4. Dezember: Wir wollen uns nicht wundern!

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VIDEO   I am from Austria

STIMMEN für Van der Bellen

UNTERSTÜTZUNGSPLATTFORM für Van der Bellen

Heinz Fischer und Irmgard Griss unterstützen Van der Bellen:   orf.at

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Liebe Österreicherinnen und Österreicher,
ich bitte Sie noch einmal um Ihre Stimme und Ihr Vertrauen. Ich verspreche Ihnen, sorgsam damit umzugehen.

Mein größtes Anliegen ist es, der Bundespräsident für alle Österreicherinnen und Österreicher zu sein. Ich werde immer nach bestem Wissen und Gewissen für das Ansehen unserer Heimat handeln.

Denn Österreich muss ein starkes Land im Herzen Europas bleiben. Und dafür braucht es jetzt vor allem Zusammenhalt, Vernunft und Mut.

Lassen Sie uns gemeinsam an einer guten Zukunft für Österreich arbeiten.

Ich bin bereit. Mehr denn je.
Danke für Ihre Unterstützung,

Ihr Alexander Van der Bellen

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(Sujets: Verein „Gemeinsam für Van der Bellen“)

 

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Kochen mit Flüchtlingen – Integration am Schlingermarkt

Am 3. Juni 2016 eröffnete die „Gebietsbetreuung Stadterneuerung Floridsdorf“ anlässlich des Internationalen Nachbarschaftstages eine von ArchitekturstudentInnen der TU Wien errichtete „Küche21“ – einen Holzpavillon mit Kochgelegenheit – auf dem Floridsdorfer Markt.

Am 5. Juni luden Bezirksrätin Gabriele Tupy und die Floridsdorfer Grünen Flüchtlinge aus dem Quartier Brünner Straße 240 – in dem seit dem Frühjahr 45 unbegleitete Jugendliche, vor allem aus Afghanistan, in drei Wohngruppen untergebracht sind – ein, gemeinsam mit FloridsdorferInnen bei einem „Interkulturellen Brunch“ selbst Speisen zu kochen. Schon immer war ja der „kulinarische Aspekt“ ein Schlüssel zur interkulturellen Verständigung.

KochenMitFluechtlingenSchlingermarkt5juni2016_01Beim „Küche21“-Stand der Gebietsbetreuung vor dem Schlingerhof trafen einander junge Flüchtlinge, Grüne und interessierte FloridsdorferInnen zum gemeinsamen Kochen. (Fotos: G. Jordan)

Auf diese Weise wurde der Schlingermarkt zum „Schauplatz gelebter Integration“:  Mit großer Begeisterung bereiteten die Jugendlichen gemeinsam mit ihren aus Syrien, Tschetschenien, Schweden und Österreich stammenden BetreuerInnen Gerichte aus ihrer Heimat zu.

KochenMitFluechtlingenSchlingermarkt5juni2016_02Das erste Gericht ist fertig.

Viel Reis, Lammfleisch, Melanzani und andere Köstlichkeiten wurden verkostet, Palatschinken aus Österreich bildeten den Abschluss. Auch aus dem Grünen Lokal im Conrad-Lötsch-Hof kam Nachschub und der dortige Geschirrspüler lief auf Hochtouren.

KochenMitFluechtlingenSchlingermarkt5juni2016_03Die Bratpfanne wird zum „Kommunikations-Mittelpunkt“.

An den Holztischen kam es zu interessanten Gesprächen, die Möglichkeit einander kennenzulernen wurde genutzt und zahlreiche „Selfies“ fingen die heitere Stimmung – die ganz ohne Alkohol auskam! – ein.

KochenMitFluechtlingenSchlingermarkt5juni2016_04Vor den Töpfen bildeten sich sogar „kleine Warteschlangen“.

Mario Pillai, Musikpädagoge, Komponist und Chorleiter, sorgte mit dem „Chor-Doba“ aus Neu-Stammersdorf auch für eine besondere musikalische Reise über die Grenzen hinweg und präsentierte unter großem Applaus die Welturaufführung des von ihm getexteten und komponierten Musikstückes „Die Sterne von Europa – ein Flüchtlingslied“.
Nach dem Auftritt des Chors begann auch eine der Betreuerinnen zu singen, und ein junger Flüchtling trug ein Volkslied aus Afghanistan vor.

