Neuer Verbindungsweg in Donaufeld

Im Sommer 2019 ist endlich der lange geforderte Verbindungsweg als Nord-Süd-Verbindung zwischen der Nordmanngasse (bei Nr. 66) und der Gasse An der Schanze (zwischen den Nummern 17 und 21) für den Geh- und Radverkehr realisiert worden.

Wir freuen uns, dass gerade in Zeiten des Klimawandels dieses besonders zukunftweisende Signal als erste erlebbare Maßnahme im Stadtentwicklungsgebiet schon vor Baubeginn gesetzt wurde und der Weg bereits seit dem Sommer viel genützt wird!

Bezirksrat Heinz Berger, Klubobmann Grüne Floridsdorf

Der neue Verbindungsweg wird bereits gut genützt  (Blick von Höhe Nordmanngasse nach Süden,  Foto: Grüne Floridsdorf).

Blick von An der Schanze, neben der Gärtnerei „Bioschanze“, nach Norden zur Nordmanngasse. Dahinter, in der Bildmitte, der Margarete-Schütte-Lihotzky-Hof, Donaufelder Straße 99  (Foto: Gerhard Jordan).

Natur erhalten – B 232 verhindern!

Am 7. September 2019 machten wieder viele AnrainerInnen und verkehrspolitisch Interessierte trotz Schlechtwetters bei der Radfahrt gegen die B 232 auf den wertvollen Grünraum aufmerksam, der durch diese sinnlose Straße zerstört würde. Angesichts der Klimakrise wirken die veralteten Straßenbaupläne geradezu zynisch. Der Bau der B 232 würde noch mehr Verkehr auf die bereits heute völlig überlasteten Straßen bringen!

Am 11. September 2019 beantragten daher die Floridsdorfer Grünen in der Bezirksvertretung, eine Umwidmung der Trasse von der Widmungskategorie „Verkehrsband“ (VB) in die Widmungskategorie „Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel“ (SWW) in die Wege zu leiten.
Leider wurde dieser Antrag von SPÖ, FPÖ, ÖVP und WIFF abgelehnt.

Es ist höchste Zeit, dass wir auch in Floridsdorf die Warnsignale des Klimas wirklich ernst nehmen, Konsequenzen ziehen und die Verkehrswende einleiten!

Gegen B232 unterschreiben

Bezirksrat Heinz Berger, Klubobmann Grüne Floridsdorf

Trotz Schlechtwetters beteiligten sich auch 2019 viele AnrainerInnen an der Radfahrt gegen die B 232  (Foto: Heinz Berger).

 

Für eine Neugestaltung und Belebung des Kinzerplatzes!

Der Kinzerplatz ist zweifellos eines der kulturhistorischen Juwele von Floridsdorf und von ganz Wien. Und das nicht nur wegen der einst als Dom von Niederösterreich von Franz Ritter von Neumann kurz vor seinem Tod 1905 geplanten und vor Kriegsbeginn im Jahr 1914 fertiggestellten Kirche, sondern auch wegen mehreren weiteren bedeutenden Gebäuden und natürlich auch wegen der Grünflächen und dem alten Baumbestand.

Die Kirche St. Leopold ist ein Kulturschatz von überregionaler Bedeutung;  der von Adolf Stöckl 1927 fertiggestellte Bieler Hof, ein typischer Gemeindebau des Roten Wien, und der 1931/32 von Franz Amlacher für das Stift Klosterneuburg erbaute Klugerhof sind wichtige Baudenkmäler der Zwischenkriegszeit; hinzu kommen eine Reihe gründerzeitlicher Gebäude rund um den Platz, wie etwa der Pfarrhof.


Die Kirche St. Leopold auf dem Kinzerplatz, von Nordosten gesehen  (Fotos: G. Jordan).


„Rote Burg“ Bieler Hof, Kinzerplatz 10 (oben) und Stift-Klosterneuburg-Bau Klugerhof, Kinzerplatz 24 (unten).

Angesichts der Klimaerwärmung sind aber auch der hohe Grünflächenanteil und der alte Baumbestand von außerordentlichem Wert und machen den Platz in den Hitzemonaten nicht nur für die AnrainerInnen zu einer schattigen Oase in der dicht verbauten Umgebung.

