Eindrucksvolles Kunstprojekt in Donaufeld

Bereits im Oktober fand die erste Sitzung des „Parlaments der Organismen“, einer innovativen Performance der internationalen KünstlerInnengruppe „Club Real“ in einem leer stehenden ehemaligen Gewächshaus an der Nordmanngasse statt. Das von „Kunst im öffentlichen Raum“ (KÖR) geförderte Projekt „Jenseits der Natur – Volksherrschaft im Garten“ im Überschneidungsbereich von Kunst, Politik, Natur und Landwirtschaft läuft bis Herbst 2019.

Am 6. Oktober 2018 startete die international besetzte Performance von „Club Real“ mit der Eröffnung der ersten Sitzung des „Parlaments der Organismen“ im ehemaligen Gewächshaus in der Nordmanngasse 60. Zum Geleit sprachen Martina Taig von der Geschäftsführung von „Kunst im öffentlichen Raum“ (KÖR), Bezirksrätin Astrid Pany in Vertretung von Bezirksvorsteher Georg Papai und Hannes Anbelang (Georg Reinhardt) von der Universität Helsinki, wobei letztere Rede bereits Teil der Performance war.

Das Team von „Club Real“ inszeniert gemeinsam mit ExpertInnen, Profi- und Laiendarstellerlnnen im Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld die Auseinandersetzung der Lebewesen – die sich im Rahmen der Performance zu Parteien formieren – um den umkämpften Naturraum. In einer vielschichtigen Darstellung wird nicht nur der Kampf der Pflanzen und Tiere um ihren Platz in der sich stark wandelnden Umwelt auf der einen Ebene dargestellt, sondern als metaphorische Überlagerung auch auf Verdrängungsprozesse in der menschlichen Gesellschaft, insbesondere im Zusammenhang mit der Mobilität von Menschen hingewiesen: Lebewesen versuchen die politische Macht über ihren Lebensraum zu erlangen und verteidigen diese gegen andere. Es wurden Konflikte zwischen alteingesessenen und neu angesiedelten Pflanzen abgehandelt, und das Recht auf Asyl von Organismen, die in Wien oder Niederösterreich vom Aussterben bedroht sind, wurde diskutiert und entschieden.


Die Angelobung der „ParlamentarierInnen“ im „Parlament der Organismen“  (Fotos: Heinz Berger).

Am 26. Oktober fand dann als zweite öffentliche Performance der „Tag der Gartenexekutive“ statt, und am 14. Dezember als Weihnachtsfeier ein Treffen mit den „ParlamentarierInnen“ zu einem „Volksentscheid über die Entwürfe zum geplanten Denkmal für die 20.000 Salatköpfe“ bei Glühwein im ehemaligen Glashaus.

Die zweite Sitzung des „Gartenparlaments“, wird am 11. Mai 2019 um 16:30 Uhr wieder im Gewächshaus der „Volksherrschaft im Garten“ in der Nordmanngasse 60 stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Heinz Berger

 

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Stadterweiterung Donaufeld: Stand der Planungen

Am 25. September 2018 fand beim Info-Container des Stadtteilmanagement Donaufeld der Gebietsbetreuung Wien-Nord eine Info-Veranstaltung statt, bei der DI René Ziegler vom Büro „raumposition“, ein Mitarbeiter des Stadtplaners Prof. Rudolf Scheuvens, über die nächsten Schritte berichtete.

Der Großteil des in der ersten Etappe (die Widmung wurde am 15. Dezember 2017 vom Gemeinderat beschlossen) zu entwickelnden Gebietes gehört dem Wohnfonds. Zu Beginn des Jahres 2019 erfolgt die Ausschreibung eines Bauträgerwettbewerbs, die eingereichten Projekte werden – anonymisiert – im Herbst von einer 14-köpfigen Jury, in der u.a. auch der Vorsitzende des Fachbeirats der IBA 2022 (Internationale Bauausstellung) vertreten sein wird, bewertet. Die Ergebnisse werden dann von der Gebietsbetreuung auch vor Ort ausgestellt werden.

Danach werden Bauplätze (10 bis 12) den einzelnen Bauträgern, die jeweils mit Architekturbüros zusammenarbeiten, zugeteilt bzw. an diese verkauft.

In einer zweiten, „dialogischen“ Stufe des Verfahrens werden die GewinnerInnen sowie einzelne Bauträger die bereits jetzt Grundstücke im Zielgebiet besitzen, eingeladen und deren Planungen und Konzepte aufeinander abgestimmt, damit bei Aspekten wie Beschattung, Durchlässigkeit usw. die Qualität gewährleitstet bleibt.

Für einzelne Zonen innerhalb der Bauplätze können sich auch Baugruppen bewerben.

Die „Charta Donaufeld“, entstanden aus den im Beteiligungsverfahren von 2014 bis 2018 eingebrachten Anregungen der BürgerInnen, wird den Unterlagen der Ausschreibung als Beilage mitgegeben – wobei hier durchaus etwas mehr Verbindlichkeit wünschenswert wäre!