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Gemeinsames Singen verbindet!
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Wer selbst einen Beitrag zur Integration vor Ort leisten möchte, hat zahlreiche Möglichkeiten, dies zu tun:
Mit den Jugendlichen aus der Brünner Straße z.B. Deutsch lernen, miteinander lesen, gemeinsame Ausflüge machen, sie mit Jugendlichen aus Österreich in Kontakt bringen, in Fußballklubs integrieren, Musikinstrumente spenden (einige haben vor, Gitarre spielen zu lernen – auch engagierte Gitarre- und KlavierlehrerInnen sind gefragt), Patenschaft übernehmen, bei der Suche nach Ausbildungsplätzen behilflich sein (wer 18 ist muss das Heim verlassen, braucht eine Lehrstelle oder Job und eine Wohnung), u.v.a.
Es bildet sich derzeit ein Unterstützungsteam, das auch punktuell immer wieder gemeinsame Initiativen setzen will.
Interessierte können sich bei Bezirksrätin Tupy melden:  gabriele.tupy@gruene.at

Die nächste gemeinsame Aktion folgt bestimmt!

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Gute Stimmung bei Flüchtlingen, BetreuerInnen und „KöchInnen“.

VIDEO  (von „tv21.at“)

 

Gedenken an die Lovara, Sinti und Roma im Bereich des Ringelseeplatzes

Auf dem und um den Ringelseeplatz lebten Jahrzehnte hindurch Lovara, Sinti und Roma – ein weitgehend in Vergessenheit geratener Aspekt der Bezirksgeschichte, auf den die „Überparteiliche Gedenkplattform Transdanubien“ in einer Veranstaltung am 17. März 2016 hinwies.

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Die Gedenkplattform Transdanubien schlägt vor, in der Franklinstraße/Ecke Prießnitzgasse eine Erinnerungsstätte für Floridsdorfer Lovara, Sinti und Roma zu schaffen.  (Fotos:  Heinz Berger, Gerhard Jordan, Klaus Pahlich, Brigitte Parnigoni, Alexe Schmid)

Die aus AktivistInnen verschiedener zivilgesellschaftlichen Initiativen und Parteien bestehende Gedenkplattform hatte sich seit ihrer Gründung 2011 alljährlich der Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gewidmet, aber gleichzeitig auch auf Ereignisse der Geschichte der Bezirke 21 und 22 und auf aktuelle Bezüge hingewiesen – im Jahr 2015 etwa, anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung, auf die Hinrichtung von Deserteuren, auf die KZ-Nebenlager, ZwangsarbeiterInnen und die Todesmärsche in den Bezirken jenseits der Donau.

Das Bewusstsein für die Vergangenheit des Ringelseeplatzes – ein heute von umzäunten Schulsportflächen dominierter, wenig frequentierter Platz auf dem Mühlschüttel, südlich der Franklinstraße – wurde nicht zuletzt durch die Ausstellung „Romane Thana“ im „Wien Museum“ im Frühjahr 2015 geweckt, und durch die mit ihr verbundenen Veranstaltungen wie z.B. die Rundgänge von Willi Silvester Horvath.

Die Veranstaltung der Gedenkplattform begann, aus traurigem Anlass, mit einer Schweigeminute zum Gedenken an den knapp eine Woche zuvor, am 12. März, verstorbenen Rudolf Sarközi, der sich – als Burgenland-Rom 1944 im Zigeuner-Anhaltelager Lackenbach geboren – sich Zeit seines Lebens für Menschenrechte und gegen Diskriminierung eingesetzt hatte. 1991 gründete er den „Kulturverein Österreichischer Roma“, als dessen Vorsitzender er maßgeblich dazu beitrug, dass die Roma in Österreich 1993 als Volksgruppe anerkannt wurden.

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Schweigeminute zum Gedenken an den bedeutenden Roma-Volksgruppenvertreter Rudolf Sarközi (1944-2016).

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Im Namen der Gedenkplattform begrüßte Gerhard Jordan, Historiker und Bezirksrat der Grünen in Floridsdorf, die Anwesenden und stellte das Anliegen vor, eine Erinnerungsstätte zu schaffen, die auf die bis in die 1960er-Jahre am und um den Ringelseeplatz lebenden Lovara, Sinti und Roma, und vor allem an jene unter ihnen, die der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer fielen, hinweist.  Ein Antrag der Grünen, eingebracht in der Bezirksvertretungssitzung am 10. Februar 2016, wurde – mit den Stimmen aller Parteien außer der FPÖ – der Kultur- und Benennungskommission zugewiesen, wo er im April behandelt werden wird.

Der Vorschlag ist, über die von der Stadt Wien geförderte KÖR (Kunst im öffentlichen Raum GesmbH) einen Wettbewerb zur Errichtung eines Denkmals oder einer ähnlichen Installation auszuschreiben, zu der auch KünstlerInnen aus den Communities der Lovara, Sinti und Roma eingeladen werden sollten. Als Standort eignet sich ein Platz in der Franklinstraße nahe des Hallenbads, bei der Einmündung der Prießnitzgasse. Dort fand auch der Auftakt der Gedenkveranstaltung statt.

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Gerhard Jordan (GRÜNE) und Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Ilse Fitzbauer (SPÖ) unterstützen den Antrag in der Floridsdorfer Bezirksvertretung.

