahren wird von der „Radlobby Floridsdorf“ in der Scheffelstraße im Abschnitt vom Kinzerplatz zum Hoßplatz Radfahren gegen die Einbahn gefordert.

Im Vorfeld der Erneuerung der Ampelanlage am Hoßplatz wurde diese Forderung neuerlich erhoben. Direkt an der Ecke zur Donaufelder Straße befinden sich nämlich Fahrradbügel, und in der Umgebung gibt es zahlreiche Gewerbebetriebe und Geschäfte, die auch aus dieser Richtung per Fahrrad erreichbar sein sollten.

Leider wurde ein Antrag der Grünen zur Klärung der Kosten für die Einrichtung von Radfahren gegen die Einbahn in der Sitzung der Bezirksvertretung Floridsdorf vom 7. November 2018 von SPÖ, FPÖ, ÖVP und WIFF abgelehnt – in Zeiten der Klimakrise ein echtes Armutszeugnis.

Bezirksrat Heinz Berger


Scheffelstraße, Richtung Hoßplatz: Eine Öffnung für RadlerInnen wurde abgelehnt  (Foto: Alexander Polansky)

 

 

Franklinstraße: Freie Fahrt trotz Fahrverbot!

Die Franklinstraße war als Geh- und Radweg über Jahrzehnte auf Höhe Fahrbachgasse und auf Höhe Bentheimstraße durch Poller abgesperrt, sodass Kinder und Jugendliche ihren Schulweg auf gesicherten Routen zurücklegen konnten. Seit der Entfernung der Poller während der Errichtung der Wohnanlage Franklinstraße 23-25 im Jahr 2014 ist eine deutliche Zunahme der unerlaubten KFZ- und LKW-Fahrten auf der Schulmeile zu verzeichnen!

Seit dem Bezug des neuen Wohnhauses beklagen sich AnrainerInnen sowie Eltern von SchülerInnen immer öfter über den illegalen KFZ-Verkehr auf dem Geh- und Radweg. Leider wird diese Strecke zunehmend als Abkürzung von LieferantInnen verwendet, u.a. auch von Post oder Müllabfuhr, um Zufahrten zu Freizeiteinrichtungen, Schulen oder Wohnungen durch das Einbahnsystem zu vermeiden.


LKW-Zulieferverkehr hat in der Franklinstraße nichts verloren!  (Fotos: Molly Wurth)

Als Begründung für die Entfernung der Poller wurden in einer Anfragebeantwortung die Kosten aufgrund von Vandalismus an Pollern angeführt. Hier muss offenbar der Vandalismus an anderen Orten (Poller am Drygalskiweg) als Begründung für eine völlig unverständliche Maßnahme auf der Schulmeile herhalten. Nicht auszudenken, wenn solche Selbstjustiz-Maßnahmen Schule machen, und die Zerstörung missliebiger Einrichtungen zu deren tatsächlicher Entfernung führen würde.

Bedauerlicherweise wurde ein Antrag der Grünen zur Wiedereinsetzung der Poller in der Sitzung der Bezirksvertretung vom 7. November 2018 von SPÖ, FPÖ, ÖVP, WIFF und NEOS abgelehnt – ein trauriger Kniefall vor der Gesetzlosigkeit.

Bezirksrat Heinz Berger

 

Widerstand gegen die Hochleistungsstraße B 232

Seit vielen Jahren wehren sich engagierte AnrainerInnen und verkehrspolitisch Aktive in Floridsdorf gegen den Bau der B 232 – ein völlig veraltetes Straßenbauprojekt, das völlig unnötigerweise eine neue Verkehrslawine für Donaufeld bedeuten würde.
Am 8. September 2018 fand eine Familien-Radfahrt gegen die B232 statt.

Ausgehend von der Angyalföldstraße/Ecke Hans-Czermak-Gasse fuhren die rund 100 TeilnehmerInnen entlang der geplanten Trasse nach Norden – durch den Teresa-Tauscher-Park, die Richard-Neutra-Gasse entlang und beim Gaswerk Leopoldau vorbei bis zum Kreisverkehr Gerasdorfer Straße. Bei der 1989/90 errichteten Reihenhaussiedlung Gerasdorfer Straße 153/Draugasse, in der unter BewohnerInnen schon lange Skepsis dem Straßenprojekt gegenüber herrscht, fand die Abschlusskundgebung statt.


Start an der Ecke Angyalföldstraße (B3)/Hans-Czermak-Gasse  (Fotos: G. Jordan).


Herbert Loder (r.), einer der Sprecher der BürgerInneninitiative, in der Hans-Czermak-Gasse vor der „Schicht-Villa“.


Im Teresa-Tauscher-Park, entlang dessen Westseite eines der wenigen noch nicht errichteten B232-Teilstücke gebaut würde.


Bei der Unterführung Richard-Neutra-Gasse.


TeilnehmerInnen der Radfahrt auf einer Wiese östlich des Gaswerks Leopoldau.


