Treffpunkt Kirschblütenpark – das war das Parkfest

Am 12. September 2015 luden die Grünen Floridsdorf und Donaustadt zum  Grünen Parkfest  in den Kirschblütenpark zwischen Tokiostraße und Attemsgasse im 22. Bezirk, nahe der Grenze zu Floridsdorf. Der Ort wurde bewusst gewählt, war doch die Erweiterung des Kirschblütenparks seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen der transdanubischen Grünen.

Der Andrang übertraf alle Erwartungen – geschätzte 500 bis 1.000 BesucherInnen kamen in der Zeit zwischen 14 und 19 Uhr, vorbei. Der Park wurde somit an diesem Nachmittag zum lebendigen Treffpunkt von interessierten AnrainerInnen, engagierten Mitgliedern der Zivilgesellschaft und GrünpolitikerInnen.

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_32_WieseUndTalkCornerVonObenGesehen
Großer Andrang beim Parkfest im Kirschblütenpark  (Fotos: G. Jordan).

Ein reichhaltiges Bio-Buffet mit Produkten von Bio-Betrieben aus Floridsdorf (das Gemüse wuchs sogar nur wenige Hundert Meter entfernt, z.B. in der Gärtnerei „Bioschanze“) sorgte für das leibliche Wohl.

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_01_VorbereitungDesBioBuffets
Vorbereitung des regionalen Bio-Buffets, organisiert von Bezirksrätin Gabriele Tupy und ihren HelferInnen.

UmweltschützerInnen konnten bei den Ständen der „Umweltspürnasen“ (wo u.a. mit Mikroskopen die Artenvielfalt in Wasserbiotopen erforscht werden konnte) und der Imkerschule aus dem Donaupark sowie beim „Mini-Solarkraftwerk Simon“ etwas Neues lernen, und ein vielfältiges Kinderprogramm von „kinderpartys.at“ (Basteln, Kinderschminken, Malen, u.v.a.) war Dauer-Anziehungspunkt für die Kleinsten.

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Interessante Erkenntnisse bei den „Umweltspürnasen“ (oben) und der Imkerschule (unten).

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_09_StandImkerschuleDonaupark

Die Eltern konnten einstweilen in den Bücherkisten des „Grünen Sozialflohmarkts“ stöbern oder die Tischreihe der Initiativen besuchen.

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Büchertisch, Bänke und Picknickdecken …

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_11_InfotischeDerInitiativenImVordergrundIGLmarchfeldkanal
Rund ein Dutzend Initiativen stellte sich vor. Links die IGL Marchfeldkanal aus Stammersdorf.

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Heinz Berger und Evelyn Weber von der „Initiative Donaufeld“ (oben) und das Landwirtschaftsprojekt „Wilde Rauke“ (unten).

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Hier bot sich ein buntes Bild der Zivilgesellschaft Transdanubiens: Die Initiative Donaufeld (die aus einer Verkehrs-BI entstand und sich zunehmend auch mit Fragen der Stadtplanung beschäftigt), die Initiative „Zusammen_Bauen“ für Baugruppen in Donaufeld, das „Paradeisgartl Donaufeld“ und das Landwirtschaftsprojekt „Wilde Rauke“ Stammersdorf, die Initiative „Gemüseparadies Donaufeld“, der Entwicklungshilfeklub, die IGL Marchfeldkanal (die für den Schutz der Ziesel in Stammersdorf kämpft), die Bürgerinitiative „Siemensäcker“, die „Radlobby 21“ und die „Gedenkplattform Transdanubien“ waren entweder mit persönlichen Ansprechpersonen oder aber mit Plakaten und Infomaterial vertreten.

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_17_AbgestellteFahrraederAmRandDesFestes
Umweltfreundlich mobil:  Die BesucherInnen kamen mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Öffis.

Den ganzen Nachmittag über standen auch Grüne für Gespräche zur Verfügung – beim „Talk Corner“ bei den „Enzi“-Liegen oder auf den Holzbänken in der Wiese.

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_13_MonikaVanaSprechendBlickRichtungAttemsgasse
Sprach die Wichtigkeit der EU-Ebene an – sei es bei der Bewältigung von Flüchtlingsströmen oder beim Schutz kommunaler Dienste wie Wasserversorgung:  Europaparlamentsabgeordnete Monika Vana.