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Ilse Fitzbauer (SPÖ), Bezirksvorsteher-Stellvertreterin in Floridsdorf, betonte ihre Unterstützung des Antrags, würdigte den verstorbenen Rudolf Sarközi, mit dem sie bei verschiedenen Anlässen zusammengearbeitet hatte, und wies auf die Bedeutung des Gedenkens hin, gerade in einer Zeit, wo es – wie im Februar in Linz – Brandanschläge auf Roma-Zeltlager gibt.

Der erste Teil der Veranstaltung, an der über 80 Personen, darunter mehrere Familien aus der Lovara-Community, VertreterInnen von Initiativen wie „Rassismusfreies Transdanubien“, aus dem wissenschaftlichen Bereich (z.B. dem „Wien Museum“) sowie BezirkspolitikerInnen von SPÖ, GRÜNEN, KPÖ und NEOS teilnahmen, wurde mit einer kleinen Manifestation abgeschlossen: Die TeilnehmerInnen legten Blumen in einen Korb an jener Stelle, an der, nach dem Vorschlag der Plattform, die Erinnerungsstätte zum Gedenken an die dem NS-Terror zum Opfer gefallenen Lovara, Sinti und Roma, die im Bereich Mühlschüttel und Bruckhaufen gelebt hatten, entstehen soll.

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Blumen werden an der Stelle des gewünschten Mahnmals niedergelegt.

Anschließend wurde bei einem Spaziergang der Ringelseeplatz umrundet, an dem heute nichts mehr an seine Vergangenheit erinnert: Das Hallenbad Floridsdorf, Schulen, Sportanlagen, ein Kindergarten sowie Gemeinde- und Genossenschaftsbauten prägen heute das Stadtbild dort, wo einst Roma lebten und sich bis 1965 der einstige Fußballplatz des heute in der Nordmanngasse 24 beheimateten SR Donaufeld befand.

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Der Ringelseeplatz heute:  Vor allem umzäunte Sportflächen.

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Im Gasthaus Birner, in dem Roma immer willkommen waren und in dem die meisten ihrer Feste und Feiern nach Hochzeiten, Taufen oder Begräbnissen stattfanden, wurde schließlich an das Leben rund um den Ringelseeplatz erinnert.

Heinz Berger, Bezirksrat in Floridsdorf, Historiker und Aktivist der Initiative Donaufeld, informierte über die bisherigen Aktivitäten der Gedenkplattform und stellte die drei ZeitzeugInnen sowie Willi Silvester Horvath, aus einer Lovara-Familie stammend und einer der Gastkuratoren der Ausstellung „Romane Thana“, vor.

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Gasthaus Birner:  Einleitung durch Bezirksrat Heinz Berger.

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Willi Horvath, Jahrgang 1966, der einen Teil seiner Jugend auf dem Mühlschüttel in den damaligen Höfen und Wohnungen seiner Verwandten verbracht hatte, zeigte alte Aufnahmen aus seinem Familienarchiv, von denen viele in der Mühlschüttelgasse, in der Franklinstraße, in der Patrizigasse und an anderen Plätzen des Bezirksteils Donaufeld entstanden. Besonders bei der Präsentation älterer Fotos halfen anwesende Mitglieder der Familien Horvath und Stojka in engagierter Weise, die abgebildeten Personen zu identifizieren und etwas über deren Leben zu sagen. Immer wieder waren auch Pferde im Bild – die Lovara waren nämlich vor dem Durchbruch des Autos vor allem als Pferdehändler tätig. Leider, so Willi Horvath, wurden jene Angehörigen, die den Nazi-Terror überlebt haben, meist nicht sehr alt und daher ging Vieles, was zur Aufarbeitung der Vergangenheit beitragen hätte können, verloren.

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Willi S. Horvath präsentiert Fotos aus dem Familienarchiv.

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Oben:  Ceija Stojka (links) in den 1960er-Jahren beim Verkauf von Teppichen.
Unten:  Die Lovara-Familie Nitsch in der Franklinstraße 40, um 1950.  Rechts oben im Hintergrund ist der Turm der Donaufelder Pfarrkirche auf dem Kinzerplatz zu sehen.

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Besonders interessant wurde dann der Beitrag dreier ZeitzeugInnen, die den Ringelseeplatz und seine Umgebung aus ihrer Kindheit bzw. Jugend kannten und die im Gespräch mit Willi Horvath und Gerhard Jordan über ihre Erinnerungen berichteten.

