Das Donaufeld-Stadtteilmanagement geht in die „Winterpause“

Am 29. Oktober 2019 verabschiedete sich das „Stadtteilmanagement Donaufeld“ in die „Winterpause“:  Beim Infopoint Ecke An der Schanze/Dückegasse konnten Interessierte bei Maroni und Tee zum „Saisonabschluss“ Gespräche führen und erhielten die 20-seitige Publikation „Das Donaufeld machen. Perspektiven einer Stadtentwicklung“, die einige Grundlagen der Planungen zusammenfasst.


Tee und Maroni zum „Saisonausklang“ des Stadtteilmanagements Donaufeld  (Fotos: G. Jordan).

Derzeit wird ja das Quartier „An der Schanze“ zwischen der Dückegasse (Bezirksgrenze Floridsdorf-Donaustadt) und dem Grünzug Donaufeld entwickelt. Beides wurde vom Wiener Gemeinderat am 15. Dezember 2017 gewidmet.

Auf 10 Bauplätzen entstehen ca. 1.500 großteils geförderte Wohnungen für rund 3.300 Menschen. Im Mai 2019 hat eine Jury die GewinnerInnen des Bauträgerwettbewerbs ermittelt, danach folgte die „dialogische Phase“.  Im Frühjahr 2020 soll die Wettbewerbsentscheidung im Rahmen einer Ausstellung (möglicherweise vor Ort, also beim Info-Container) präsentiert werden. Der Baubeginn ist für Mitte 2021 vorgesehen, die Fertigstellung im Jahr 2023.

Die „Gebietsbetreuung Stadterneuerung“ für die Bezirke 21 und 22 (GB*nord), die 2018 das seit 2013 bzw. 2014 laufende Beteiligungsverfahren übernahm, hatte im Jahr 2019 mehrere Veranstaltungen zur Information und Beteiligung im Donaufeld angeboten, so z.B. eine  Erkundungstour im Rahmen der „Architekturtage 2019“  am 25. Mai, eine Bestandsaufnahme mit ExpertInnen unter dem Titel „Donaufeld – quo vadis?“ am 25. Juni, einen kostenlosen Fahrrad-Check am 9. Juli und eine naturkundliche Führung „Expedition Donaufeld“ durch die lokale Flora und Fauna am 17. September mit dem Wildbiologen Marcus Zuba.

Bei den meisten Veranstaltungen standen kompetente Fachleute vom Büro „raumposition“, vom Wohnfonds Wien, von der IBA_Wien 2022 (Internationale Bauausstellung), von Dienststellen der Stadt Wien usw. für Auskünfte zur Verfügung.

Interessant ist, dass die angebotenen Termine zunehmend auch von Menschen wahrgenommen werden, die sich für die neuen Wohnungen im künftigen „Neu-Donaufeld“ interessieren – sowohl solche, die bereits im 21. oder 22. Bezirk wohnen, als auch solche vom „anderen Ufer der Donau“.

Der Infopoint Ecke An der Schanze/Dückegasse wird auch 2020 wieder eine Anlaufstelle vor Ort sein, und das Stadtteilmanagement Donaufeld begleitet weiterhin das „Zusammenwachsen“ des bestehenden und des neuen Stadtteils, sammelt Ideen und Anregungen und lädt zu unterschiedlichen Aktionen ein.

Kontakt:  E-Mail  nord@gbstern.at , Tel. 01/270 60 43 (Stadtteilbüro für die Bezirke 21 und 22 am Floridsdorfer Markt),  Web:  https://www.gbstern.at/themen-projekte/stadtteilmanagement-in-neubaugebieten/stadtteilmanagement-donaufeld/ .

Gerhard Jordan

Auch bei der Nationalratswahl 2019: „Grün-Hochburg“ Donaufeld

Nach der Europawahl vom 26. Mai brachte auch die kurz darauf als Folge des „Ibiza-Skandals“ auf den 29. September 2019 vorgezogene Neuwahl zum Nationalrat ein erfreuliches Ergebnis für die Grünen in Donaufeld und Umgebung.