Die meisten der entstehenden Wohnungen werden gefördert sein (Förderungen erhalten nur jene Bauträger, die sich am Wettbewerb beteiligen). Die ersten neuen Wohnungen dürften, so der Zeitplan eingehalten werden kann, ab 2020 errichtet und Ende 2021/Anfang 2022 bezogen werden.

Ab Frühjahr 2019 wird der Infopoint der Gebietsbetreuung GB*nord wieder an jedem Dienstag von 16 bis 18 Uhr besetzt sein. Bei dem Container Ecke An der Schanze/Dückegasse können dann Anliegen und Anregungen direkt eingebracht werden.  E-Mail:  nord@gbstern.at .

Gerhard Jordan

 


Interessierte BürgerInnen beim „Impulstag“ der Gebietsbetreuung mit René Ziegler am 25. September 2018.  (Fotos: G.J.)

 

„Donaufeld wird am meisten geliebt“ – Gespräch mit der GB*nord

Die Organisation der Beteiligung rund um das Entstehen des Stadtentwicklungsgebiets Donaufeld ging mit Anfang 2018 vom Büro „stadtland“ auf die „Gebietsbetreuung Stadterneuerung“ über. Gerhard Jordan sprach mit DIin Angela Salchegger und Mag.a Magdalena Hubauer vom GB*-Team über deren Vorhaben.

GJ: Was ist Ihr Zugang zum Donaufeld und seiner Entwicklung?

AS: Ich wohne eigentlich im 2. Bezirk, komme aber aus der Landschaftsplanung. In diesem Bereich habe ich mich vor sechs Jahren selbständig gemacht, mit dem Büro „stadtluft“. Bisher habe ich bei der Gebietsbetreuung Stadterneuerung für die Bezirke 9, 17 und 18 mitgearbeitet, jetzt wurde die Gebietsbetreuung Stadterneuerung für die Bezirke 21 und 22 neu ausgeschrieben und wir haben uns beworben. Unser Auftrag kommt von der MA 25 und gilt für drei Jahre, wobei eine Verlängerung möglich ist.
Die Bezirke jenseits der Donau sind die spannendsten – es gibt sowohl gewachsene Strukturen, wie jene rund um den Spitz, als auch viele große Bauvorhaben wie „Neu-Leopoldau“ im ehemaligen Gaswerk oder das Gebiet Berresgasse in der Donaustadt. Wir sind ein 15-köpfiges Team, das viele Kompetenzbereiche abdeckt – neben Stadtentwicklung und dem Sozialthema auch digitale Partizipation, neue Medien, Raumplanung, usw.

MH: Ich war bisher im Quartiersmanagement der Caritas aktiv, jetzt im 21. und 22. Bezirk.


Magdalena Hubauer (l.) und Angela Salchegger (r.) bei einem Vortrag in der „Autofreien Siedlung“ am 26. Mai 2018  (Fotos: Gerhard Jordan).

Wo sind Sie zu finden?

AS: Wir sind im April vom Lokal der bisherigen GB*21 im Dag-Hammerskjöld-Hof auf den Floridsdorfer Markt übersiedelt, in das Lokal eines ehemaligen Gasthauses im Schlingerhof. Das Lokal ist groß, und es kann auch von der Bevölkerung niederschwellig mitgenutzt werden. Wir bieten kostenlose Mietrechts-Beratung, sowohl für BewohnerInnen von privaten als auch von Genossenschaftswohnungen, stehen gerne auch mit Tipps zur Grün- und Freiraumplanung zur Verfügung. Regelmäßig findet gemeinsames Kochen am Markt statt, wir führen aber auch Projekte mit SchülerInnen durch.

MH: Was Donaufeld betrifft, so öffnet ab Ende Juni auch wieder der „Infopoint“, ein Container an der Ecke Dückegasse/An der Schanze. Jeden Dienstag stehen wir von 16-18 Uhr vor Ort für Fragen zur Verfügung und informieren über aktuelle Entwicklungen. Wir initiieren „Impuls-Tage“, organisieren spannende Veranstaltungen und bieten auch Stadtspaziergänge zu unterschiedlichen Thematiken an.

Was ist das Besondere an Donaufeld aus Ihrer Sicht?

AS: Wir haben den Eindruck, dass es in Donaufeld eine viel größere emotionale Verbindung zum eigenen Grätzl gibt als in anderen Bezirksteilen. Es gibt hier viele „tolle NachbarInnen“, die wir in diesem Prozess begleiten möchten. Die alten und neuen Stadtteile müssen sich mehr verzahnen, auch die alten sollen von den neuen Entwicklungen profitieren. Unsere Aufgabe ist es, Sorgen und Ideen aufzugreifen und Anregungen z.B. zur Gestaltung des öffentlichen Raums zu fördern und an richtiger Stelle zu deponieren.

