Brombeeren im Herzen von Donaufeld – Porträt

Gerhard Jordan besuchte die Brombeerplantage An der Schanze und stellt den Donaufelder Gärtner Martin Freimüller vor.

Neu zugezogenen DonaufelderInnen, die ihr Grätzl „erkunden“ (besonders zu empfehlen: per Fahrrad!), oder BesucherInnen wird es schon aufgefallen sein: Wer durch die „Leopoldauer Haide“ auf der kleinen Straße „An der Schanze“ Richtung Donaustadt fährt, an der Gärtnerei „Bioschanze“ vorbei, kommt zu einem Knick im Straßenverlauf, bei dem links hinter einem Zaun ein „Wald“ aus Brombeerstauden grün leuchtet. Hier, auf Nr. 23, befindet sich die Brombeerplantage von „Stadtgärtner“ Ing. Martin Freimüller.


Martin Freimüller beim Eingang der „Brombeerplantage“  (Fotos: Gerhard Jordan).

Die Form des Grundstückes ist übrigens eine historische: Die rund 7.500 Quadratmeter große Plantage liegt genau an jener Stelle, wo im Jahr 1866, als preußische Truppen im Krieg mit Österreich Richtung Wien vorrückten, zur Verteidigung eine der zahlreichen Schanzenanlagen (deren Standorte heute an einigen Stellen des 21. Bezirks noch im Gelände zu erkennen sind) errichtet wurde. Daher auch der Name der Verkehrsfläche.

Hinter dem Eingang, neben der hölzernen Verkaufshütte, sind rechts Selbsternte-Beete mit Gemüse und Obst zu sehen, dahinter ein Holzbaldachin und ein Brunnen, links davon mehrere Reihen mit Brombeerstauden.

Wir befinden uns in einer Oase – viel Grün, reine Luft, verschiedene Arten von Schmetterlingen die um Lavendelbüsche kreisen, manchmal ein Fuchs der sich blicken lässt… – wenn nicht die nur wenige Kilometer entfernte Skyline der „Donaucity“ und der Donauturm zu sehen wären, würde man sich irgendwo auf dem Land wähnen. Und heuer, nach einigen heißen Frühlingswochen 2018, sind bereits Mitte Juni reife Himbeeren, Pfirsiche und einige Brombeeren zu entdecken!

Warum Brombeeren?

Wieso ausgerechnet Brombeeren? Martin, der am 12. Juli 40 Jahre alt wird und Vater von zwei Kindern (1 und 3 Jahre alt) ist, erzählt: „Ich stamme aus einer alteingesessenen Gärtnerfamilie. Mein Großvater hatte eine Gemüsegärtnerei an der Josef-Baumann-Gasse, wo heute die Veterinärmedizinische Universität steht, und meine Großmutter war Gärtnerin An der Schanze, auf Höhe Nr. 24. Ich habe nach dem Gymnasium in der Franklinstraße 21 die HBLFA für Gartenbau in Schönbrunn absolviert und anschließend, 1997/98, ein Jahr beim Stadtgartenamt gearbeitet. Danach habe ich eine Gartengestaltungsfirma auf dem Grundstück meiner Großmutter übernommen, die ich bis heute mit einem Partner führe. Ich wollte aber auch als ‚zweites Standbein‘ etwas machen, das mit echter landwirtschaftlicher Produktion zu tun hat, saisonal ist und außerdem originell. Da mir Brombeeren immer gut schmeckten, habe ich es einfach damit probiert.“.

Auf dem Grundstück, wo sich heute die Plantage befindet und das in Familienbesitz war, wurde bis Mitte der 1990er-Jahre Getreide angebaut, danach war es „Grünbrache“. Martin übernahm es 2013 und machte es im darauf folgenden Jahr urbar. Auch die Genehmigung für einen Brunnen erhielt er, was für die Bewässerung unabdingbar war. Grundwasser ist, dank der Donau-Nähe, ausreichend vorhanden.


Für den Anbau von Brombeeren entschied sich Martin ohne vorherige Markt-Analyse, das Risiko hat sich aber gelohnt. Heute bringen die rund 6.000 Pflanzen (neben den Brombeeren wachsen auch noch Himbeeren und verschiedene Streuobst-Sorten auf der Plantage) rund 4 bis 5 Tonnen Ertrag pro Jahr. Eine Hälfte der Brombeer-Flächen wird für Selbsternte zur Verfügung gestellt, die andere liefert die Früchte die im Verkauf an der Gasse angeboten werden.

Fixpunkt im Grätzl

KundInnen der Plantage sind inzwischen nicht nur BewohnerInnen aus Donaufeld und Umgebung, die meist auch Gemüse bei der  Gärtnerei „Bioschanze“  einkaufen, sondern sie kommen auch aus anderen Wiener Bezirken, ja sogar aus Städten wie Mödling und Krems. Um die Pflanzen vor dem Haupt-Schädling, der Brombeergallmilbe, zu schützen, verwendet Martin keine giftigen Spritzmittel, sondern behilft sich lediglich mit Netzschwefel und mit dem Entfernen alter Triebe (um neue vor Ansteckung zu bewahren). Am 4. August 2018 wird die Brombeerplantage die Bio-Zertifizierung erhalten.