Im Gebiet zwischen Alter Donau, Fultonstraße, Satzingerweg, B3, Donaufelder Straße und Attemsgasse (ca. 9.000 Wahlberechtigte) lag der Grün-Anteil bei 21,8% (bei der Europawahl waren es 21,4% gewesen) – das ist gegenüber der Nationalratswahl 2017 ein Zuwachs um 16 Prozentpunkte!

In den Sprengeln mit der „Autofreien Siedlung“ im 21. Bezirk (32,2%) und um den Kirschblütenpark im 22. Bezirk (28,7%) wurden die Grünen bei ihrem „Comeback“ stärkste Kraft.


Grüne Nummer 1 im Donaustädter Wahlsprengel Nr. 35 um den Kirschblütenpark  (Fotos: G. Jordan).

In der Umgebung sah es folgendermaßen aus: Auf dem Bruckhaufen wählten 16,2% die Grünen, auf dem Mühlschüttel und im Mengergassen-Viertel inkl. Pilzgasse jeweils rund 15%, im Bereich nordöstlich des Donaufelds („Edelstein-Siedlung“, Töllergasse, „Schicht-Gründe“, Stadtentwicklungsgebiet Viehtriftgasse) knapp 17%, und im Gebiet der „Sun-City“ und Umgebung (22. Bezirk) 14,5%.

Das Grün-Ergebnis im Wahlkreis Wien-Nord – also in den „transdanubischen“ Bezirken 21 und 22 – betrug übrigens inklusive Wahlkarten (diese werden ja auf Wahlsprengel-Ebene nicht gezählt) 13,70%, was ein Plus von 10,51 Prozentpunkten gegenüber 2017 bedeutet.

„Expedition“ zur Flora und Fauna des Donaufelds

Organisiert von der „Gebietsbetreuung Stadterneuerung“ für den 21. und 22. Bezirk (GB*nord), fand am 17. September 2019 ein „Impulstag“ statt, bei dem die Pflanzen- und Tierwelt des Donaufelds erkundet werden konnte.

Start der „Expedition“ beim Infopoint Donaufeld  (Fotos: Gerhard Jordan).

Rund ein Dutzend Interessierte begaben sich – ausgerüstet mit „Insektenbechern“ – auf die naturkundliche Expedition mit dem Wildbiologen und Waldpädagogen Marcus Zuber und der bei zahlreichen Nachbarschaftsgarten-Projekten helfend beteiligten Landschaftsplanerin Susanne Staller.


Wildbiologe Marcus Zuber mit einem „Insektenbecher“.

Obwohl im Donaufeld keine Wildschweine vorkommen, war eine der ersten Fragen an den Wild-Experten, wie man/frau sich bei der Sichtung eines solchen Tiers verhalten solle. In der Regel sind sie friedlich, so Zuber, aber sollte es sich um eine Bache mit Frischlingen handeln, denen man zu nahe kommt, besser nicht in Panik davonlaufen (denn das Schwein ist schneller), sondern stehen bleiben und dann ruhig nach rückwärts weichen.

Nach dieser theoretischen Einleitung folgte die Praxis in Form eines Rundgangs durch die Vegetation in der Nähe des Infopoints Dückegasse/An der Schanze. Schon die Brennnesselstauden erwiesen sich als vielfältiger Lebensraum, von Käfern bis Raupen.

„Inspizierung“ der Brennnesselstauden und ihrer „Bewohner“.

Es dauerte nur wenige Minuten, bis sich ein schwarzer, langgestreckter Laufkäfer in einem Insektenbecher fand und nach Betrachtung durch die Vergrößerungs-Linse wieder freigelassen wurde. Auch verschiedene Arten von Marienkäfern wurden registriert. Schlangen wurden diesmal nicht gesichtet, obwohl einige, laut Marcus Zuber, nicht nur die Sonne lieben, sondern auch Feuchtigkeit – z.B. die ungiftige Äskulapnatter, die auch in Auwäldern anzutreffen ist und gerne Mäuse jagt.