MH: Donaufeld wird am meisten geliebt, das ist uns aufgefallen. Die gute Luft, die Gärtnereien, die ländliche Umgebung. Das wird als „Schatz“ gesehen. Wir wollen das Wissen über diese Identität weiter tragen.

Danke für das Gespräch und viel Erfolg bei Ihrer Tätigkeit.


Bei der Wieder-Eröffnung des Info-Containers am 26. Juni 2018 verhinderte Regen die Kräuterwanderung. Doch es kamen trotzdem Interessierte, um sich über die Entwicklung im Donaufeld zu informieren.

 

Donaufeld-Widmung beschlossen – Grünzug gesichert!

Mit dem Beschluss des Gemeinderats über das Plandokument Nr. 8130 am 15. Dezember 2017, das die Umwidmung des Stadterweiterungsgebietes westlich der Dückegasse beinhaltet, trat eines der größten Planungs-Projekte links der Donau in eine entscheidende Phase ein. Mehrere Jahre hindurch wurden Leitbilder und Konzepte diskutiert, und hunderte BürgerInnen brachten sich bei einem Beteiligungsverfahren ein.

Die nunmehrige Widmung ermöglicht vorerst den Bau von rund 1.300 Wohnungen nördlich des Drygalskiwegs.


Der Bereich zwischen An der Schanze, Dückegasse, Drygalskiweg und Grünzug wird zuerst entwickelt  (Fotos: G. Jordan).

Was aber das Entscheidende ist:  Ein rund 14 Hektar großer zentraler Grünzug zwischen Donaufelder Straße und Alter Donau wird ebenfalls gewidmet, und zwar großteils als „Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel“!
Damit geht eine der zentralen Forderungen von BürgerInneninitiativen und Grünen in Erfüllung.

Die GEMEINDERATS-DEBATTE , kurz zusammengefasst von Gerhard Jordan

Zeitpunkt:  Freitag, 15.12.2017,  ab ca. 23:30 Uhr.

ZuhörerInnen:  (fast) keine.

Wortmeldungen:  Gemeinderat Stefan Gara (NEOS), GR Christoph Chorherr (GRÜNE), GR Michael Niegl (FPÖ), GR Rüdiger Maresch (GRÜNE).

Kritik von NEOS und FPÖ:  u.a. zu wenige Schulplätze und Gesundheitsversorgung, zu dichte Bebauung, zu wenige Parkplätze, keine Beachtung des Zustandes der Alten Donau, die Straßenbahnlinie 25 kommt zu spät.

FPÖ-Sager:  Autofreie Siedlungen sind Leitbilder einer linksideologischen Hippiebewegung; der Zuzug bringt keinen Wert, er erfolgt ausschließlich ins Sozialsystem.

Chorherr/GRÜNE:   Der bereits eröffnete Schulcampus Attemsgasse deckt die Bildungs-Infrastruktur ab. Zentral ist der Grünzug, doppelt so groß wie der Stadtpark.  Das Mobilitätskonzept ist zukunftsweisend, es soll urbane Qualitäten geben, auch ein Baugruppenprojekt. Die Mitwirkung der BürgerInnen war wichtig.

Maresch/GRÜNE:   Die FPÖ war bei den Beteiligungs-Angeboten nicht anwesend. Die Förderung von Gemeinschaftsgärten ist wichtig, positive Beispiele in der Umgebung sind das Paradeisgartl“, und auch die Gärtnerei Bioschanze. Im ÖV neue Wege gehen, Services wie die Mobilitätsmappe anbieten.

Beschlussantrag von Grün-Rot:  u.a. abgestufte Höhenentwicklung zu den bestehenden Siedlungen, ein Bauplatz für ein Baugruppenprojekt, Einrichtung eines Quartiersmanagements, Berücksichtigung eines Gewässerbiotops im Grünzug, öffentliche Zugänglichkeit nicht genutzter Grünflächen des Wohnfonds Wien.
Mehrheitlich angenommen (SPÖ, GRÜNE dafür; FPÖ, ÖVP, NEOS dagegen).

Zusätzliches Grün

In einem Abänderungsantrag zum Plandokument wurde außerdem (mit rot-grüner Mehrheit) beschlossen, in einem kleinen Bereich An der Schanze, in der Nähe der Brombeerplantage, ein Strukturgebiet einzurichten, das nur gemeinsam entwickelt werden kann. Sollten sich die GrundbesitzerInnen also nicht auf eine gemeinsame Vorgangsweise einigen, so bleibt der Status Quo – ohne neue Verbauung – bestehen.

Gegenüber dem in der Öffentlichen Auflage (27. April bis 8. Juni 2017) präsentierten Entwurf des Plandokuments wird in einem Bereich, der dort mit Bauklasse III festgelegt war, nunmehr eine gärtnerisch auszugestaltende Fläche festgelegt.
Dem Beschlussantrag (Faksimile oben) folgend, wird der Wohnfonds Wien den ihm gehörenden Teil – der derzeit weder landwirtschaftlich genutzt noch in nächster Zeit für einen Wohnbau benötigt wird – öffentlich zugänglich belassen.


