Widerstand gegen die Hochleistungsstraße B 232

Seit vielen Jahren wehren sich engagierte AnrainerInnen und verkehrspolitisch Aktive in Floridsdorf gegen den Bau der B 232 – ein völlig veraltetes Straßenbauprojekt, das völlig unnötigerweise eine neue Verkehrslawine für Donaufeld bedeuten würde.
Am 8. September 2018 fand eine Familien-Radfahrt gegen die B232 statt.

Ausgehend von der Angyalföldstraße/Ecke Hans-Czermak-Gasse fuhren die rund 100 TeilnehmerInnen entlang der geplanten Trasse nach Norden – durch den Teresa-Tauscher-Park, die Richard-Neutra-Gasse entlang und beim Gaswerk Leopoldau vorbei bis zum Kreisverkehr Gerasdorfer Straße. Bei der 1989/90 errichteten Reihenhaussiedlung Gerasdorfer Straße 153/Draugasse, in der unter BewohnerInnen schon lange Skepsis dem Straßenprojekt gegenüber herrscht, fand die Abschlusskundgebung statt.


Start an der Ecke Angyalföldstraße (B3)/Hans-Czermak-Gasse  (Fotos: G. Jordan).


Herbert Loder (r.), einer der Sprecher der BürgerInneninitiative, in der Hans-Czermak-Gasse vor der „Schicht-Villa“.


Im Teresa-Tauscher-Park, entlang dessen Westseite eines der wenigen noch nicht errichteten B232-Teilstücke gebaut würde.


Bei der Unterführung Richard-Neutra-Gasse.


TeilnehmerInnen der Radfahrt auf einer Wiese östlich des Gaswerks Leopoldau.


Auf dem Weg nach Norden zur Gerasdorfer Straße.

Beim Kreisverkehr Gerasdorfer Straße/Draugasse.


Abschlusskundgebung bei der Siedlung Draugasse.

Auch andere BürgerInnengruppen wie die „Initiative Donaufeld treten konsequent gegen die Errichtung der B232 auf. Denn diese Nord-Süd-Einfallsschneise ins Donaufeld würde den ohnehin schon überbordenden Verkehr und damit noch mehr Lärm und Schadstoffbelastung in die Wohngebiete an der Leopoldauer Haide bringen.

Nach diversen Medienberichten um die Jahreswende („Kronenzeitung“ vom 12. Dezember 2017, „Wiener Bezirksblatt“ vom 19. Dezember 2017, „Die Floridsdorfer Zeitung“ vom 26. Jänner 2018) und Anträgen von FPÖ und SPÖ in der Bezirksvertretung vom 4. April 2018 konstituierte sich im Frühling eine neue BürgerInneninitiative gegen die B 232.

Website:  https://b232.at/

Unterschreiben gegen die B 232:  https://b232.at/unterschreiben/

Bezirksrat Heinz Berger

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B232: Bei einem Bau droht in Donaufeld ein Verkehrskollaps

Seit 2007 hat sich die „Verkehrsinitiative Donaufeld“ mit kräftiger Unterstützung der Floridsdorfer Grünen erfolgreich für eine Beruhigung des motorisierten Individualverkehrs und für einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs eingesetzt.

In überregionaler Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinitiativen (Siedlung Draugasse) wandte man sich konsequent gegen die geplante Errichtung der Bundesstraße B232, einer in den 1990er-Jahren Stück für Stück gewidmeten Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Rendezvousberg an der Landesgrenze in Stammersdorf und der B3 (Angyalföldstraße) in der Nähe des damaligen Schicht-Werks. Ihre Errichtung würde eine Einfallsschneise ins Donaufeld öffnen, die den ohnehin schon überbordenden Verkehr quer durch die Wohngebiete an der Leopoldauer Haide schleusen würde.

Da es gegen den nördlichsten Teil der Straße, an der Wohnanlage Gerasdorfer Straße 153/Draugasse vorbei, seit Jahrzehnten Widerstand gibt, existieren bis jetzt –  vom Gaswerk Leopoldau (Tauschekgasse) nach Süden – der Straßenzug Richard-Neutra-Gasse – Josef-Brazdovics-Straße, und als südlichstes Stück die Hans-Czermak-Gasse. Lediglich ein Feld entlang des Teresa-Tauscher-Parks zwischen Leopoldauer Straße und Satzingerweg, östlich der Seniorensiedlung „Fortuna“ und der „Edelstein-Siedlung“, verhindert eine „Autolawine“.


Dieses Feld – rechts im Bild der Teresa-Tauscher-Park – bildet die letzte Barriere gegen eine „Autolawine“  (Foto: Heinz Berger).

Bei Beseitigung dieses Hindernisses für den Durchzugsverkehr würde die Kreuzung Donaufelder Straße/B3, die heute bereits überlastet ist, noch vor der Besiedlung des Stadtentwicklungsgebietes Donaufeld völlig aus dem Ruder laufen, und die AnrainerInnen würden noch mehr Schadstoffen ausgesetzt.