Bei den Pflanzen ragt vor allem die Kanadische Goldrute im wahrsten Sinne des Wortes heraus, wegen ihres hohen Wuchses. Als Ruderalpflanze ist sie (mit ihren buschigen, gelben Blüten) häufig anzutreffen, obwohl sie erst relativ spät aus Nordamerika nach Europa kam.  Ebenfalls gelb ist der wilde Lein, der in Teilen des Donaufelds ebenso anzutreffen ist wie der zu den Fuchsschwanzgewächsen gehörende Amaranth.

Wilder Lein und Amaranth gedeihen auf nicht bewirtschafteten Flächen.

Viele der in unserer Umgebung zu findenden Gewächse sind auch Heilpflanzen, so etwa der essbare Wiesenbocksbart oder die Ringelblume, deren Salbe schon Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert kannte.

Marcus Zuber mit einem Wiesenbocksbart, rechts Susanne Staller.

Es ist sicher wünschenswert, dass bei der Entwicklung des Donaufelds – sowohl bei der Ausgestaltung des zentralen „Grünzugs“ als auch beim wohnanlagen-bezogenen Grün – darauf geachtet wird, dass auch naturnahe Flächen bestehen bleiben. Naturwiesen, die nicht ständig gemäht werden, wegbegleitende Grünstreifen oder sogenannte „Gstettn“ können mit dazu beitragen, die Artenvielfalt wie sie jetzt im Donaufeld besteht, auch in Zukunft nach Möglichkeit zu erhalten.

G. Jordan

Donaufeld – Quo vadis?

Am 25. Juni 2019 lud das  „Stadtteilmanagement Donaufeld“  wieder zu einer interessanten Veranstaltung beim Container an der Ecke Dückegasse/An der Schanze. Unter dem Titel „Donaufeld – Quo vadis?“ wurde über den Stand der Planungen im Stadtentwicklungsgebiet „Quartier an der Schanze“ informiert.


Der „Infopoint“ bei der Dückegasse fungierte auch am 25. Juni 2019 wieder als Treffpunkt für Interessierte  (Fotos: Gerhard Jordan).

Zwar konnten wegen des noch laufenden Bauträgerverfahrens nicht alle Detailfragen beantwortet werden, aber durch die anwesenden VertreterInnen des „Wohnfonds Wien“, des Büros „Raumposition“ und der „IBA_Wien 2022“ konnten immerhin einige Einblicke vermittelt werden.

Dass durch das künftige „Neu-Donaufeld“ eine Straßenbahnlinie (in West-Ost-Richtung) führen soll, ist fix in den Planungen enthalten. Heute kann jedoch noch nicht der genaue Zeitpunkt angegeben werden, und es wird auch auf die Finanzierung durch die „Wiener Linen“ ankommen, die jedenfalls bei den Abstimmungsgesprächen mit MA 28 etc. eingebunden sind. Für BesucherInnen werden ca. 10% der Stellplätze reserviert sein, jedoch nicht „outdoor“, sondern in Sammelgaragen – und mit Ladestationen für E-Autos.

Auf Info-Tafeln wurde die Lage der 10 Bauplätze des „Quartier An der Schanze“ (das ist der im Dezember 2017 gewidmete Bereich zwischen dem Grünzug und der Dückegasse) vorgestellt. So soll z.B. lediglich auf einem Teil des Feldes „G“ frei finanziert gebaut werden, rund 90% der Wohnungen werden gefördert. Auf den Bauplätzen „H“ und „I“ ist die Vergabe eines Baurechts vorgesehen, d.h. der Grund bleibt im Besitz der Öffentlichen Hand (in Form des „Wohnfonds“). Das – leider ziemlich kleine – Baufeld „C“ ist einer Baugruppe vorbehalten, dort können rund 60 Wohneinheiten entstehen.


Die bei der Veranstaltung präsentierte Infotafel mit der Lage der Baufelder, die vom „wohnfonds_wien ausgeschrieben wurden:  Links der künftige Grünzug, ganz rechts die Tokiostraße (schon im 22. Bezirk).