Die Sängerin Ruzsa Nikolić-Lakatos, geboren 1945 in Ungarn, kam mit ihrer Familie nach der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes 1956 nach Österreich. Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Flüchtlingslager in Tirol ergab sich die Möglichkeit, einen Wohnwagen am Ringelseeplatz zu mieten. Dort lernte sie ihren späteren Mann Mišo Nikolić kennen, der damals auf der Gitarre „Let’s twist again“ spielte und den sie 1962 heiratete. Auch an das Boogie-Tanzen im Gasthaus Birner kann sie sich gut erinnern. Bis heute tritt sie mit dem Ensemble „Ruzsa Nikolić-Lakatos und Ethno Experience“ auf und gibt das traditionelle Liedgut der Lovara an junge Generationen weiter. Die damalige Stimmung auf dem Ringelseeplatz hat sie als „wunderbar“ in Erinnerung – das bunte Leben, an dem auch Sinti und Nicht-Roma („Gadsche“) teilnahmen.

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Ruzsa Nikolić-Lakatos (links) erinnert sich.

Der Sprachwissenschafter Mozes F. Heinschink wurde 1939 in Oberndorf bei Melk geboren. Er kam, wie er erzählte, um 1962 durch Zufall auf den Mühlschüttel: Damals, es war kurz vor Weihnachten, wurde er von einer aus Belgrad stammenden Roma-Frau auf der Kärntner Straße angesprochen und um Hilfe gebeten. Er hatte kein Geld bei sich, versprach aber, zu Weihnachten bei ihr vorbeizukommen und ihr etwas zu bringen. Die Adresse war der Ringelseeplatz. Als er mit einem Geschenkpaket dort eintraf, wurde er freudig empfangen und war von der Atmosphäre beeindruckt. Er kam immer öfter, wurde „wie ein Sohn aufgenommen“, und beim Deutsch-Nachhilfe-Geben für die Kinder lernte er selbst Serbisch, Romanes und in der Folge auch weitere Roma-Sprachen und -dialekte. Bald kam er mit einem Tonband und machte Hunderte Stunden Aufnahmen von Liedern, Märchen und Erzählungen der Roma. So entstand sein Archiv (heute im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), das heute eine der größten Sammlungen von Tondokumenten über die Kultur und Musik der Roma Zentral- und Südosteuropas sowie der Türkei umfasst. Mozes Heinschink betont, dass auch „Gadsche“ viel von den Roma lernen können, vor allem Gastfreundschaft. Man müsse nur bereit sein, zuzuhören und „sich einzulassen“. Deshalb will er auch nicht als „Roma-Forscher“ bezeichnet werden, sondern sieht sich als „Vermittler“.

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Mozes F. Heinschink:  Offenheit gegenüber der Kultur der Roma.

Der Sinto-Künstler Alfred Ullrich schließlich, der heute als Grafiker, Video- und Aktionskünstler in Bayern lebt, stammt mütterlicherseits aus einer Sinti-Familie, die bis 1939 auf dem Bruckhaufen, im Bereich Kugelfanggasse/Standgasse, lebte, Während seine Mutter den Krieg und die KZs Ravensbrück und Buchenwald überlebte, kamen 11 ihrer Geschwister in den Konzentrationslagern der Nazis um. Danach, so berichtet er, war das Leben anders als vorher und nicht mehr unbeschwert. 1948 geboren, kam Ullrich mit seiner Mutter 1952 nach Floridsdorf und lebte in einem Plankenwagen. Er besuchte ab 1954 die Volksschule Kinzerplatz 9. Dass dies nicht immer „harmonisch“ gewesen sein dürfte, deutet er mit seiner Erinnerung an, dass „Zigeunerbuben“, wenn sie älter waren als der Durchschnitt der Klasse, manchmal gehänselt wurden. Im Gedächtnis blieben ihm u.a. die Trauerweide auf dem Freiligrathplatz, die als Spielgerät benutzt wurde, das „Versenken“ von Tretrollern in der Alten Donau, eine Greißlerin und Dr. Otto Benedik, der Armenarzt vom Bruckhaufen, der alle Roma-Kinder gratis behandelte. Auch der Ringelseeplatz ist ihm in lebhafter Erinnerung – vor allem, dass am Abend die Lovara aus ihren Pferdehöfen auf den Platz kamen, Lagerfeuer machten und gemeinsam musizierten.

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Alfred Ullrich erlebte Bruckhaufen und Mühlschüttel als Kind und lebt heute in Deutschland.

Im Sommer wurde mit Pferdefuhrwerken losgefahren, Ullrichs Verwandte verkauften Vorhänge, oder reparierten Musikinstrumente, Regenschirme usw. Noch im Kindesalter übersiedelte er in den 8. Bezirk, wo er später begann, sich für Kunst und Kultur zu interessieren.

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Rege Beteiligung des Publikums an der Diskussion.