Über die Kreuzung Hans-Czermak-Gasse/Angyalföldstraße, beim ehemaligen Areal der Schicht-Werke, würde der Durchzugsverkehr in die B3 münden  (Foto: Gerhard Jordan).

Es wäre wirklich viel vernünftiger, die derzeit von einigen Parteien in Floridsdorf – z.B. in der Bezirksvertretungssitzung am 13. Dezember 2017, anlässlich einer Widmung im Bereich Gerasdorfer Straße – wieder entfachte Diskussion über die Hochleistungsstraße gleich wieder einzustellen, und das (ohnehin kaum verfügbare) Geld für dringend notwendige soziale oder ökologische Infrastruktur zu verwenden!

Bezirksrat Heinz Berger

Satzingerweg-Befragung: Stimmen zum Ergebnis

Die  Befragung über die Anbindung des Satzingerwegs an die B3  im Bezirksteil Donaufeld im November/Dezember 2012 brachte ein klares Ergebnis:

Über 64% lehnten die Anbindung ab.

Wir holten Einschätzungen von BürgerInnen verschiedener Wohnanlagen aus dem Befragungsgebiet zu dem Ergebnis ein.

PortraitPetraAllidiBernasconi_FrauenWerkStadt2013

Petra Allidi Bernasconi,  Dipl. Soz. Pädagogin,  Carminweg 6

„Mit der Bürgerinitiative, allen voran Mag. Heinz Berger, haben wir es geschafft: Die Familien der ‚Frauen-Werk-Stadt‘ und Umgebung können ihre Freizeit weiterhin relativ verkehrsberuhigt genießen!  Was für ein Lebensgefühl!!“

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Mili Badic 2008

Mili Badic,  Shiatsu-Praktiker und Yoga-Lehrer,  Donaufelder Straße 91

 „Wir in der Wohnanlage ‚Grüne Schanze‘ sind sehr froh darüber, dass es in unserer Umgebung nicht noch lauter und gefährlicher geworden ist. Die Anbindung hätte sicher mehr Lärm und mehr giftige Abgase in unsere Nähe gebracht. Das brauchen unsere Kinder nicht und das brauchen wir Erwachsenen auch nicht. Wir haben eh schon genug mit der viel befahrenen Donaufelder Straße. Außerdem hat unsere Anlage nicht mal eine Garagenausfahrt nach hinten zum Satzingerweg!  Das klare NEIN zur Anbindung und somit NEIN zum Autoverkehr ist gleichzeitig ein JA zum Fahrrad, zu Grünflächen, zu mehr nachhaltiger Lebensqualität!  Es ist eher enttäuschend, dass die Stadt noch mehr in den Ausbau von Autoverkehr investieren will. Ich wünschte die Stadt hätte uns gefragt ob wir an einer Solaranlage/Windanlage interessiert wären. Das macht Sinn und da bin ich gerne dabei.“

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PortraitGerdaDaniel_AutofreieSiedlung2013

Gerda Daniel,  Unternehmensberaterin,  Nordmanngasse 27

„In der ‚Autofreien Siedlung‘ schätzen wir die hohe Lebensqualität ohne Auto.
Daher freue ich mich sehr über das eindeutige Ergebnis der Befragung.“

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BernhardE_PortraitFrontal

Bernhard E.,  Student,  Bessemerstraße

Die Grätzelbefragung ist für mich ein Best-Practice-Modell der BürgerInnenbeteiligung. Erstens, weil ALLE Lösungsvarianten zur Auswahl standen und nicht bloß ,Ja/Nein‘. Und zweitens weil das Ergebnis politischer Auftrag ist. Besonders freue ich mich, dass die Bessemerstraße eine ,Wohnruhelage‘ bleibt.“

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AnnaKarall_Portrait

Anna Karall,  Biologin,  Fultonstraße 26
„Entlastung vom motorisierten Individualverkehr erreicht man nicht durch Öffnung zu hochrangigen Straßen, sondern nur durch konsequentes Aufzeigen und Anbieten von umweltfreundlichen Alternativen. Deshalb ist es toll, dass die Befragten so eindeutig gegen die Öffnung des Satzingerwegs entschieden haben!“

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PortraitWolfgangMuehlegger_LeopoldauerStrasse2013

Wolfgang Mühlegger,  IT-Spezialist und Musiker,  Leopoldauer Straße 15
„Ich finde es gut und wichtig, die betroffenen Anrainer zu befragen. Von offizieller Stelle wären aber mehr Informationen wichtig gewesen.“

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PortraitReneZiegler_Bombardier2013

René Ziegler,  Bauingenieur,  Satzingerweg 8A

„Ich freue mich, dass der Satzingerweg weiterhin ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer an die B3 angeschlossen bleibt. Je mehr Bewohner des Donaufeldes sich zu Fuß und zu Rad bewegen, desto mehr Leben entsteht in unserem Grätzel.“