Es ist also mit einer Vielfalt und einer sozialen Durchmischung zu rechnen. Baubeginn wird voraussichtlich 2021 sein, 2023 könnte schon ein großer Teil der Wohnungen bezogen werden.

G.J.

Fachexkursion im Donaufeld

Anlässlich der „Architekturtage 2019“ der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) fand am 25. Mai 2019 auch eine geführte Tour zum Thema „Wie wird aus einem Feld eine Stadt?“ statt. Treffpunkt war der „Infopoint“ der „Gebietsbetreuung Stadterneuerung“ (GB*nord) Ecke Dückegasse/An der Schanze.
Zahlreiche ExpertInnen standen zur Verfügung, um Fragen über das Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld zu beantworten. René Ziegler vom Büro „RAUMPOSITION“, das an den Planungen beteiligt ist, sprach über den Beginn des Bauträgerverfahrens und die bevor stehende „dialogische Phase“.

René Ziegler (links, mit Mikrofon) und ExpertInnen informieren über den Stand der Planungen (Fotos: G. Jordan).

Heinz Berger (l). bei seinem Diskussionsbeitrag.

Bei den Fragen und Anregungen in der anschließenden Diskussion wurden u.a. der Wunsch nach einem zusätzlichen Gewässer im gewidmeten Grünzug (durch Grün-Bezirksrat Heinz Berger), die Wichtigkeit von Bäumen und die Vorteile von Hochgaragen (die, wenn sie nicht mehr benötigt werden sollten, rückgebaut werden können) zur Sprache gebracht.

Erkundungsgang am Straßenzug An der Schanze.

Anschließend wanderten die TeilnehmerInnen durch die Leopoldauer Haide bis zur ehemaligen Gärtnerei in der Nordmanngasse 60, wo dem  Kunstprojekt „Volksherrschaft im Garten“  des Kollektivs „Club Real“ ein Besuch abgestattet wurde.

Die dort abgehaltenen Performances nennen sich „Parlament der Organismen“ und sollen Bewusstsein für die Interessen der Lebewesen in der Umgebung schaffen.
An der Stelle des 80 Meter langen (leer stehenden) Gewächshauses und seiner Umgebung soll in Zukunft ein Bildungscampus errichtet werden.

Eine weitere Station der Erkundungstour war die 1997-99 errichtete „Autofreie Mustersiedlung“ in der Nordmanngasse 25-27, wo zunächst unter der Leitung der Architektin und Stadtplanerin Gabu Heindl über Stadtlandwirtschaft und Ernährungssouveränität diskutiert wurde.

Gabu Heindl (r.) bei der Diskussion in der „Autofreien Mustersiedlung“.

Anschließend sprachen die für die Grünraumplanung der Wohnanlage zuständigen LandschaftsarchitektInnen Maria Auböck und János Kárász über ihre damalige Tätigkeit. Sie waren beispielsweise gegen die Umzäunung des zentralen Biotops im Hof gewesen, konnten sich aber in dieser Frage gegen den Wunsch eines Bauträgers nicht durchsetzen.

Maria Auböck, Stephan Lanner und János Kárász vor dem Biotop im Hof der „Autofreien Siedlung“ (dazwischen der „ungeliebte Zaun“).

Stephan Lanner, ein Bewohner der Anlage, nannte drei Erfolgsfaktoren des Projektes – die engagierten ArchitektInnen, die Mitbestimmung der künftigen BewohnerInnen und das Thema „Autofreiheit“. Bis heute ist rund ein Viertel der Haushalte aktiv in der Gestaltung des Lebens der Community involviert.

Gerhard Jordan

Danke!

In Donaufeld war die grüne Präsenz auch in der schwierigen Situation nach der Nationalratswahl 2017 gegeben – zuletzt gab es zahlreiche Kontakte bei Hausbesuchen, „Radrettung“ und bei anderen Gelegenheiten.

Bei der Europaparlamentswahl 2019 stand mit Werner Kogler ein überzeugender Kandidat an der Spitze, der bereits vor einem Jahr Donaufeld besucht hatte.