In der Erntesaison, die normalerweise von Juli bis August dauert, herrscht Hochbetrieb. Auch Kindergartengruppen und Schulklassen machen manchmal Exkursionen hierher, um städtische Bio-Landwirtschaft vor Ort kennenzulernen – Interessierte können sich gerne bei Martin melden und einen Termin vereinbaren.

Was bringt die Zukunft?

„Ich hoffe natürlich, dass das Donaufeld möglichst wenig verbaut wird“, gibt Martin zu, auch wenn die Kräne östlich der Plantage immer näher rücken.

Es wird eine Aufgabe der Stadtplanung sein, zumindest Teile der landwirtschaftlichen Identität des Donaufeldes auch für die Zukunft zu erhalten – sei es durch ein Einbeziehen der bestehenden Gärtnerei „Bioschanze“ in künftige Planungen für den Westen des Stadterweiterungsgebietes, sei es durch Nachbarschaftsgärten (auch als Teile neuer Wohnanlagen), sei es durch Selbsternte-Parzellen, Streuobstwiesen etc. im Bereich des zentralen Grünzuges.
Dieser im Dezember 2017 gewidmete Grünzug ist auch ein Hoffnungsschimmer: Fast die ganze Brombeerplantage befindet sich darin – der größte Teil, im Süden, mit der Widmung „Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel“ („Sww“), ein kleinerer, im Norden, mit der Widmung „Erholungsgebiet-Park“ („Epk“). Und nachdem eine Umwidmung und Verbauung im Westen des Stadtentwicklungsgebiets, von wo meistens der Wind weht, in den nächsten Jahren noch nicht ansteht, weil zunächst der Bereich zwischen Dückegasse und Grünzug an der Reihe ist, wird die „grüne Brombeer-Oase“ wohl noch länger ihre wichtige und sympathische Nahversorger-Funktion erfüllen können.

KONTAKT:  Ing. Martin Freimüller,  E-Mail:  office@stadtgaertner.at .
Die Erntesaison – für Selbsternte und Gassenverkauf – in der Brombeerplantage (An der Schanze 23) wird 2018 bereits am 28. Juni ab 14 Uhr eröffnet!
An Dienstagen, Donnerstagen und Freitagen ist von 14-19 Uhr geöffnet, an Samstagen und Sonntagen von 9-19 Uhr. Nähere Info unter 
www.stadtgaertner.at .

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Hans-Czermak-Gasse: Beton im Landschaftsschutzgebiet

Als Anfang Mai 2018 westlich der Hans-Czermak-Gasse, gegenüber den „Schicht-Gründen“, plötzlich Straßenwalzen und Betonmischwagen auffuhren, um ein großes Stück des dort befindlichen Feldes zu versiegeln, kam bei AnrainerInnen Befremden auf.


Anfang Mai 2018:  Walzen und Betonmischwagen beginnen mit dem Versiegeln im Landschaftsschutzgebiet  (Fotos: Heinz Berger, Gerhard Jordan).

Liegt das Gebiet doch im Landschaftsschutzgebiet (Teil des Grünzugs vom Rendezvousberg zur Alten Donau) und hat die Widmung „SWW“, also Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel!

Nach einigen Tagen kam vom Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai die Information, dass laut Auskunft der ÖVW Bauträger GmbH von der von ihr beauftragten Firma Gerstl im Bereich der besagten „SWW“-Flächen, gegenüber den geplanten Bauplätzen auf den „Schicht-Gründen“, in Abstimmung mit dem Grundeigentümer ein temporäres Containerdorf errichtet werde, das bis ins Jahr 2020 (!) bestehen soll.


Blick von der (in die „Schicht-Gründe“ führenden) Adrienne-Gessner-Gasse zur Hans-Czermak-Gasse mit Betonmischwagen, Mai 2018.

Da ein solches Vorhaben auch von der MA 22-Umweltschutz bewilligt werden müsste, brachten wir für die Bezirksvertretungssitzung am 13. Juni 2018 eine Anfrage ein, in der wir wissen wollen, ob für die großflächige Entfernung des Oberbodens und für die Errichtung einer ebenso großen Schotterfläche (teilweise betoniert) für das Baucontainerdorf eine naturschutzrechtliche Genehmigung eingeholt worden ist, und ob es keinen alternativen Standort außerhalb des Landschaftsschutzgebietes gab.

Die westliche Seite der Hans-Czermak-Gasse im Juni 2018:  Der Boden ist abgetragen, ein Baucontainerdorf für die nächsten zwei Jahre bewilligt.

In der Anfragebeantwortung von Frau Stadträtin Ulli Sima wurde uns mitgeteilt, dass von der MA 22 eine (zeitlich befristete) Bewilligung erteilt wurde. Zur Frage allfälliger Alternativen merkte sie an, dass „die Naturschutzbehörde das vom Projektwerber eingereichte Vorhaben zu beurteilen hat“ – also dass z.B. Alternativstandorte NICHT geprüft oder vorgeschlagen werden.