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Satzingerweg-Befragung: Das Ergebnis

Das Ergebnis der Befragung zur Anbindung des südlichen Satzingerwegs an die B3 steht fest:

Zugestellte Fragebögen (das Befragungsgebiet erstreckte sich ungefähr zwischen B3 und Leopoldauer Straße):  10.969

Abgegebene Stimmen:  2.300   (Beteiligung: 20,97%)

JA-Stimmen (für Anbindung):                    802 Stimmen     =    34,87%

NEIN-Stimmen (gegen Anbindung):      1.478 Stimmen     =    64,26%

ungültige Stimmen:  20  (= 0,87%)

Trotz schwieriger Bedingungen ist es engagierten AnrainerInnen und BürgerInneninitiativen gelungen, die seit der Errichtung der B3 bestehende Verkehrsberuhigung des Satzingerwegs zu verteidigen.  Die Grünen hatten sich als einzige Partei im Bezirk gegen eine Anbindung an die B3 ausgesprochen.

DonaufelderInnen sagen „NEIN“ zum Durchzugsverkehr! Befragung zum Satzingerweg mit eindrucksvollem Ergebnis

Das vorläufige Endergebnis zur Satzingerweg-Befragung steht fest:  Mit über 64% sprechen sich die Befragten eindrucksvoll gegen eine Anbindung des südlichen Satzingerwegs an die B3 aus.
Die Beteiligung betrug etwas mehr als ein Fünftel,  2.300 Fragebögen wurden zurückgeschickt. Weiterlesen

21. 11. 2012: Satzingerweg-Diskussion

News und Diskussionen zum Thema „Öffnung der B3 zum Satzingerweg“ (anlässlich der Befragung in Donaufeld)

Am 21. November 2012 fand eine Diskussion im Gemeinschaftsraum der „Autofreien Siedlung“, Nordmanngasse 25, statt.  Heinz Berger, Sprecher der „Verkehrsinitiative Donaufeld“, leitete ein. SPÖ-Klubobmann Georg Papai, der auch Anrainer des Satzingerwegs ist, präsentierte die möglichen Varianten der Anbindung.

Satzingerweg-Infoveranstaltung der Verkehrsinitiative Donaufeld am 21. November 2012

Im Anschluss gab es eine kontroverse Diskussion, an der sich neben AnrainerInnen auch PolitikerInnen von SPÖ, ÖVP und Grünen beteiligten.

Eine weitere Veranstaltung fand am 26. November 2012 im Turnsaal der Wohnanlage „Grüne Schanze“, Donaufelder Straße 91, statt.

Bei beiden ging es um inhaltliche und Verfahrensfragen der BürgerInnenbefragung zur Anbindung der B3 an den Satzingerweg.  Die Fragestellung – es wird nicht ausschließlich nach „Ja“ oder „Nein“ gefragt, sondern auch nach Varianten; von dieser zweiten Frage sind aber jene, die keine Anbindung des Satzingerwegs wollen ausgeschlossen, wodurch die „Ja“-Stimmen gewichtiger werden -, die Durchführung durch eine Privatfirma und der Zeitpunkt der Befragung (ganz knapp vor  Einführung der Straßenbahnlinie 25, die am 21. Dezember 2012 ihren Betrieb aufnehmen wird, sowie ohne die im Zuge der „Mobilitäts-Mappe“ geplante Evaluierung des Mobilitätsverhaltens im Bereich der „Bombardier-Siedlung“ abzuwarten) waren einige der Diskussionspunkte.

Es wurde von einigen TeilnehmerInnen kritisiert, dass sie keine Fragebögen zugeschickt bekommen hatten.  In der Zwischenzeit wurde eingeräumt, dass an 1.050 Wahlberechtigte (darunter die gesamte Wohnanlage „Grüne Schanze“) versehentlich kein Fragebogen verschickt wurde. Dies wird nachgeholt, und der Befragungszeitraum wird aus diesem Grund vom 17. Dezember auf den 31. Dezember 2012 verlängert.

 

Video der Verkehrsinitiative Donaufeld

Hätten Sie gerne eine Auffahrt auf eine Hochleistungsstraße unter Ihrem Balkon?

Flugblatt-Info der Grünen Floridsdorf

Haben Sie schon von der geplanten Anbindung des Satzingerwegs an die B3 gehört?

Der Satzingerweg war vor einigen Jahren eine Durchzugsstrecke. Dann wurde er verkehrsberuhigt. Jetzt planen alle anderen Parteien, diese ruhige Straße an die Bundesstraße B3 anzubinden. Das würde für ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen in Ihrem Siedlungsgebiet sorgen – und zwar AUCH in den Straßenzügen zwischen Bessemerstraße und Leopoldauer Straße!

Flugblatt Satzingerweg (Download)