Diese außerhalb des neu gewidmeten Grünzugs (an dessen Ostgrenze) liegende Grünfläche, im Besitz des Wohnfonds, wird bis auf Weiteres unbebaut und öffentlich zugänglich bleiben.

Kleingartenanlage An der Schanze erhält Ganzjähriges Wohnen

Die Kleingartenanlage zwischen Drygalskiweg und An der Schanze, eine Gruppe des Vereins „Donaufelder Kleingärtner“, wird von „Ekl“ auf „Eklw“ umgewidmet, also für ganzjähriges Wohnen. Diesem Wunsch war schon im Planungsausschuss des Gemeinderats am 29. November 2017 entgegengekommen worden – was der FPÖ entgangen sein dürfte, weil sie in einem eigenen Beschlussantrag (der gegen die Stimmen von FPÖ und NEOS abgelehnt wurde) u.a. genau dies forderte.


Die Kleingartenanlage im Bereich An der Schanze erhielt eine „Eklw“-Widmung.

Abgestufte Höhenentwicklung

Gegenüber, also östlich des Weges der Kleingartenanlage, wird die unmittelbar angrenzende Bebauung mit 9,5 Meter Traufenhöhe beschränkt. Der im Beteiligungsverfahren mehrfach geäußerte Wunsch nach einer abgestuften Höhenentwicklung zu den Siedlungsgebieten hin wird auch am Drygalskiweg berücksichtigt:  Gegenüber der GESIBA-Reihenhausanlage Weinwurmweg 1 beträgt die Traufenhöhe 7,5 Meter (was einer beschränkten Bauklasse I entspricht), im östlichsten Abschnitt, gegenüber Nr. 22, also der Nordseite der „Glorit“-Wohnanlage Siebeckstraße 2a, wurde Bauklasse II festgelegt (in der öffentlichen Auflage war es noch Bauklasse III gewesen).


Gewässerbiotop und Baugruppenprojekt

Die im Beschlussantrag enthaltene Berücksichtigung eines Gewässerbiotops im nördlichen Teil des künftigen Grünzugs zur Entlastung des Nutzungsdruckes auf die Alte Donau ging auf einen Grün-Antrag zurück, der in der Bezirksvertretungssitzung Floridsdorf am 14. September 2016 mehrheitlich beschlossen wurde (übrigens gegen die Stimmen der FPÖ, der die Alte Donau angeblich am Herzen liegt).

Der Wunsch nach Baugruppenprojekten kam aus der Bevölkerung und wird von zahlreichen interessierten DonaufelderInnen geteilt, es gab dazu bereits am 20. Februar 2015 eine gut besuchte Informationsveranstaltung in der „Autofreien Mustersiedlung“.
Mehr Infos unter  http://baugruppen-donaufeld.at/ .


Schul-Standorte

In der Diskussion im Gemeinderat wurde auch die mangelnde Schul-Versorgung des Gebietes kritisiert. Doch die Widmung erfolgte bewusst erst nach der Fertigstellung des von „querkraft architekten“ konzipierten Bildungscampus Attemsgasse 22, der mit Beginn des Schuljahres 2017/18 seinen Betrieb aufnahm. Er deckt die Versorgung des östlichen Teiles des Stadtentwicklungsgebietes ab. Im Norden – Donaufelder Straße 77 – gibt es bereits seit 2013 den Campus Donaufeld.  Ein weiterer Bildungscampus ist mittelfristig im sogenannten „Ereignisband“ des Stadterweiterungsgebietes vorgesehen, und zwar westlich des Grünzugs (in jenem Gebiet, das als nächster Schritt in den kommenden Jahren umgewidmet werden soll).


Der Bildungscampus Attemsgasse wurde im September 2017 eröffnet.

Beteiligung

Viele der nunmehrigen Verbesserungen wurden im Rahmen des mehrjährigen Beteiligungsprozesses von aktiven BürgerInnen vorgeschlagen und führten zur Erarbeitung eines Mobilitäts- und eines Freiraumkonzeptes, sowie zur Sammlung der Ideen in der „Charta Donaufeld“.

 

 

Bilanz des Donaufeld-Beteiligungsprozesses

Am 16. Dezember 2017 fand beim „Info-Container“ Ecke Dückegasse/An der Schanze die Abschluss-Veranstaltung eines seit Herbst 2013 laufenden intensiven Beteiligungs-Verfahrens in Form einer „Finissage“ statt. Das Team des LandschaftsplanerInnen-Büros „stadtland“ verabschiedete sich bei den interessierten DonaufelderInnen, die sie in den letzten Jahren mit Ideen, Engagement und Kritik begleitet hatten.


Vorweihnachtliche „Finissage“ am 16. Dezember 2017:  Die letzte Veranstaltung im „Info-Container“ an der Dückegasse  (Foto: G. Jordan).