Wir finden es sehr bedauernswert, dass damit nicht nur die konkrete Fläche auf Jahre hinaus entwertet wird, sondern auch der Idee des Landschaftsschutzes kein guter Dienst erwiesen wird.

Bezirksrat Heinz Berger, Klubvorsitzender der Grünen Floridsdorf

Erstmals Grüne Kandidatur bei Landwirtschaftskammerwahl in Wien!

Am 11. März: Frischer Wind (auch aus Donaufeld) in die Landwirtschafts-Kammer!

Am 11. März 2018 wird es erstmals eine Kandidatur der  Unabhängigen und Grünen Bäuerinnen und Bauern (GBB)  für die Wiener Landwirtschaftskammer geben.

20 Mandate werden direkt für die Vollversammlung gewählt. Bisher herrscht dort wenig Vielfalt:  2013 kandidierten nur der ÖVP-Bauernbund (16 Mandate mit 76,5% der Stimmen) und die SPÖ-Bauern (4 Mandate mit 23,5%).

Mit der Liste 3 und deren folgenden KandidatInnen – davon zwei aus dem Donaufeld! – gibt es jetzt eine Alternative:

1.  Florian Kothny, Gärtner
2.  Adi Hasch, Winzer
3.  Galina Hagn, Gärtnerin

Mehr zu den KandidatInnen und ihren Zielen – die nicht nur für LK-Wahlberechtigte, sondern auch für KonsumentInnen nachhaltig produzierter Lebensmittel interessant sind – weiter unten.

Veränderung wird es aber nur geben, wenn alle, die diese wollen auch zur Wahl gehen!

Wien-weit gibt es 1.206 Wahlberechtigte, die je nach Wohnsitz (Personen mit Wohnsitz außerhalb Wiens sind dann wahlberechtigt, wenn sie in Wien einen Betrieb bewirtschaften) in einem der 6 Lokale wählen können.

WAHLTAG:  Sonntag, 11. März 2018,  von 8:00 bis 15:00 Uhr.

WAHLLOKALE:
Sprengel I (10. Bezirk):  Volksschule Oberlaaer Platz 1 (neben der Pfarrkirche), 1100 Wien.
Sprengel II (2., 3. und 11. Bezirk sowie Politischer Bezirk Bruck/Leitha):  Volksschule Münnichplatz 6 (bei der Kaiserebersdorfer Kirche), 1110 Wien.
Sprengel III (12., 13. und 23. Bezirk sowie Bezirk Mödling):  Volksschule Bendagasse 1-2, beim Maurer Hauptplatz, 1230 Wien.
Sprengel IV (1., 4.-9. und 14.-19. Bezirk sowie Teile des Wiener Umlands und restliches Österreich):  Amtshaus Gatterburggasse 14, 1190 Wien.
Sprengel V (20. und 21. Bezirk sowie Bezirke Korneuburg und Mistelbach):  Volksschule Stammersdorf, Dr.-Skala-Straße 43-45. 1210 Wien.
Sprengel VI (22. Bezirk sowie Bezirk Gänserndorf):  Volksschule Schukowitzgasse 89 (Breitenlee), 1220 Wien.

In der Natur geht es um die Erhaltung der Bio-Diversität – schaffen Sie mit Ihrer Stimme auch Diversität in der Landwirtschaftskammer!

Zeitschrift „Grünes Land“:  Sondernummer zur Wiener Landwirtschaftskammer-Wahl 2018


FORDERUNGEN und ZIELE  der Liste 3 – Unabhängige und Grüne Bäuerinnen und Bauern (GBB)

Wir Unabhängige und Grüne Bäuerinnen und Bauern wollen einen Beitrag dazu leisten, dass die Landwirtschaft in Wien erhalten und weiterentwickelt wird. Wir wollen eine ökologisch nachhaltige Bewirtschaftung und vielfältige Betriebe fördern, die in engem Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern hochwertige Lebensmittel produzieren.

Dafür werden wir uns konkret einsetzen:

  • Langfristige Sicherstellung der Flächenwidmungen für die Wiener Landwirtschaft; Maßnahmen gegen Grundstücksspekulation.
  • Unterstützung von Direktvermarktung durch Entbürokratisierung und Ausnahmeregelungen für kleine Betriebe.
  • Evaluierung der Bewirtschaftungsverpflichtung im Weinbau wie gesetzlich vorgeschrieben.
  • Landwirtschaft muss wirtschaften können – Akzeptanz durch AnrainerInnen fördern und fordern.
  • Keine Ausnahmeregelungen für die, die „es sich richten können“.
  • Förderung alternativer und innovativer (Stadt)Landwirtschaftsprojekte inkl. Entwicklung eines Stadtlandwirtschafts-Projekts Donaufeld.
  • Nachhaltiges Beschaffungswesen: mehr Wiener Agrarprodukte auf Wiener Märkte; bio UND regional in die Küchen von Wiens öffentlichen Einrichtungen.
  • Gastronomie in die Pflicht nehmen: mehr Wiener Produkte auf Wiener Teller.
  • Ausbau und Unterstützung von pädagogischen Programmen, die Einblick in Landwirtschaft und Gartenbau ermöglichen.
  • Praxisgerechte Anpassung der Teilnahmebedingungen für „Schule am Bauernhof“.
  • Bewusstsein für Leistungen der GärtnerInnen und LandwirtInnen schaffen.
  • Mehr Transparenz in der Landwirtschaftskammer.