Auf dem Weg nach Norden zur Gerasdorfer Straße.

Beim Kreisverkehr Gerasdorfer Straße/Draugasse.


Abschlusskundgebung bei der Siedlung Draugasse.

Auch andere BürgerInnengruppen wie die „Initiative Donaufeld treten konsequent gegen die Errichtung der B232 auf. Denn diese Nord-Süd-Einfallsschneise ins Donaufeld würde den ohnehin schon überbordenden Verkehr und damit noch mehr Lärm und Schadstoffbelastung in die Wohngebiete an der Leopoldauer Haide bringen.

Nach diversen Medienberichten um die Jahreswende („Kronenzeitung“ vom 12. Dezember 2017, „Wiener Bezirksblatt“ vom 19. Dezember 2017, „Die Floridsdorfer Zeitung“ vom 26. Jänner 2018) und Anträgen von FPÖ und SPÖ in der Bezirksvertretung vom 4. April 2018 konstituierte sich im Frühling eine neue BürgerInneninitiative gegen die B 232.

Website:  https://b232.at/

Unterschreiben gegen die B 232:  https://b232.at/unterschreiben/

Bezirksrat Heinz Berger

Ein „Hauch Europa“ kam nach Donaufeld

Claude Brouir  ist ein Grün-Politiker und zivilgesellschaftlicher Aktivist aus Belgien. Einige Jahre lang war der Vater von zwei Söhnen Vorsitzender der wallonischen Grünpartei „Ecolo“ und Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Jemeppe-sur-Sambre, Provinz Namur (wo er bei der Kommunalwahl am 14. Oktober 2018 wieder antreten wird). Der passionierte Radfahrer war auch als Organisator von Urlaubs-Bootsfahrten auf Flüssen beruflich tätig.


Claude Brouir beim Besuch in Wien am 23. Juni 2018  (Fotos: Gerhard Jordan, Brigitte Parnigoni).

Aus unterschiedlichen Motivationen heraus (gesundheitliche Gründe, Wunsch nach einer „Auszeit“, Bedürfnis nach Vermittlung einer nützlichen Botschaft) entschloss er sich, eine Tour durch die Gründungsstaaten der Europäischen Union mit einem ganz besonderen Fahrrad zu unternehmen, und dabei das Bewusstsein für ein gemeinsames Europa sowie für die Beziehung zwischen Gesundheit und Umwelt zu schärfen.

Nach dem Start am 19. Mai 2018 in Brüssel (Belgien) ging die – auch von den Europäischen Grünen (EGP) unterstützte – Reise weiter durch die Niederlande (u.a. mit einer Station in Amsterdam) und Deutschland nach Berlin. Da es zwischen den EU-Gründungsmitgliedern Deutschland und Italien keine gemeinsame Grenze gibt, kam Claude, von Tschechien kommend, auch nach Österreich, wo er am 23. und 24. Juni in Wien – genau genommen: in Donaufeld! – Station machte.

Am 23. Juni gab es eine Zusammenkunft in der „Autofreien Siedlung“, wo ihn engagierte und gastfreundliche BewohnerInnen beherbergten. Für Aufsehen sorgte fast überall sein Fahrzeug, ein elektrisches Solar-Tandem, das über Solarzellen auf einem „Sonnendach“ die Energie bezieht und nur in Ausnahmefällen (längeres Schlechtwetter) über eine Steckdose aufgeladen werden muss.


Europa-Abgeordnete Monika Vana beim „Testen“ des Solar-Tandems.

Zu dem Treffen kamen auch die grüne Europaparlaments-Abgeordnete Monika Vana und der grüne Bundessprecher Werner Kogler, die sich für ein Europa des Zusammenhalts und für alternative Mobilitätsformen aussprachen.


Bundessprecher Werner Kogler und Monika Vana unterstützen grenzüberschreitende Aktivitäten.

In dem „Aquarium“ genannten Lokal der Siedlung, gleich beim Biotop im Innenhof gelegen, erzählte Claude anschließend von seiner bisherigen Tour und den Erfahrungen an den einzelnen Stationen. Oft schlossen sich ihm Interessierte an und fuhren eine Teilstrecke auf dem Tandem mit, auch mit Grünen vor Ort gab es Kontakte und gemeinsame Aktionen, wie etwa in Wolfsburg und Prag.

Der 23. Juni war auch Claude’s 56. Geburtstag, sodass neben einer Diskussion über alternative Formen der Mobilität auch ein Anstoßen mit Frizzante nicht fehlen durfte.


Gastgeberin Gerda Daniel mit dem „Geburtstags-Gugelhupf“.

Die weitere Route der insgesamt rund 5.000 Kilometer langen Tour führt über Westungarn und Slowenien weiter nach Italien (mit Station auch in Rom), und von dort über Frankreich und Luxemburg zurück nach Brüssel, wo die Ankunft gegen Ende August 2018 geplant ist.