Die grünen Bezirks-MandatarInnen und KandidatInnen aus Floridsdorf und Donaustadt waren natürlich fast vollzählig erschienen, doch auch die Wiener Europaparlamentsabgeordnete Monika Vana, die GemeinderätInnen Rüdiger Maresch (Spitzenkandidat im Gemeinderats-Wahlkreis Donaustadt), Jennifer Kickert und Christoph Chorherr und die Spitzenkandidatin im Gemeinderats-Wahlkreis Floridsdorf Birgit Meinhard-Schiebel brachten sich ein.

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Gemeinderat Rüdiger Maresch (oben) und Kandidatin Birgit Meinhard-Schiebel (unten) beteiligten sich an Gesprächen.

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Gegen Ende des Festes nahm auch noch Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die direkt vom „Tag der Offenen Tür“ aus dem Rathaus kam, die Gelegenheit wahr, mit transdanubischen Initiativen zu sprechen und sich ihre Anliegen anzuhören.

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Maria Vassilakou bei den Tischen der Initiativen „Zusammen_Bauen für Baugruppen in Donaufeld“ und „Wilde Rauke“ (oben) und beim Projekt „Paradeisgartl Donaufeld“ (unten).

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Den musikalischen Höhepunkt bildeten zwei Live-Auftritte:

Um 15 Uhr sang der Nordbahnbundchor, der bereits sein 140jähriges Bestandsjubiläum (!) feiert. Er wurde 1875 als Eisenbahnerchor gegründet. Die heutigen Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus der „Autofreien Siedlung“ in Donaufeld und führen die Tradition weiter.

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Der Nordbahnbundchor:  140 Jahre alt, aber trotzdem innovativ.

Nach einigen traditionellen Liedern die sich um Floridsdorf drehen, nahmen ein Lied vom Balkan und das gemeinsam mit dem Publikum gesungene „Imagine“ von John Lennon auf die heutige Weltlage (Flüchtlingskrise) Bezug.

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_25_NordbahnbundchorBeimLiedImagineBlickNachSueden

Um 17 Uhr spielte und sang die Gruppe Ruzsa Nikolić-Lakatos & Ethno Experience traditionelle Lieder der Lovara.

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Ruzsa Nikolić-Lakatos (Mitte) sang traditionelle Lovara-Lieder.

Die weltweit bekannte Sängerin Ruzsa, heute in Kagran, nahe der Alten Donau, lebend, war als Ungarnflüchtling nach Österreich gekommen und verbrachte ihre Jugend in den späten 1950er-Jahren auf dem Ringelseeplatz (Mühlschüttel). In der Umgebung hatten damals die Lovara, eine Untergruppe der Roma, die ursprünglich als Pferdehändler aus Ungarn kamen, einige Siedlungsplätze. Willi Sylvester Horvath, Schlagzeuger der Band, der selbst als Kind auf dem Mühlschüttel aufwuchs, sprach über die Geschichte dieser mit Floridsdorf stark verbundenen Volksgruppe. Einige der schwungvollen Lieder inspirierten zum Mittanzen.

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Begeistertes Publikum beim Auftritt von Ruzsa und ihrer Band „Ethno Experience“.

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Dieses Fest hat einmal mehr gezeigt, dass Transdanubien – und vor allem die Umgebung des Stadtentwicklungsgebiets Donaufeld – sehr vielfältig und dynamisch ist und die Bevölkerung an Dialog und neuen Ideen interessiert ist.

Gerhard Jordan

 

ParkfestKirschbluetenpark12sept2015_GruppenfotoMitMariaVassilakou_FotoKlausPahlich

Grüne Bezirks-KandidatInnen aus Transdanubien mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou  (Foto: Klaus Pahlich):
V.l.n.r., obere Reihe:  Molly Wurth (Floridsdorf), Christopher Huber (Donaustadt, Listenplatz 6), Michael Husz (Donaustadt, Platz 13), Bezirksrätin Susi Dietl (Floridsdorf, Platz 1), Heinz Berger (Floridsdorf, Platz 2), Bezirksrätin Gabriele Tupy (Floridsdorf, Platz 3), Bezirksrat Alexander Polansky (Floridsdorf, Platz 8).   Untere Reihe:  Gerti Zupanich (Floridsdorf, Platz 13), Wolfgang Orgler (Donaustadt, Platz 8), Bezirksrat Gerhard Jordan (Floridsdorf, Platz 4), Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Spitzenkandidatin Wien), Bezirksrätin Heidi Sequenz (Donaustadt, Platz 1), Bezirksrat Thomas Tröbinger (Donaustadt, Platz 2), Marlene Engel (Donaustadt, Platz 9), Alexe Schmid (Floridsdorf, Platz 9).

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