    PORTRÄTS DER KANDIDAT/INN/EN:

    Florian Kothny und Galina Hagn
    Die Gärtnerei „Bioschanze“ auf der Leopoldauer Haide nördlich der Alten Donau (An der Schanze 17) ist seit 2010 biozertifiziert.
    Florian Kothny (41) und Galina Hagn (31) haben 2012 den Betrieb in Pacht übernommen und erweitert. Derzeit bewirtschaften sie zwei Hektar Land – sowohl mit Glashäusern als auch mit Gemüsefeldern. Rund 50 verschiedene Gemüsesorten und Sorten diverser Kräuter wachsen hier.
    Galina stammt aus Vorarlberg, studierte an der BOKU und arbeitete als Hauptschullehrerin. Florian ist Gärtnermeister und landwirtschaftlicher Facharbeiter. Beide engagierten sich vor dem Aufbau der Bioschanze-Gärtnerei in einem Projekt der „Sozialen Landwirtschaft“ auf dem Marchfeld. Dort betreuten sie auf einem Bauernhof Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen.
    Galina und Florian arbeiten heute Vollzeit in der Gärtnerei „Bioschanze“, die durch den Ab-Hof-Verkauf eine wichtige Nahversorgerin für die Wohnanlagen im Donaufeld ist und die Produkte auch auf dem Kutschkermarkt in Währíng und dem Naschmarkt anbietet. Zusätzlich geht ein Teil der Produkte auch an Wiederverkäufer.  In der Bevölkerung besteht der Wunsch, die Gärtnerei bei den künftigen Schritten der Stadtentwicklung einzubeziehen.  MEHR INFOS


    Der grüne Europaparlamentsabgeordnete und Biobauer Thomas Waitz (links) mit den KandidatInnen Florian Kothny und Galina Hagn  (Foto: GBB/Paul Schwarzl).

    Adi Hasch
    Geboren 1957 in Kärnten, gelernter Offsetdrucker, derzeit Bezirksvorsteher-Stellvertreter in Wien Leopoldstadt.
    Bei Wanderungen auf den Bisamberg entstand in ihm schon früh der Wunsch nach einem eigenen Weingarten. Dieser wurde wahr, als sich im Jahr 2011 die Gelegenheit zur Pacht eines 4.000 m² großen verwilderten Weingartens beim Kallusweg in Stammersdorf, Wien 21, ergab. Nach der Sanierung wirft dieser einen jährlichen Ertrag von ein paar hundert Litern Wein ab – gemischter Satz und Blauburger/Zweigelt.
    Stammersdorf als traditionelles Weinbaugebiet zu erhalten, und der Schutz der historischen Kellergasse ist Adi Hasch ein besonderes Anliegen.


    GBB-Kandidat Adi Hasch in seinem Weingarten auf dem Bisamberg (Foto: Gerhard Jordan).


    Mit-GründerInnen der Liste 3:  Alexandra und Oliver Kaminek, „Biohof No.5“

    2010 übernahm Oliver Kaminek, ausgebildeter Musiker, den Stammersdorfer Hof und Weinbaubetrieb von seiner Großmutter. Nachdem der Hof längere Zeit still lag, begann er gemeinsam mit seiner Frau Alexandra, eine biologische Kreislaufwirtschaft aufzubauen – mit Weinbau, Gemüseanbau im Freiland, Ackerbau hauptsächlich für Futteranbau und artgerechte Nutztierhaltung insbesondere von Schweinen. Der Hof der Kamineks ist biozertifiziert, bietet Ab-Hof-Verkauf und „Schule am Bauernhof“ an. Und im Seminarraum oberhalb des Weinkellers schlug 2017 die „Geburtsstunde“ der Liste „Unabhängige und Grüne Bäuerinnen und Bauern“. Alexandra und Oliver unterstützen die Liste natürlich weiterhin aktiv.   MEHR zum „Biohof No. 5“


    Alexandra und Oliver Kaminek vor dem Eingang ihres Hofes in der Stammersdorfer Straße 5  (Foto: GBB/Paul Schwarzl).


    Die Wiener Stadtlandwirtschaft

    von Gemeinderat Rüdiger Maresch, Landwirtschaftssprecher der Grünen Wien

    In Wien gibt es über 600 landwirtschaftliche Betriebe, die ein breites Spektrum abdecken – von Weingärten über Felder bis Gemüsegärtnereien. Bei der Gemüseproduktion liegt Wien sogar an führender Stelle, was einzigartig unter den Großstädten Europas ist. Immer wichtiger wird erfreulicherweise die biologische Bewirtschaftung, und auch gemeinsame und „alternative“ Landwirtschaftsprojekte boomen. Wien fördert diese Entwicklung durch die Schaffung eines Kompetenzzentrums für biologisches Garteln, durch die Schaffung des „Bio-Cluster“ und durch andere Maßnahmen. Mit dem 2014 beschlossenen Agrarstrukturellen Entwicklungsplan wurde auch die nachhaltige Sicherung und Zukunft der Stadtlandwirtschaft in einem urbanen Umfeld gesichert.