Nach einer Fragerunde aus dem Publikum an die ZeitzeugInnen schloss Heidi Sequenz, Mitbegründerin der Gedenkplattform und Klubobfrau der Donaustädter Grünen, den Abend mit einem Ausblick ab: Ihre SchülerInnen (sie unterrichtet in einem Gymnasium im 22. Bezirk) hätten bereits Interesse an einer vorwissenschaftlichen Arbeit über die Roma im Donaufeld gezeigt, und im nächsten Jahr möchte sich die Gedenkplattform mit dem einstigen „Brettldorf“ – einer Siedlung, an deren Stelle sich heute ein Teil des Donauparks, die UNO-City und der Wohnpark Donau-City befinden – beschäftigen.

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OrganisatorInnen der Gedenkplattform und ZeitzeugInnen, v.l.n.r.:
Gerhard Jordan, Willi S. Horvath, Ruzsa Nikolić-Lakatos, Mozes F. Heinschink, Alfred Ullrich, Heinz Berger und Heidi Sequenz.

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UPDATE 2018:

Am 15. Juni 2018, um 13 Uhr wurde vor der Franklinstraße Nr. 24 eine von der MA 7 (Kulturamt der Stadt Wien) gestaltete Erinnerungs-Stele mit Hinweis auf die im Bereich des Ringelseeplatzes lebenden Lovara, Sinti und Roma enthüllt.

 

Transdanubische Gärten werden „international“

Seit 2005 veranstalten die Wiener Grünen, Gemeinderätin Monika Vana und die Grüne Bildungswerkstatt alljährlich sogenannte „Central European Round Tables“, bei denen Grüne KommunalpolitikerInnen aus mittel- und osteuropäischen Ländern mit ihren KollegInnen aus Wien Erfahrungen austauschen können.

Der 9. Round Table fand vom 11.-13. Oktober 2013 statt, Gäste kamen aus Ungarn, Tschechien sowie mehreren Ländern des ehemaligen Jugoslawien (Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien).  Eines der zentralen Themen war „Urban Gardening“.

Die Floridsdorfer Bezirksrätin Gabriele Tupy gab einen Überblick über die zahlreichen und unterschiedlichen Projekte im 21. Bezirk – vom ersten Nachbarschaftsgarten in Strebersdorf über das gemeinsame Landwirtschaftsprojekt „Wilde Rauke“ beim Orasteig in Stammersdorf bis zum Nachbarschaftsgarten Broßmannplatz an der Oberen Alten Donau – und die Donaustädter Klubobfrau Heidi Sequenz informierte über den Gemeinschaftsgarten Donaucity/Kaisermühlen, ein seit 2012 umgesetztes „rot-grünes“ Projekt.

Spannend waren auch die Inputs aus dem Ausland, darunter eine Präsentation der Gemeinschaftsgarten-Projekte in Budapest durch Tamás Jakabfy, einen grünen Bezirksrat aus Józsefváros, dem 8. Bezirk, wo es zwei solche Gärten gibt, und von den beiden Zagreber Grün-BezirkrätInnen Irena Ščurić (1. Bezirk, Donji Grad/Unterstadt) und Vlasta Toth (2. Bezirk, Gornji Grad/Oberstadt) über die verschiedenen Projekte in der kroatischen Hauptstadt. Irena, die beim Kroatischen Fernsehen arbeitet und daher „Profi“ ist, hatte einen Videofilm gedreht, in dem sie zahlreiche (junge und alte) InitiatorInnen interviewte.
In der Diskussion zeigte sich, wie schnell sich die Idee von „gemeinsamem Garteln“, „urban farming“ und solidarischer Landwirtschaft europaweit verbreitet.

Am 13. Oktober gab es zum Abschluss des Treffens eine Exkursion zum Projekt Donaucity/Kaisermühlen, bei der sich die TeilnehmerInnen vor Ort ein Bild machen und mit Mitgliedern des Nachbarschaftsgartens sprechen konnten.
Ähnlich der „Autofreien Siedlung“ in der Nordmanngasse, die schon seit Jahren ein Fixpunkt für interessierte BesucherInnen aus aller Welt ist, haben nun also auch die transdanubischen Gartenprojekte internationale Beachtung erlangt.

Gerhard Jordan
Bezirksrat und Europareferent im Grünen Rathausklub

Präsentationen aus Wien-Floridsdorf und Budapest (in englischer Sprache) zum Downloaden:
Presentation Gardening Projects Vienna-Floridsdorf – 9th Round Table Vienna 2013
Presentation LMP Urban Gardening in Budapest – 9th Round Table Vienna 2013

Videofilm über Gartenprojekte in Zagreb (mit englischen Untertiteln):     TEIL 1      TEIL 2

Eindrücke vom 9. Central European Round Table  (Fotos von Manfred Itzinger, Gerhard Jordan, Heidi Sequenz und Vlasta Toth):

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Bezirksrätin Gabriele Tupy (Floridsdorf) bei ihrer Präsentation.

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Der Input von Bezirksrätin Heidi Sequenz (Donaustadt).