Auf verschiedenste Weise wurden Themen angesprochen und diskutiert – von Verkehr und Wohnen bis zu Zusammenleben und Umweltschutz. Dabei wurden durchaus auch kontroverse Fragen wie jene der Baudichte oder der Sicherstellung öffentlicher Grün- und Freiräume angesprochen.

Am 18. Oktober 2017 beispielsweise wurde über das in Deutschland entstandene Instrument der „Internationalen Bauausstellung“ (IBA), das nun auch in Österreich – u.a. mit einem Projektgebiet im Donaufeld – zur Anwendung kommen soll, informiert.

Univ.-Prof. DI Rudolf Scheuvens, Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien, präsentierte „best practices“ aus dem Ausland, von historischen Beispielen (Werkbundsiedlung Weißenhof in Stuttgart) bis zu aktuellen wie dem  „Energiebunker“  im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, wo in den Jahren 2010-13 im Rahmen einer IBA ein Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg zu einem regenerativen Kraftwerk umgebaut wurde.

DI Kurt Hofstetter, der stellvertretende Leiter des Teams der „IBA_Wien 2022“, referierte über Beispiele des sozialen Wohnbaus in Wien, erwähnte die Herausforderungen (z.B. Wachstum der Stadt und steigende Grundstückspreise), stellte die Struktur der IBA und den Zeitplan (2020 eine Zwischenpräsentation, 2022 Präsentation der Ergebnisse) vor. Es soll nicht nur um die Errichtung von Wohnungen gehen, sondern vor allem auch um soziale Qualitäten (Leistbarkeit, Gemeinwesenarbeit, Beteiligung, Schulprojekte, Angebote für Junge und Alte, etc.) und um gesellschaftliche Innovation.


Prof. Rudolf Scheuvens (oben) und DI Kurt Hofstetter (unten) bei der IBA-Informationsveranstaltung am 18. Oktober 2017  (Fotos: G. Jordan).

Die Bilanz des Beteiligungsprozesses kann sich sehen lassen:

Insgesamt hatten mehrere Dutzend Feldvorlesungen, Info-Veranstaltungen, Runde Tische und Workshops, ja sogar Grätzlspaziergänge (z.B. „Essbares Donaufeld“  am 20. September 2015), stattgefunden.


Exkursion „Essbares Donaufeld“ am 20. September 2015:  Besuch bei Biobauer Florian Kothny (Mitte) von der Gärtnerei „Bioschanze“, An der Schanze 17 (Foto: G. Jordan).

Engagierte BürgerInnen, PolitikerInnen, akademische und beamtete ExpertInnen, GrundeigentümerInnen, Wohnungssuchende und viele andere nützten die Möglichkeit, sich einzubringen und sich mit Andersdenkenden auszutauschen.
Außer in den Ferienzeiten stand auch an einem Nachmittag in der Woche eine Auskunftsperson vor Ort für Fragen zur Verfügung.

Der Weg zur „Charta Donaufeld“

Bezeichnend ist allerdings, dass von jenen rechten Parteien, die in der Bezirksvertretung (am 14. Juni 2017) und im Gemeinderat (am 15. Dezember 2017) gegen die Donaufeld-Widmung – Plandokument Nr. 8130 – gestimmt haben, kaum jemand bei den Veranstaltungen zu sehen war.

Nur so ist es erklärbar, dass von dieser Seite z.B. ein Mobilitätskonzept gefordert wurde, das es längst gab und das sogar mehrfach vorgestellt und öffentlich mit Interessierten diskutiert wurde (z.B. am 13. Dezember 2016 im Haus der Begegnung Floridsdorf), oder dass die fehlende Prüfung der Auswirkungen des Stadtentwicklungsgebiets auf die Alte Donau beklagt wurde, obwohl am 3. Juni 2015 genau zu diesem Thema eine Veranstaltung und Diskussion mit dem Input eines Fachexperten der MA 45 stattgefunden hatte.


DI Dr. Thomas Ofenböck (MA 45) bei der Veranstaltung zum Thema „Alte Donau“ am 3. Juni 2015  (Foto: Anna Karall).

Am Ende des Prozesses steht eine Sammlung der Ideen und Anregungen, die zu einer  „Charta Donaufeld“  zusammengefasst und im November 2017 in Form einer Ausstellung präsentiert wurde.


Tafel der „Charta Donaufeld“-Ausstellung  am 11. November 2017  (Foto: G. Jordan).

Ab 2018 wird ein Quartiersmanagement, das sich aus MitarbeiterInnen der Gebietsbetreuung GB*9/17/18 und der „Caritas Stadtteilarbeit“ gebildet hat, den Prozess weiterführen und hoffentlich auf den Ergebnissen und Erfahrungen aufbauen.

An dieser Stelle ein DANKE für das Engagement, die Geduld und die positive Einstellung des „stadtland“-Teams!


Das Team von „stadtland“, v.l.n.r.:  Christina Kirchmair, Herbert Bork und Philip Krassnitzer  (Foto: G. Jordan).