    Doch es braucht die Grünen nicht nur in der Stadtregierung, sondern auch in der Landwirtschaftskammer.
    Weil mit uns geht was weiter, wir verändern die Stadt!

    Präsentation von Rüdiger Maresch:  Landwirtschaft in Wien – ein Überblick


    Gemeinderat Rüdiger Maresch  (Foto: Die Grünen).

Mehr Grün für das Mengerviertel!

Derzeit präsentieren sich die Schenkendorfgasse und auch manche Nebenstraßen als reine Asphalt- und Betonwüsten. Eine Begrünung und Belebung ist aber bereits geplant!

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Schenkendorfgasse beklagen zu Recht das gänzliche Fehlen von Grünraum in ihrer und den angrenzenden Gassen und wünschen sich eine Aufwertung durch Bäume und blühende Staudenbepflanzungen, oder auch durch Fassadenbegrünungen des öffentlichen Freiraums.


Derzeit Mangel an Grün:  Der westliche Bereich der Schenkendorfgasse, Blick Richtung Leopoldauer Straße  (Fotos: Heinz Berger).

Damit sollen die Straßenzüge nicht nur attraktiver, grüner und belebter werden, sondern mit der Begrünung sollte auch die zunehmende sommerliche Hitze wieder etwas eingedämmt werden.

Bei einem Rundgang der „Arbeitsgruppe Öffentlicher Raum 21“ am Mittwoch, dem 6. September 2017, an der FachexpertInnen, zuständige Magistratsabteilungen und alle Fraktionen der Bezirksvertretung außer der FPÖ teilnahmen, wurde auch die von der BewohnerInnenschaft geforderte Begrünung der Schenkendorfgasse diskutiert. Vor Ort konnten sich die TeilnehmerInnen ein Bild vom fehlenden Grün machen. In der Diskussion wurde festgehalten, dass auch Nebenstraßen im Viertel um die Mengergasse, wie etwa die Bertlgasse, durch eine Begrünung deutlich aufgewertet werden könnten.


Ein Beispiel, wie es auch geht: Blick von der Schenkendorfgasse in die – begrünte – Andreas-Hofer-Straße.

Aber nicht nur Begrünungen würden eine Aufwertung des Grätzels bewirken: In der bereits heute sehr intensiv begrünten Andreas-Hofer-Straße würde die Errichtung von Sitzgelegenheiten (ohne Konsumzwang) eine spürbare Verbesserung der Aufenthaltsqualität bedeuten.

Nachdem Bezirksvorsteher Georg Papai die Realisierung der geforderten Maßnahmen für 2018/2019 zugesagt hat, haben wir den für die Sitzung der Bezirksvertretung am 13. September 2017 von uns eingebrachten Antrag zur Straßenraumbegrünung der Schenkendorfgasse wieder zurückgezogen.  Unsere Klubobfrau Susanne Dietl ergriff diese Gelegenheit, um eine Einbindung der betroffenen BewohnerInnen in die Ausarbeitung der Pläne vorzuschlagen, was ebenfalls einhellig befürwortet wurde.

So sollte es gelingen, in den nächsten Jahren eine echte Aufwertung des öffentlichen Raums im Mengerviertel zu erreichen.

Heinz Berger,  Bezirksrat GRÜNE Floridsdorf

 

Garteln in Donaufeld immer beliebter

Ein Frühsommer-Tag in Donaufeld. In der Nähe des Schicht-Schlösschens, an der Angyalföldstraße, ziehen zwei Falken ihre Kreise am Himmel. Sie blicken hinunter auf eine Handvoll Menschen, die sich sichtlich zufrieden mit Pflanzen und deren Pflege beschäftigen. Wir befinden uns beim „Paradeisgartl Donaufeld“.
Lokalaugenschein von Gerhard Jordan.

Dieses Nachbarschaftsgarten-Projekt wurde von einem Verein, in dem sich „Bio-AnhängerInnen“ aus Donaufeld und Umgebung zusammengefunden hatten, nach langer Vorarbeit  im Jahr 2015 angelegt. Mittlerweile sind die Anfangs-Schwierigkeiten überwunden und das Stückchen Land blüht auf – im wahrsten Sinn des Wortes.

Anna Karall, gemeinsam mit Stefan Köstenbauer seit Juni 2016 Vorsitzende des Vereins, erklärt die Beschaffenheit der Liegenschaft: Direkt an der Angyalföldstraße liegt ein sogenannter „Naschgarten“, den die Gebietsbetreuung Floridsdorf (GB*21) angelegt hat und der für alle öffentlich zugänglich ist. Sowohl kleine Obstbäume als auch Beeren-Sträucher wie z.B. Ribiseln befinden sich dort und können „geerntet“ werden.