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Bezirksrat Tamás Jakabfy von der ungarischen Grünpartei LMP („Politik kann anders sein“) stellt die ersten vier Gemeindschaftsgartenprojekte in Budapest vor.

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Die grünen Bezirksrätinnen Irena Ščurić (mit Mikrofon) und Vlasta Toth (rechts) zeigen einen Videofilm über die Projekte in Zagreb.

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Die Diskussion mit Fragen und Beiträgen aus anderen teilnehmenden Ländern, geleitet von Leonore Gewessler (Green European Foundation, Brüssel, stehend).

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V.l.n.r.:  Die Wiener Grün-Gemeinderätin und Europasprecherin Monika Vana mit den Vortragenden Gabriele Tupy, Irena Ščurić, Vlasta Toth und Heidi Sequenz.

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Exkursion nach Kaisermühlen am 13. Oktober 2013:  Die TeilnehmerInnen vor der Skyline der „Donau-City“ (links „DC Tower 1“, rechts Harry Seidler-Wohnturm).

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Die internationale BesucherInnengruppe im Nachbarschaftsgarten Donaucity/Kaisermühlen.

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Irena Ščurić (links) interviewt Frau Romana Albrecht, ein Mitglied des Nachbarschaftsgarten-Vereins, für das Kroatische TV.

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Mit-Initiatorin Heidi Sequenz im Gemeinschaftsgarten.

Gedenken an die Jüdische Gemeinde Floridsdorf

Aus Anlass des 75. Jahrestags des „Novemberpogroms“ 1938 organisierte auch der Bezirk Floridsdorf eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an seine jüdische Gemeinde. Beim Joseph-Samuel-Bloch-Park wurde am 5. November 2013 eine „Station der Erinnerung“ enthüllt, die sowohl auf die aus Floridsdorf deportierten und anschließend ermordeten Jüdinnen und Juden als auch stellvertretend auf einige Einzelschicksale Bezug nimmt.  Eines davon ist dasjenige von Hermann Szamuel, der 1904 geboren wurde, auf dem Bruckhaufen lebte und 1938 verhaftet wurde, nachdem er sich vor den Nazis in den Donauauen versteckt hatte.  Er war zum Zeitpunkt, als er festgenommen wurde (November 1938) arbeitslos und ausgesteuert. Die Familie wurde dadurch zerrissen und auch „ihrer Geschichte beraubt“.  Hermann Szamuel starb am 17. Jänner 1943 nach langem Leiden in den Lagern Buchenwald, Dachau und Auschwitz. Der nun vorhandene Gedenkstein erinnert jetzt an das „Unsichtbare“.

Neben Elisabeth Ben David-Hindler vom Verein „Steine der Erinnerung“ sprachen auch Angehörige von Hermann Szamuel, u.a. eine Enkelin, Frau Elisabeth Duschet, und zwei Urenkelinnen. Auch seine Tochter, Frau Charlotte Engler, die erst 7 Jahre alt war als ihr der Vater genommen wurde, war bei der Veranstaltung anwesend. Seitens der Bezirksvorstehung sprachen Bezirksvorsteher Heinz Lehner und seine Stellvertreterin Ilse Fitzbauer, die die Veranstaltung moderierte. Shmuel Barzilai, Kantor der Israelitischen Kultusgemeinde, sang ein jüdisches Totenlied. Anschließend erinnerte Grün-Bezirksrat Gerhard Jordan, der auch Mitarbeiter des Bezirksmuseums ist, bei einer Gedenk-Wanderung durch das Floridsdorfer Bezirkszentrum an die jüdische Gemeinde von ihren Anfängen bis zu ihrer fast völligen Vernichtung.
Vor dem Amtshaus Am Spitz wurden zum Abschluss Grablichter zur Erinnerung an die Toten angezündet.

Hier, in zwei Teilen, ein VIDEO-MITSCHNITT von „tv21.at“:          Teil 1             Teil 2