Das große Problem des Platzes ist jedoch, dass er derzeit hauptsächlich als Parkplatz für rund 300 Autos dient, was einer guten Entwicklung leider entgegensteht. Daher stimmen wir dem in den regionalen Medien veröffentlichten Vorschlag von Bezirksvorsteher Papai natürlich zu, die Oberflächenparkplätze zu entfernen, den Platz noch attraktiver zu gestalten und damit möglichst auch zu beleben.


Kinzerplatz:  Parkende Autos rund um die Kirche  (Foto: Wolfgang Parnigoni).

Dabei ist uns aber besonders wichtig, dass im Zuge der Neugestaltung keiner der Bäume weg kommt. Sollten während der Arbeiten einzelne Fällungen unumgänglich sein, so müssen die Bäume nach Abschluss in mindestens der gleichen Anzahl und Qualität wieder gepflanzt werden.

Weiters darf eine allfällig zu errichtende Parkgarage keinesfalls aus dem Bezirksbudget finanziert werden; und nach Abschluss der Bauarbeiten muss die Oberfläche wieder begrünt und der ganze Platz frei von abgestellten Autos sein. Im lokalen Umfeld Parkraumbewirtschaftung einzuführen wird es ermöglichen, dem Stellplatz-Druck insbesondere der AnrainerInnen entgegen zu treten.

Die Neugestaltung des Platzes als barrierefreie Begegnungszone mit noch mehr Grün, Schanigärten, Spielplätzen, Wasser- und Ruheinseln sollte die Aufenthaltsqualität für die Menschen jeden Alters erhöhen und den Kinzerplatz auch als Schulstandort zu einem kleinen „Garten Eden“ machen.

Heinz Berger, Klubvorsitzender Die Grünen Floridsdorf

 

Schulwegsicherheit muss Priorität haben!

Tragische Verkehrsunfälle der letzten Monate haben das Thema „Schulwegsicherheit“ wieder zu einem wienweiten Thema gemacht.
Die Grünen setzen sich schon lange auf allen Ebenen für Verbesserungen ein.
Das Beispiel der unerlaubten KFZ-Fahrten in der Franklinstraße – die seit fast 50 Jahren eine „Schul-Meile“ mit zahlreichen Bildungseinrichtungen ist! – zeigt den Handlungsbedarf auch im 21. Bezirk auf.

Beim monatlichen „Gesprächsforum“ der Grünen Floridsdorf am 7. März 2019 (18:30 Uhr, Salon „Aquarium“ im Hof der „Autofreien Mustersiedlung“, Nordmanngasse 25/1) geht es um Vorschläge und Ideen für sicherere Schulwege, und was konkret getan werden könnte.

EINLADUNG:

Pius-Parsch-Platz NEU

Zwischen April und November 2018 wurde der Pius-Parsch-Platz umgestaltet.
Anlässlich der Fertigstellung wurde am 22. November der symbolische Schlussstein durch Bürgermeister Michael Ludwig, die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Bezirksvorsteher Georg Papai gesetzt und der Platz feierlich eröffnet.
Statt einer unattraktiven PKW-Abstellfläche (für die Autos wurde eine Tiefgarage errichtet) gibt es nunmehr einen Aufenthaltsbereich mit Begrünung, Sitzgelegenheiten und einem Wasserspiel.


Planungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou mit Bürgermeister Ludwig und Bezirksvorsteher Papai bei der „Eröffnung“ des umgestalteten Pius-Parsch-Platzes  (Foto: Brigitte Parnigoni).


Ein Wasserspiel sorgt jetzt für „Abkühlung“ (Foto: Gerhard Jordan).

 

Erreicht: Sicherer Übergang über die Donauturmstraße!

Zwei Anträge und zwei Anfragen der Floridsdorfer Grünen sowie weitere zwei Anträge der Donaustädter Grünen waren seit 2010 notwendig, damit endlich ein sicherer Übergang über die Donauturmstraße geschaffen wurde.