Der öffentliche „Naschgarten“.

Richtung Süden, also zur Donaufelder Straße hin, schließt sich der gemeinschaftlich bewirtschaftete Teil des „Paradeisgartl“ an – auch hier gibt es einige Obstbäume (Apfel, Pfirsich, etc.), eine Blumenecke, zwei Hügelbeete für Kürbisse und Zucchini, einen „Kartoffelacker“ und einen Komposthaufen.

Außerdem haben drei kleine Weinstöcke aus der „Essbaren Stadt“ Andernach am Rhein  ihren Weg nach Donaufeld gefunden, mitgebracht von einer Delegation der Floridsdorfer Grünen.


Weinrebe, aus Andernach mitgebracht.

Der Brunnen bildet schließlich den Übergang zu den individuellen Beeten. Angelegt wurde er im Frühjahr 2016, der Grundwasserspiegel ist in 5 Metern Tiefe. Vor kurzem wurde die wasserrechtliche Bewilligung von der MA 58 erteilt. Die Materialien – vom Wassercontainer über Schläuche bis zur Handpumpe – wurden umweltschonend und CO2-sparend mit Zug, Fahrradanhänger usw. transportiert. Dies gilt auch für das Photovoltaik-Modul (um 90 €), das vom Paradeisgartl-Team demnächst montiert wird, um die derzeitige Handpumpe mit einer solar-betriebenen zu ergänzen. Um die Konzeption der Bewässerungsanlage hat sich Christian Almeder verdient gemacht und dabei sowohl auf Energieeffizienz als auch auf Sparsamkeit geachtet. Auch Erfahrungen anderer „urban gardening“-Projekte waren dabei hilfreich.

Die Pionierphase ist jetzt abgeschlossen“, meint Anna Karall, „und das Unkraut – wir nennen es ‚Beikräuter‘ – ist von Gräsern, z.B. von der ‚Mäusegerste‘, abgelöst worden. Wir haben Arbeitsgruppen für verschiedene Aufgaben gebildet: Brunnen, Kompost, Betreuung der Gemeinschaftsfläche, usw. Die Vielfalt der GärtnerInnen spiegelt sich in der Vielfalt der Beete wider“.


Anna Karall (rechts) beim Beet der Familie Riss.

Derzeit gibt es knapp 40 Beete, auch zwei Familien aus der kürzlich errichteten „Neues Leben“-Wohnanlage Donaufelder Straße 115 (dort stand bis vor wenigen Jahren das Geschäft der Gärtnerei Augustin Lechner) machen mit.


Die Gartenseite der Wohnanlage Donaufelder Straße 115.

In Anna’s Beet wachsen Spinat, Broccoli, Salbei, Karotten, Tomaten, Grünkohl, sogar Mais. Seit dem Vorjahr stehen am Rand des Gartens auch Bienenstöcke, die eine Mutter mit ihrem Sohn statt eines Beetes betreut. Zum Bestäuben müssen die Bienen jedenfalls nicht weit ausschwärmen…

Es gibt einen sehr großen Bedarf an Nachbarschaftsgärten“, stellt Anna Karall fest, „viele Interessierte haben sich am Anfang gemeldet und es gibt laufend weitere Anfragen. Bei der Stadterweiterung im Donaufeld sollen die Bauträger das berücksichtigen und auf ihren Freiflächen und Flachdächern das Garteln ermöglichen.“.

Auch Frau Ping Wang ist eine der „GärtnerInnen“ in dem Projekt. Vor 20 Jahren kam sie aus Peking nach Österreich, gründete eine Familie und arbeitet als Krankenschwester in einem Pensionistenheim in Döbling. Die Umgebung der Alten Donau ist ihre Lieblings-Wohngegend im 21. Bezirk. Das „Paradeisgartl“ erinnert sie an ihre Kindheit.


Frau Wang beim Gießen ihres Beetes.

„In jedem Menschen steckt eigentlich ein Bauer“ vermutet sie, während sie Mangold, Kopfsalat, Kohlrabi und die anderen „Schätze“ auf ihrem Beet gießt. „Und dieses Stück Erde gibt uns viel zurück, es verdoppelt die Freude am Leben!“.

Dem ist nichts hinzuzufügen – außer, dass noch viele ähnliche Projekte entstehen mögen!

 

Nein zu TTIP, CETA und TiSA!

Das Ergebnis: 562.552 Stimmen österreichweit!  –  das sind  8,88% der Stimmberechtigten.

21. und 22. Bezirk: jeweils 6,13% der Stimmberechtigten (insgesamt 14.119 Stimmen).

Nein zu TTIP, CETA und TiSA –  Grüne unterstützen Volksbegehren

Die Handelsabkommen TTIP und CETA sowie das Dienstleistungsabkommen TiSA sollen verhindert werden. Unterzeichnen Sie zwischen 23. und 30. Jänner 2017 auf Ihrem Gemeindeamt!