Hier einige Stimmungsbilder von der Veranstaltung: 75jahreNovemberpogrom_Floridsdorf5nov2013_BlochParkElisabethBenDavidHindlerSprechend Bezirksvorsteher Lehner (5. von links) und Elisabeth Ben David-Hindler (5. von rechts) bei ihren Ansprachen. Gedenkwanderung5nov2013_05_BlochParkStationDerErinnerung Die am 5. November 2013 eröffnete „Station der Erinnerung“ auf dem Hoßplatz. Gedenkwanderung5nov2013_04_BlochParkUrenkelinnenVonHermannSzamuel Die Urenkelinnen von Hermann Szamuel (1904-1943) sprechen über ihren Urgroßvater, von dessen Leben nur wenig bekannt ist. 75jahreNovemberpogrom_Floridsdorf5nov2013_FamilieSzamuelBeiStationDerErinnerungBlochPark Drei Generationen der Familie Szamuel vor der 2002 aufgestellten Parkbenennungstafel für Joseph Samuel Bloch. Im roten Mantel Tochter Charlotte Engler, links von ihr, mit violettem Schal und Brille, Enkelin Elisabeth Duschet. 75jahreNovemberpogrom_Floridsdorf5nov2013_IlseFitzbauerUndKantorShmuelBarzilai Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Ilse Fitzbauer mit Kantor Shmuel Barzilai. Gedenkwanderung5nov2013_07_BlochParkGerhardJordan Gerhard Jordan beim Start der Gedenk-Wanderung. Gedenkwanderung5nov2013_11_FreytaggasseGemeinderatADhansSschielVorGedenktafel Gemeinderat a.D. Hans Schiel vom „Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer“ (oben) und Gerhard Jordan (unten) sprachen vor der Gedenktafel in der Freytaggasse, die an die 1875-77 erbaute Synagoge erinnert. Gedenkwanderung5nov2013_13_FreytaggasseGerhardJordanVorGedenktafel

Ab den 1860er-Jahren verstärkte sich die Zuwanderung von Jüdinnen und Juden aus Mähren, der heutigen Slowakei und Galizien.
Der Jüdische Friedhof in der Ruthnergasse wurde 1877 eröffnet, die Kultusgemeinde 1880 gegründet. Erster Rabbiner war Joseph Samuel Bloch (1850-1923), ihm folgten Heinrich L. Reich und Moses Rosenmann. Das Vereinsleben war sehr rege. Zu den bedeutendsten Gemeindemitgliedern zählte die Familie Grünwald. Über Floridsdorf hinaus bekannt war auch der Kabarettist Fritz Heller. 1923 zählte die Gemeinde 1.676 Mitglieder.
Von jenen Familien, denen nach der Machtübernahme der Nazis die Flucht gelang, reisten mehrere nach Schanghai. Auch in den USA, Großbritannien und Israel leben ehemalige Floridsdorfer Jüdinnen und Juden bzw. deren Nachkommen.

Gedenkwanderung5nov2013_14_Angererstrasse14gerhardJordanVorArbeiterheimGedenktafel Im Haus der Begegnung (Angererstraße 14) wird an das früher an dieser Stelle befindliche Arbeiterheim erinnert, das am 7. März 1938 Schauplatz einer Versammlung von (noch in der Illegalität befindlichen) Arbeiter-Vertretern war, die sich zur Verteidigung der Unabhängigkeit Österreichs bereit erklärt haben – leider war es schon zu spät. Gedenkwanderung5nov2013_17_AmSpitzGerhardJordanSprechend
Der Platz Am Spitz und seine Umgebung war schon 1938 Schauplatz niederer Gesinnung:  sogenannte „Reibepartien“, antisemitische Schmierereien auf Geschäften mit jüdischen EigentümerInnen, „wilde“ und andere Arisierungen machten den Anfang. Todesmärsche und Hinrichtungen standen 1945 am Ende der Terrorherrschaft. Am 8. April wurden vor dem Amtshaus Major Karl Biedermann, Hauptmann Alfred Huth und Oberleutnant Rudolf Raschke, die versucht hatten, mit der Roten Armee eine kampflose Übergabe Wiens zu vereinbaren, hingerichtet. Eine Woche später hatten Sowjets Floridsdorf befreit. Gedenkwanderung5nov2013_18_AmSpitzGrableuchtenVorDemAmtshaus Die am Ende der Veranstaltung aufgestellten Grablichter beim Amtshaus erinnern an die zahlreichen Opfer des Nationalsozialismus.

(Fotos:  Susi Dietl und Heidi Sequenz)

Von Andernach lernen

Im Juni 2013 nahm eine Grün-Delegation aus Wien am Kongress „Essbare Stadt“ in Andernach am Mittelrhein teil, um sich Anregungen auch für die Arbeit vor Ort zu holen. Vor allem in Floridsdorf bestand großes Interesse an den Erfahrungen.

Aus diesem Grund berichteten Gemeinderat Rüdiger Maresch und die drei BezirksrätInnen Susi Dietl, Gabriele Tupy und Gerhard Jordan am 5. September bei einer Info-Veranstaltung, zu der über 50 BesucherInnen gekommen waren, über ihre Eindrücke aus Andernach. Sie fand im „Hopf-Haus“ in der Donaufelder Straße 241 statt, leider als letzte Veranstaltung der Floridsdorfer und Donaustädter Grünen an diesem Ort, da der sympathische Gastronomiebetrieb noch im September 2013 seine Pforten schloss und das Jugendstilgebäude abgerissen und einem Wohnbau weichen wird.

Mit einem Kurz-Video über den Andernach-Besuch wurde ein erster Eindruck gegeben, danach folgte ein Bilder-Vortrag.