Ein Bericht über die Stationen der Reise (auf französisch) ist in Claude’s „digitalem Tagebuch“ zu finden, Infos über das Projekt (in mehreren Sprachen) auf seiner Website.

Schicht-Bus: Klares Meinungsbild!

Die neuen BewohnerInnen der Wohnhausanlagen am Schicht-Areal und die AnrainerInnen sprechen sich in einer Umfrage ganz klar für die Einrichtung einer Busverbindung aus!

Bereits im Jahr 2016 sind die ersten BewohnerInnen in den neu errichteten Wohnhausanlagen auf dem Areal der ehemaligen Schicht-Werke zwischen Angyalföldstraße (B3) und Satzingerweg eingezogen.


Im Westen des „Schicht-Areals“ werden weiter Wohnanlagen errichtet  (Foto: G. Jordan).

Leider gibt es bis heute noch immer kein öffentliches Verkehrsmittel in zumutbarer Geh-Distanz zu den Häusern. Auf einen von uns im November 2016 in der Floridsdorfer Bezirksvertretung eingebrachten Antrag für die Einrichtung einer Busverbindung zu den neuen Wohnhausanlagen antworteten die Wiener Linien, dass dieser von den AnrainerInnen abgelehnt würde.

Wir haben daher im Jänner 2018 auf  http://www.haekchen.at  eine Online-Umfrage unter den BewohnerInnen und AnrainerInnen gestartet, die erwartungsgemäß ein völlig anderes Bild ergab:

99,4% sprachen sich für einen Bus zum Schicht-Areal aus;

96,4% sprachen sich auch ganz konkret für die Errichtung einer Haltestelle an der Hans-Czermak-Gasse (nahe der Erna-Musik-Gasse) aus;
und
85,9% kündigten an, dass sie den Bus an Werktagen täglich benützen würden.

Angesichts der Dringlichkeit des Anliegens und der Klarheit dieses Ergebnisses ersuchen wir die zuständige Stadträtin Ulli Sima und die Wiener Linien, die Sachlage nochmals zu prüfen und möglichst rasch eine Busverbindung zur neuen Siedlung einzurichten!

Klubvorsitzender Heinz Berger
Grüne Floridsdorf

B232: Bei einem Bau droht in Donaufeld ein Verkehrskollaps

Seit 2007 hat sich die „Verkehrsinitiative Donaufeld“ mit kräftiger Unterstützung der Floridsdorfer Grünen erfolgreich für eine Beruhigung des motorisierten Individualverkehrs und für einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs eingesetzt.

In überregionaler Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinitiativen (Siedlung Draugasse) wandte man sich konsequent gegen die geplante Errichtung der Bundesstraße B232, einer in den 1990er-Jahren Stück für Stück gewidmeten Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Rendezvousberg an der Landesgrenze in Stammersdorf und der B3 (Angyalföldstraße) in der Nähe des damaligen Schicht-Werks. Ihre Errichtung würde eine Einfallsschneise ins Donaufeld öffnen, die den ohnehin schon überbordenden Verkehr quer durch die Wohngebiete an der Leopoldauer Haide schleusen würde.

Da es gegen den nördlichsten Teil der Straße, an der Wohnanlage Gerasdorfer Straße 153/Draugasse vorbei, seit Jahrzehnten Widerstand gibt, existieren bis jetzt –  vom Gaswerk Leopoldau (Tauschekgasse) nach Süden – der Straßenzug Richard-Neutra-Gasse – Josef-Brazdovics-Straße, und als südlichstes Stück die Hans-Czermak-Gasse. Lediglich ein Feld entlang des Teresa-Tauscher-Parks zwischen Leopoldauer Straße und Satzingerweg, östlich der Seniorensiedlung „Fortuna“ und der „Edelstein-Siedlung“, verhindert eine „Autolawine“.


Dieses Feld – rechts im Bild der Teresa-Tauscher-Park – bildet die letzte Barriere gegen eine „Autolawine“  (Foto: Heinz Berger).

Bei Beseitigung dieses Hindernisses für den Durchzugsverkehr würde die Kreuzung Donaufelder Straße/B3, die heute bereits überlastet ist, noch vor der Besiedlung des Stadtentwicklungsgebietes Donaufeld völlig aus dem Ruder laufen, und die AnrainerInnen würden noch mehr Schadstoffen ausgesetzt.


Über die Kreuzung Hans-Czermak-Gasse/Angyalföldstraße, beim ehemaligen Areal der Schicht-Werke, würde der Durchzugsverkehr in die B3 münden  (Foto: Gerhard Jordan).

Es wäre wirklich viel vernünftiger, die derzeit von einigen Parteien in Floridsdorf – z.B. in der Bezirksvertretungssitzung am 13. Dezember 2017, anlässlich einer Widmung im Bereich Gerasdorfer Straße – wieder entfachte Diskussion über die Hochleistungsstraße gleich wieder einzustellen, und das (ohnehin kaum verfügbare) Geld für dringend notwendige soziale oder ökologische Infrastruktur zu verwenden!

Bezirksrat Heinz Berger