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Widerstand gegen Handels-, Investitionsschutz- und Deregulierungsabkommen

Das Volksbegehren gegen TTIP, CETA und TiSA ist ein weiterer Schritt im Widerstand gegen unfaire Handelsabkommen. Über 400 Gemeinden in Österreich haben sich bereits „TTIP-CETA-TiSA-frei“ erklärt. In allen neun Bundesländern, vom Nationalrat, dem Bundesrat und den Landeshauptleuten gibt es Resolutionen gegen die Handelsabkommen. Die von NGOs mit Unterstützung der Grünen selbstorganisierte europäische Bürgerinitiative „Stopp TTIP“ brachte es 2015 auf mehr als 3 Millionen Unterschriften und gilt damit als bisher erfolgreichste. In Österreich beteiligten sich ca. 100.000 Menschen. Jetzt soll der Nationalrat dem Wunsch der BürgerInnen entsprechend handeln und die Handelsabkommen ablehnen. Unterstützen Sie daher das Volksbegehren!

Falsche Versprechen

Die Handelsabkommen TTIP und CETA sowie das Dienstleistungsabkommen TiSA befördern angeblich  die Wirtschaft  und geben vor Arbeitsplätze zu schaffen. So lautet zumindest das Credo der BefürworterInnen. Die Wachstumsprognosen  sind mit etwa 0,4 Prozent auf 10 Jahre äußerst  bescheiden. Der Preis, der dafür bezahlt werden soll – die Aushöhlung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – ist demgegenüber hoch. Auch das Absenken von Lebensmittelstandards, Umwelt-, VerbraucherInnen- und ArbeitnehmerInnenschutz steht zu befürchten.

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Entscheidend ist der grenzüberschreitende zivilgesellschaftliche Widerstand gegen die Freihandelsabkommen.

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CETA, TTIP und TiSA stoppen!

CETA  (Comprehensive Economic and Trade Agreement)
CETA, das Handelsabkommen der EU mit Kanada, braucht nur noch eine Hürde, damit es vorläufig in Kraft treten kann. Mitte Februar steht die Entscheidung im Europäischen Parlament an. Sollte dieses dem Abkommen grünes Licht geben, liegt es in der Hand des Nationalrats, CETA doch noch zu stoppen. Denn damit der gesamte Vertrag in Kraft treten kann, müssen auch die Abgeordneten im österreichischen Parlament zustimmen.

TTIP  (Transatlantic Trade and Investment Partnership)
Die Verhandlungen zum Handelsabkommen der EU mit den USA liegen aufgrund des Präsidentenwechsels in den USA zwar derzeit auf Eis. Das heißt aber nicht, dass TTIP damit tot ist. Denn die EU hält nach wie vor am Verhandlungsmandat, das von allen Regierungen der EU-Mitgliedstaaten erteilt wurde, und an einem zügigen Abschluss fest.

TiSA  (Trade in Services Agreement)
Das Dienstleistungsabkommen TiSA, das die EU derzeit mit 22 anderen Ländern (*) verhandelt, steht nach Aussagen der Verhandlungsführer knapp vor dem Abschluss. TiSA zielt darauf ab, öffentliche Dienstleistungen für ausländische Konzerne der Vertragspartner zu öffnen. Derartige Schritte  führten in vielen Ländern zu gestiegenen Preisen, Verlust der Versorgungssicherheit der Bevölkerung, mangelnde Wartung der Infrastruktur etc. Die Auswirkungen der Liberalisierung und Privatisierung waren bei der britischen Eisenbahn, der Wasserversorgung in Paris oder dem öffentlichen Verkehr in Stockholm so fatal, dass diese Dienstleistungen wieder in die öffentliche Hand zurückgeführt wurden. Mit TISA wäre das nicht mehr möglich. Im Vertrag soll nämlich das einmal erreichte Liberalisierungsniveau festgeschrieben werden. Die BürgerInnen hätten dann das Nachsehen.

Wir können TTIP, CETA und TiSA noch verhindern. Unterzeichnen Sie das Volksbegehren 23.-30. Jänner!

Materialien dazu auf der Homepage:  http://www.volksbegehren.jetzt/

(*)  Australien, Chile, Taiwan, Costa Rica, EU, Hongkong, Island, Israel, Japan, Kanada, Kolumbien, Korea, Liechtenstein, Mauritius, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Pakistan, Panama, Peru, Schweiz, Türkei und Vereinigte Staaten von Amerika.

Grünzug Donaufeld: Kommt zusätzliches Gewässer?

Eine interessante und spannende Diskussion gab es bei der Floridsdorfer Bezirksvertretungssitzung am 14. September 2016.

Die BezirksrätInnen der GRÜNEN hatten einen Antrag eingebracht, in dem Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou ersucht wird, bei den weiteren Planungen für das Stadterweiterungsgebiet Donaufeld die Möglichkeit der Schaffung eines Gewässers (z.B. einen Badeteich) im Bereich des künftigen Grünzuges vorzusehen.

Im nördlichen Teil des das Stadterweiterungsgebiet durchziehenden Grünzugs soll sich nämlich künftig eine mehr als 111.000 m² große naturnah gestaltete Landschaft befinden.