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Die Floridsdorfer Grünen-Klubobfrau Susi Dietl und Gemeinderat Rüdiger Maresch

bei der Andernach- Infoveranstaltung am 5. September 2013.

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Informiert wurde über die Gemeinde Andernach (sie hat heute rund 30.000 EinwohnerInnen und gehört zu den ältesten Städten Deutschlands; derzeit werden Reste eines spätantiken Hafens freigelegt, und es finden sich zahlreiche Baudenkmäler aus dem Hochmittelalter und der frühen Neuzeit), über den Kongress selbst (den die Stadtverwaltung einberufen hat, weil sie sich der Anfragen und Einladungen „nicht mehr erwehren konnte“) und über die Schritte, welche der engagierte Bürgermeister Achim Hütten und sein Team seit 2010 in Andernach gesetzt haben – vom Permakultur-Projekt der „Perspektive gemeinnützigen GmbH“, in dem auch Langzeitarbeitslose ausgebildet werden, über die Gemüsebeete und Obstbäume die an Freiflächen im historischen Teil der Stadt gepflanzt wurden, bis hin zum „FaiRegio“-Laden und zu Aktivitäten mit denen die Bevölkerung einen Beitrag zur „Essbaren Stadt“ leisten kann (z.B. Wirtschaftstreibende, die Töpfe mit Gemüsepflanzen in oder vor ihre Geschäfte stellen, oder Schulklassen die Gemüse- und Kräuterbeete anlegen).

In der lebhaften Diskussion wurde immer wieder der Wunsch geäußert, die Potenziale in „Transdanubien“ stärker zu nutzen.  Erste Ansätze – vom Nachbarschaftsgarten am Broßmannplatz, den die Gebietsbetreuung Floridsdorf initiiert hat, bis zum Landwirtschaftsprojekt „Wilde Rauke“ in Stammersdorf, bei dem auch Bezirksrätin Gabriele Tupy engagiert ist – gibt es bereits.  Eine Vision wäre der Aufbau eines „Sozialökonomischen Betriebs“ ähnlich der Andernacher „Perspektive gGmbH“ in Wien, der sich mit „urban farming“ beschäftigt.

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Die BezirksrätInnen Gabriele Tupy und Gerhard Jordan schildern ihre Eindrücke.

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Von Andernach lernen kann die Politik jedenfalls eines:   Wenn es eine Vision gibt und deren Umsetzung mit Schwung angegangen wird – wie es der Andernacher Bürgermeister tat, der seine BeamtInnen und MitarbeiterInnen begeisterte und motivierte -, dann kann ein Projekt zum „Selbstläufer“ werden.  Andernach ist heute weltweit durch das Konzept „Essbare Stadt“ bekannt, das fast eine „Trade Mark“ geworden ist, obwohl ähnliche Ideen auch in anderen Städten, z.B. Kassel, entwickelt und in Form von Projekten umgesetzt wurden.

Auch wir in Donaufeld haben (Wohn-)Projekte, die international bekannt sind und immer wieder besucht werden. Der ganze Bezirksteil könnte in seiner Entwicklung davon profitieren, wenn sich die EntscheidungsträgerInnen dieser Qualitäten und der vorhandenen Ideen der Bevölkerung stärker bedienen würden.

WEITERE INFORMATIONEN:

VIDEO vom Andernach-Besuch auf „You Tube“:
http://www.youtube.com/watch?v=pjFopuaE81E&feature=youtube_gdata

Der Bilder-Vortrag vom 5. 9. 2013 zum Downloaden:
Bilder Aus Andernach Vortrag 5. September 2013

Eindrücke aus Andernach,  Gemeinderat Rüdiger Maresch’s  Blog

Video: „An 1938 erinnern – für heute daraus lernen!“

55-min. Mitschnitt der  Kundgebung „An 1938 erinnern – für heute daraus lernen!“ vom Dienstag, 12. März 2013, am Platz vor der Donaucity-Kirche, 1220 Wien.

Mit Redebeiträgen von:  Pater Albert Gabriel (Pfarre Donaucity), Friedl Garscha (Wiener KZ-Verband), Cécile Cordon (Autorin, ehemalige Gemeinderätin), Georg Högelsberger (Schüler_innenvertreter), Dora Schimanko (Zeitzeugin), Elisabeth Ben David Hindler (Verein „Steine der Erinnerung“), Albrecht Konecny (ehemaliger Nationalrat, Bundesrat und Europaparlamentsabgeordneter).

Moderation:  Heidi Sequenz (Überparteiliche Plattform „12. März“).


Video: Saubere Politik für Österreich

45-min. Ausschnitt aus der  zweistündigen Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Saubere Politik für Österreich“ mit NR-Abg. Werner Kogler vom Dienstag, den 12. Februar 2013 um 18:30 Uhr im “Hopf-Haus” (Donaustadt).