Donaufeld-Widmung: Heftige Diskussion über Bezirks-Stellungnahme

Am 14. Juni 2017 befasste sich die Bezirksvertretung Floridsdorf mit der Stellungnahme des Bezirks zum  Plandokument Nr. 8130,  das den östlichen Teil des Stadterweiterungsgebiets Donaufeld umfasst.

Es gab eine heftige und kontroverse Diskussion, das Abstimmungverhalten war jedoch leider zum Teil taktisch motiviert.


Die Floridsdorfer Bezirksvertretung diskutierte die Widmung für den ersten Teil des Stadterweiterungsgebiets Donaufeld.

Eine Stellungnahme, die Resultat von Vorberatungen im Bezirks-Bauausschuss am 30. Mai und am 14. Juni, also vor der Bezirksvertretungssitzung, war, und mehrere konkrete Punkte enthielt, die auch auf Verbesserungen der urbanen Qualität (und sogar auf eine teilweise Vergrößerung des zentralen Grünzugs) hinausliefen, wurde von den Oppositionsparteien mit einem Gegenantrag – der eine insgesamt wesentlich „dünnere“ Stellungnahme beinhaltete – verhindert. Da der von der FPÖ eingebrachte Antrag ohne Vorankündigung erst in der Sitzung selbst (!) gestellt und verteilt wurde, gab es nicht einmal die Möglichkeit, ihn ausführlich zu diskutieren. Auch bei den zahlreichen Veranstaltungen des Beteiligungsverfahrens zum Leitbild Donaufeld wurde die Gelegenheit, sich zu informieren und Ideen einzubringen, von den rechten Parteien selten bis kaum wahrgenommen.


Der Bereich westlich der Dückegasse ist Gegenstand von Plandokument Nr. 8130.

Die Abstimmung endete mit dem denkbar knappen Ergebnis von 29:28 Stimmen. Für den Gegenantrag stimmten 22 FPÖ-, 3 WIFF-, 2 ÖVP- und 2 NEOS-BezirksrätInnen, dagegen 23 SPÖ- und 4 GRÜNE-MandatarInnen sowie ein fraktionsloser Bezirksrat.  Dadurch konnte über den Vorschlag des Bauausschusses und über einen Zusatzantrag von GRÜNE-Bezirksrätin Gabriele Tupy auf Abhaltung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nicht mehr abgestimmt werden.
Zwar ist eine solche im konkreten Fall nicht zwingend vorgeschrieben, auf freiwilliger Basis könnte aber z.B. der Projektwerber (also der Wohnfonds als Grundbesitzer) einen Feststellungsbescheid beantragen.
Die weitere Entscheidung über die Flächenwidmung und die Stellungnahme liegt nunmehr beim Gemeinderat.

Ein Kurzbericht über die Debatte in der Bezirksvertretung ist auf der  Website der Grünen Floridsdorf  zu finden.
Die Vorschläge aus der ersten Phase des Beteiligungsverfahrens wurden 2016 in einem sehr informativen  Bericht  veröffentlicht.
Eine Stellungnahme zum Plandokument hat auch die  Initiative Donaufeld  abgegeben.

Die beiden in der Bezirksvertretung behandelten Stellungnahmen vom 14. Juni 2017 im Wortlaut:

 

 

Frühjahr 2017: Es tut sich was in Donaufeld

Grüne „Radrettung“

Alle Jahre wieder freuen sich RadlerInnen auf die „Grüne Radrettung“ – ein  Gratis-Fahrradcheck, der von den Wiener Grünen an zahlreichen Plätzen der Stadt von Frühjahr bis Herbst angeboten wird. Auch der 21. Bezirk ist stets dabei.  Am 29. April waren die FahrradmechanikerInnen beim „Campus Donaufeld“ in der Donaufelder Straße 73 im Einsatz und hatten alle Hände voll zu tun.


Alle Hände voll zu tun für die „Radrettung“  (Fotos: Grüne Floridsdorf).


Besuch in der „Autofreien Mustersiedlung“

In der „Autofreien Mustersiedlung“, Nordmanngasse 25-27, haben wieder die an einem Samstag im Monat abgehaltenen  Ab Hof-Märkte  begonnen. Ende April besuchte eine Gruppe von Abgeordneten aus der Region Stuttgart, die sich Wohnprojekte in Wien (u.a. die Seestadt Aspern) ansah, die AFS und wurde von der engagierten Bewohnerin Gerda Daniel durch die Anlage geführt – vom Keller bis zum Dach. 20 Jahre nach der Grundsteinlegung ist das internationale Interesse an diesem Projekt immer noch ungebrochen.


Ausstellung über geplante Umwidmung

Der Entwurf der  neuen Flächenwidmung  für den Bereich westlich der Dückegasse – also die erste Phase des Stadtentwicklungsgebiets Donaufeld, im östlichen Teil der Leopoldauer Haide, ging am 27. April 2017 in die öffentliche Auflage, die bis 8. Juni dauert. In dieser Zeit können alle Interessierten ihre Stellungnahmen abgeben, auch online.