In den Diskussionen darüber wurde stets behauptet, dass ein Schutzweg aufgrund der angeblich zu geringen FußgängerInnen-Frequenz nicht begründet sei. Im Jahr 2016 wurde der grüne Antrag zur Errichtung einer sicheren Querung noch von SPÖ, FPÖ, ÖVP und dem WIFF abgelehnt. Erst aufgrund von medialer Unterstützung war 2018 der Durchbruch möglich.

Jetzt hat sich die FußgängerInnen-Frequenz offenbar so stark gesteigert, dass im Spätherbst 2018 bei der Bushaltestelle ein Fahrbahnteiler (Mittelinsel) zur Erhöhung der Sicherheit der aussteigenden Fahrgäste errichtet wurde.

Es geht also doch, wenn man/frau nur will!

Bezirksrat Heinz Berger


Die 2018 endlich angebrachte Mittelinsel auf der Donauturmstraße  (Foto: Heinz Berger).

Scheffelstraße: Radfahren gegen die Einbahn abgelehnt!

Bereits seit Jahren wird von der „Radlobby Floridsdorf“ in der Scheffelstraße im Abschnitt vom Kinzerplatz zum Hoßplatz Radfahren gegen die Einbahn gefordert.

Im Vorfeld der Erneuerung der Ampelanlage am Hoßplatz wurde diese Forderung neuerlich erhoben. Direkt an der Ecke zur Donaufelder Straße befinden sich nämlich Fahrradbügel, und in der Umgebung gibt es zahlreiche Gewerbebetriebe und Geschäfte, die auch aus dieser Richtung per Fahrrad erreichbar sein sollten.

Leider wurde ein Antrag der Grünen zur Klärung der Kosten für die Einrichtung von Radfahren gegen die Einbahn in der Sitzung der Bezirksvertretung Floridsdorf vom 7. November 2018 von SPÖ, FPÖ, ÖVP und WIFF abgelehnt – in Zeiten der Klimakrise ein echtes Armutszeugnis.

Bezirksrat Heinz Berger


Scheffelstraße, Richtung Hoßplatz: Eine Öffnung für RadlerInnen wurde abgelehnt  (Foto: Alexander Polansky)

 

 

Franklinstraße: Freie Fahrt trotz Fahrverbot!

Die Franklinstraße war als Geh- und Radweg über Jahrzehnte auf Höhe Fahrbachgasse und auf Höhe Bentheimstraße durch Poller abgesperrt, sodass Kinder und Jugendliche ihren Schulweg auf gesicherten Routen zurücklegen konnten. Seit der Entfernung der Poller während der Errichtung der Wohnanlage Franklinstraße 23-25 im Jahr 2014 ist eine deutliche Zunahme der unerlaubten KFZ- und LKW-Fahrten auf der Schulmeile zu verzeichnen!

Seit dem Bezug des neuen Wohnhauses beklagen sich AnrainerInnen sowie Eltern von SchülerInnen immer öfter über den illegalen KFZ-Verkehr auf dem Geh- und Radweg. Leider wird diese Strecke zunehmend als Abkürzung von LieferantInnen verwendet, u.a. auch von Post oder Müllabfuhr, um Zufahrten zu Freizeiteinrichtungen, Schulen oder Wohnungen durch das Einbahnsystem zu vermeiden.


LKW-Zulieferverkehr hat in der Franklinstraße nichts verloren!  (Fotos: Molly Wurth)

Als Begründung für die Entfernung der Poller wurden in einer Anfragebeantwortung die Kosten aufgrund von Vandalismus an Pollern angeführt. Hier muss offenbar der Vandalismus an anderen Orten (Poller am Drygalskiweg) als Begründung für eine völlig unverständliche Maßnahme auf der Schulmeile herhalten. Nicht auszudenken, wenn solche Selbstjustiz-Maßnahmen Schule machen, und die Zerstörung missliebiger Einrichtungen zu deren tatsächlicher Entfernung führen würde.

Bedauerlicherweise wurde ein Antrag der Grünen zur Wiedereinsetzung der Poller in der Sitzung der Bezirksvertretung vom 7. November 2018 von SPÖ, FPÖ, ÖVP, WIFF und NEOS abgelehnt – ein trauriger Kniefall vor der Gesetzlosigkeit.

Bezirksrat Heinz Berger