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Der nördliche Teil des künftigen Grünzugs im Donaufeld auf dem Plan in der „Infobox“ Ecke Dückegasse/An der Schanze. (Fotos: G. Jordan)

Da durch die BewohnerInnen mehrerer Tausend neuer Wohnungen der Nutzungsdruck auf das Ufer der Oberen Alten Donau steigen wird, ist es sinnvoll, eine weitere Erholungszone zu schaffen, die auch eine Wasserfläche (deren konkrete Beschaffenheit später festgelegt werden kann) umfasst.

Sowohl der Marchfeldkanal im 21. als auch der Badesee der Seestadt Aspern im 22. Bezirk zeigen, wie begeistert solche Angebote von der Bevölkerung genutzt werden.

Die Diskussion in der Bezirksvertretung verlief kontroversiell:

– Die FPÖ sprach sich gegen den Vorschlag aus und meinte, es wäre „Schwachsinn“, einen Teich neben der Alten Donau zu errichten.

– Auch ÖVP-Bezirksrat Dieter Bankl äußerte sich kritisch und sprach von einer „zu vagen“ Idee und von einer „Gelsenzuchtstation“.

– Für die Grünen argumentierten Bezirksrat Gerhard Jordan und Klubobfrau Susanne Dietl mit dem mehrfach im Zuge des Beteiligungsprozesses zum Leitbild Donaufeld geäußerten BürgerInnen-Wunsch nach einem (zusätzlichen) Gewässer, mit den positiven Erfahrungen ähnlicher Projekte und mit den ökologisch-klimatischen Vorteilen (Wasserflächen regulieren bei großer Hitze die Temperatur in der Umgebung).

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Seestadt Aspern: Gewässer als neu geschaffener Erholungsraum – Vorbild auch für Donaufeld?

– Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) sprach sich ebenfalls klar für ein solches Projekt aus. Auch wenn der seit 1990 geplante „Donaufeldbach“ mangels ökologischer Notwendigkeit (Regulierung der Wasserqualität der Alten Donau nunmehr durch einen Bodenfilter) nicht verwirklicht werde, sei die Vision eines Gewässers gut, über die Details werde man noch reden. Der Bezirksvosteher wies auch darauf hin, dass die ÖVP vor rund 40 Jahren vehement gegen die Errichtung der Donauinsel gekämpft habe und heute jede/r über dieses Erholungsgebiet froh sei.

– Auch NEOS-Bezirksrat Bernhard Koch sprach sich für den Antrag aus.

Die Qualität der Diskussion führte schließlich dazu, dass ÖVP-Bezirksrat Bankl um eine 2-minütige Sitzungsunterbrechung bat, um die Position seiner Fraktion nochmals zu diskutieren. Danach stimmte auch die ÖVP dem Grün-Antrag zu, der schließlich gegen die Stimmen der FPÖ mehrheitlich angenommen wurde.

Es passiert also auf Bezirksebene dann und wann doch, dass inhaltliche Diskussionen das Abstimmungsverhalten beeinflussen können – ein Phänomen, das auf den „höheren Ebenen“ so gut wie nicht mehr vorzukommen scheint…

Der ANTRAG der GRÜNEN im Wortlaut:

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Neues vom Donaufelder „Paradeisgartl“

2015 wurde nach jahrelanger Vorarbeit das  Gemeinschaftsgartenprojekt „Paradeisgartl Donaufeld“  (organisiert von dem gleichnamigen Verein) zwischen der Donaufelder Straße 115 und der Angyalföldstraße (B3) ins Leben gerufen.

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Das „Paradeisgartl“ im Herbst 2015  (Foto: Anna Karall).

Mittlerweile geht es in seine zweite Saison, es wird gesät und gepflanzt.
Neben den derzeit 36 Beeten gibt es auch einen Teil, der gemeinsam bearbeitet und beerntet wird. Zwar gibt es auf dem Grundstück noch keine Wasserversorgung, doch wurde bereits ein Schachtbrunnen gegraben das Verfahren zur wasserrechtlichen Genehmigung (bakteriologische Untersuchung) ist im Anlaufen. Eine Pumpe soll besorgt werden, und der Verein (Kontakt: paradeisgartl@gmx.at) hat einen Weidenzaun als Begrenzung aufgestellt.

Auf der unmittelbar nördlich angrenzenden, öffentlich zugänglichen Fläche hat die „Gebietsbetreuung Stadterneuerung 21“ gemeinsam mit der MA 49 Obstbäume und Beeren-Sträucher (Himbeeren, Ribisel, etc.) gepflanzt und so – ganz im Sinne eines „Essbaren Floridsdorf“ – einen Naschgarten geschaffen, der im April eröffnet wurde.
Einer baldigen „reichen Ernte“ steht also hoffentlich nichts mehr im Weg…

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Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ), Susanne Staller (Gebietsbetreuung 21), die Floridsdorfer Bezirksrätinnen Susanne Dietl und Gabriele Tupy (GRÜNE) sowie Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) bei der Eröffnung des „Naschgarten“-Bereichs am 12. April 2016.  (Foto: Klaus Pahlich)