Am 4. und 5. Mai wurde am „Infopoint“ des Beteiligungsverfahrens, Ecke An der Schanze/Dückegasse, eine Ausstellung mit den Plänen gezeigt, die an diesen beiden Tagen von über 200 Interessierten besucht wurde. Auch ExpertInnen der Magistratsabteilung 21 standen für Auskünfte zur Verfügung.

 

Grätzl-Rundgang Mühlschüttel

Ein bezirksgeschichtlicher Grätzlrundgang mit Gerhard Jordan durch den Mühlschüttel, veranstaltet vom  Bildungszentrum Floridsdorf  am 25. März, musste diesmal wegen des großen Interesses am 22. April wiederholt werden.


Die insgesamt rund 50 TeilnehmerInnen wurden über die Entstehung und Entwicklung des heutigen Bezirksteils informiert, durch den bis vor rund 180 Jahren noch ein kleiner Donauarm floss (dessen Verlauf am Freiligrathplatz teilweise noch im Gelände erkennbar ist), erfuhren Details über interessante Bauwerke und entdeckten einige der leider immer weniger werdenden Spuren des „alten Mühlschüttels“.

 

Runder Tisch zum Freiraumkonzept westlich der Dückegasse

Das Freiraumkonzept für die erste Entwicklungsetappe des Stadterweiterungsgebiets Donaufeld (westlich Dückegasse) war Thema des „Runden Tisches“ im Rahmen des Beteiligungsverfahrens am 16. März 2016.
Rund 30 TeilnehmerInnen diskutierten unter der Moderation von Philip Krassnitzer (Raumplanungsbüro „stadtland“) mit den ExpertInnen DI Anna Detzlhofer, deren Büro „DnD Landschaftsplanung ZT KG“ das Freiraumkonzept entworfen hat, und DI Alexander Mrkvicka von der Magistratsabteilung MA 49 (Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien), die für Gestaltung und Pflege der öffentlichen Grün- und Freiflächen verantwortlich ist.


Philip Krassnitzer vom Büro „stadtland“ bei der Einleitung  (Fotos: G. Jordan).

Anwesend waren auch die für das Zielgebiet Donaufeld zuständige Beamtin DI Susanne Fabian (MA 21) und Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Ilse Fitzbauer (SPÖ).
Zu Beginn der Veranstaltung verteilten Anna Karall und Evelyn Weber von der „Initiative Donaufeld“ ein Flugblatt, in dem die wichtigsten BI-Forderungen zusammengefasst sind.

Die Diskussion wurde, wie schon bei früheren Runden Tischen, im sogenannten „Fishbowl-Format“ geführt, d.h. dass sich jene TeilnehmerInnen, die etwas fragen oder anmerken wollten, in einen inneren Sesselkreis zu den ExpertInnen setzen konnten, während jene im Außenkreis zuhören.
Frau DI Detzlhofer stellte die Planungen bezüglich des Grünzugs vor:  Er soll, nachdem er schon „seit fast einer Generation“ in Diskussion ist, demnächst angegangen werden. Er verläuft Nord-Süd, und ein sog. „Ereignisband“ wird eine ihn querende West-Ost-Achse sein – mit Schulen, Geschäften, einer Promenade, etc.  – für „urbanes Leben“ also.


Frau DI Anna Detzlhofer erläutert die Lage von Grünzug und „Ereignisband“.

An dem Schnittpunkt dieser beiden Achsen soll ein zentraler Quartierspark entstehen, möbliert, und mit Beleuchtung (im Gegensatz zu den naturnah gestalteten und künftig als SWW-„Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel“ gewidmeten Bereichen des Grünzugs) und als „sozialer Sicherheitsraum“. Der vorhandene nutzbare Grünraum in der Umgebung des Planungsgebietes (vor allem Parks) sind nur „Einsprengsel“, wie auf einer Karte ersichtlich ist.


Die Lage der öffentlichen Parks und Grünflächen in der Umgebung des Zielgebiets.

DI Alexander Mrkvicka betonte, dass der Grünzug eine Verbindung für FußgängerInnen und RadfahrerInnen von der Alten Donau nach Norden sein soll, aber gleichzeitig auch ein Ruhe- und Erholungsraum. Die Gestaltung soll bewusst nicht im Detail festgelegt sein, um nutzungsoffen und flexibel zu sein. Es können sich da z.B. Wiesen befinden, auf denen erst später ein Selbsterntefeld entsteht, ein Nachbarschaftsgarten, o.ä.


DI Alexander Mrkwicka (MA 49) trat für Flexibilität bei der zukünftigen Nutzung ein.

Die erste Frage (und konkrete Anregung) kam von Michael Paulitsch, einem Anrainer aus der Kefedergrundgasse:  Er wünscht sich einen Weg für FußgängerInnen und RadfahrerInnen zwischen der Angyalföldstraße (Schicht-Gründe, „Paradeisgartl“) und der Donaufelder Straße neben der Anlage von „Neues Leben“ auf Nr. 115. Wenn die Stadt Wien dort einen Streifen von rund 1.000 m² ankaufen oder den EigentümerInnen einen Tausch vorschlagen würde, dann ließe sich eine öffentliche Verbindung zwischen der Hans-Czermak-Gasse und dem Grünzug südlich der Donaufelder Straße herstellen, die Umwege vermeidet.
Grün-Bezirksrat Heinz Berger appellierte, bei Entscheidungsfindungen auch VertreterInnen der BürgerInneninitiativen – als „ExpertInnen voir Ort“ – teilnehmen zu lassen, um das dort gesammelte lokale Wissen einfließen zu lassen und so den politischen und zivilgesellschaftlichen Prozess zusammenzuführen. BV-StVin Ilse Fitzbauer antwortete, dass der Bezirksvorsteher dafür keine Kompetenz habe, er könne Informationen nur weiterleiten.


Bezirksrat Heinz Berger bei seiner Wortmeldung.

Hier kurz zusammengefasst einige der angesprochenen Themen und die Antworten der ExpertInnen:

Klima:  Der Grünzug alleine wird für die Frischluft-Versorgung nicht reichen. Derzeit ist die Leopoldauer Haide eine Insel, die Kühlung bringt.
Antwort:  Auch auf Plätzen im Wohngebiet werden Bäume stehen, und die Innenhöfe der Blöcke werden begrünt.


Evelyn Weber (Initiative Donaufeld, rechts) im Gespräch mit Frau DI Detzlhofer.

Grünzug:  Welche Dimensionen hat der Grünzug? Was ist mit dem (kleineren) westlichen? Wird es Verschwenkungen geben, wenn nicht alle Grundstücke in öffentlichem Besitz sind?
Antwort: Die Breite des zentralen Grünzugs wird mindestens 30 Meter sein, für den westlichen gibt es noch keine Detailplanung. Im Endausbau soll der Grünzug jenes Gebiet umfassen das SWW gewidmet ist. Derzeit bewegt sich einiges, da der Grünzug nicht überall den Grundstücksgrenzen (z.B. von Flächen die Bauträgern gehören) entspricht.

Widmung:  Wie ist der Zeitplan für die Umwidmung?
Antwort:  Vor dem Sommer 2017 kommt die öffentliche Auflage, möglicherweise im Herbst der Beschluss im Gemeinderat, im Laufe des Jahre 2018 findet der Bauträgerwettbewerb statt. Auch „Fixstarter“, die bereits Grundflächen besitzen, müssen sich einer Jury stellen. Der Wohnfonds vergibt Förderungszusagen an jene, die Qualität anbieten.

Landwirtschaft:  Bleibt diese zum Teil erhalten?
Antwort:  Es gibt den „Agrarstrukturellen Entwicklungsplan für Wien“ (AgSTEP 2014), in dem ca. 900 Hektar als Bio-Landwirtschaftsflächen vorgesehen sind. Der Großteil liegt aber nicht im Donaufeld, sondern weiter nördlich – zwischen Bisamberg und Norbert-Scheed-Wald, und auch in der Lobau.

BürgerInnen-Anliegen:  Politiker sitzen in Aufsichtsräten von Bauträgern. Wer ist Ansprechperson für die Anliegen der BürgerInnen? Seit Beginn des Beteiligungsprozesses wurden über 2.500 Unterschriften für eine Petition gesammelt, aber es hat sich NICHTS bezüglich Dichte und Anzahl der Wohnungen verändert. Das sei demotivierend.


Elisabeth Marterbauer-Herdin, Initiatorin der Petition zur Bebauung des Donaufeldes.

Antwort:  Das Büro „stadtland“ kann Anliegen weiterleiten. Es ist ein Erfolg, dass das Format „Runder Tisch“ eingeführt wurde, dass die Widmung im Laufen ist, eine Zwischennutzung und die Information vor Ort funktioniere.

Durchwegung:  Wieso wird auf die Anschlusspunkte der Wege im Norden und Süden des Grünzugs vergessen?
Antwort:  Diese sind in der Natur noch nicht vorhanden. Die „Epk“ (Erholungsgebiet-Park) gewidmeten Flächen entlang der Oberen Alten Donau sollen in der nächsten Entwicklungsetappe frei gemacht werden.

Bodenqualität:  Die Anrainerin Elisabeth Tulla, die auf ihrer südlich der Donaufelder Straße gelegenen Streuobstwiese 23 Obstbäume gepflanzt hat (von denen 13 bereits ersetzt werden mussten) betonte die Qualität des Ackerlands im Donaufeld: der Boden sei besser als jener im Marchfeld, weil mit Pferdemist gedüngt wird und keine Pestizide verwendet werden. Sie verteilte an die TeilnehmerInnen des Runden Tisches von den Gärtnern angebauten Salat und Kräuter.
Antwort:  Der Boden wird nicht entsorgt und deponiert, sondern soll im Zuge der Umbauten in den Grünanlagen verwendet werden.

G. J.