Donaufeld und Umgebung war auch diesmal wieder der „grünste“ Bezirksteil:
In mehreren Wahlsprengeln wurden Ergebnisse über 20 Prozent eingefahren, so etwa in jenem mit der „Autofreien Mustersiedlung“ (mit 34,85% Rückkehr auf Platz 1!), beim Kirschblütenpark westlich der Attemsgasse im 22. Bezirk (25,45%), in den Sprengeln mit den Wohnanlagen auf dem ehemaligen „Bombardier“-Gelände (22,93%), mit dem Margarete Schütte-Lihotzky-Hof (20,35%) und mit den Wohnanlagen auf dem Schicht-Areal (20,30%) sowie in Sprengeln auf dem Mühlschüttel (wo insgesamt über 16% grün wählten) und auf dem Bruckhaufen (Gesamtergebnis dort: 17,58%).  Im Stadterweiterungsgebiet um die Tokiostraße lag der Grün-Anteil über 20%.

Im gesamten Bezirk Floridsdorf erreichten die GRÜNEN (inklusive Wahlkarten) 13,05% der Stimmen, in der Donaustadt 14,19%.

Allen WählerInnen, die ihr Vertrauen diesmal den GRÜNEN geschenkt haben, ein herzliches Danke!

Das „GrünRaum Donaufeld“-Team

Grüne Hausbesuche im Donaufeld

Auch in Donaufeld und Umgebung waren die Grünen im Mai unterwegs, um bei Hausbesuchen mit BewohnerInnen über Klimaschutz, Umwelt und Fragen der Wohnqualität zu sprechen.

In der Wohnanlage „Grüne Schanze“, Donaufelder Straße 91, begrüßten die meisten der Befragten Maßnahmen wie Fassadenbegrünungen, Beschattungs-Installationen oder Baumpflanzungen. In der Wohnanlage selbst sind aber „Hitzesommer“ nicht so stark zu spüren wie anderswo – die Ausrichtung der Wohnungen ist vorteilhaft, und es wurde auch bereits mit Fassadenbegrünungen begonnen.


In der Wohnanlage „Grüne Schanze“ gibt es teilweise bereits begrünte Fassaden (Foto: Die Grünen).

Die grünen Teams, die rund um den Kirschblütenpark (Tokiostraße, Attemsgasse) unterwegs waren, berichteten über interessante, oft auch längere Gespräche mit BewohnerInnen, die ebenfalls großteils eine Wohnzufriedenheit zum Ausdruck brachten. Besonders wird der Park hervorgehoben, wobei die Bäume noch einige Zeit brauchen, um die erforderliche Beschattungswirkung zu entfalten. Auch der Wunsch nach einem Wasserspiel und nach mehr Spielgeräten wurde geäußert.


Hausbesuche rund um den Kirschblütenpark im Mai 2019  (Foto: Die Grünen).

Dass Österreich die Klimaschutzziele, zu denen es sich in Paris verpflichtet hat, doch noch erreichen würde, wurde von nahezu allen GesprächspartnerInnen angezweifelt – was ein Argument mehr ist, bei kommenden Wahlen die Grünen zu stärken, die auf Europaparlamentsebene die aktivste Kraft im Bereich Klimaschutz ist, wie eine Untersuchung des aus über 150 Umwelt-NGOs bestehenden  Climate Action Network (CAN)  Europe erst jüngst festgestellt hat.

AKTUELLER NACHSATZ:
Das „Ibiza-Video“ und die Ereignisse danach haben gezeigt, dass auch „POLITISCHER KLIMASCHUTZ“ notwendig ist!
Die GRÜNEN stehen in ganz Europa für Rechtsstaatlichkeit, Fairness, Transparenz und Korruptionsvermeidung.

Kunstprojekt: Die „Volksherrschaft im Garten“ tagt

Im Herbst 2018 eröffnete das von KÖR („Kunst im Öffentlichen Raum“) geförderte  Kunstprojekt „Volksherrschaft im Garten“  seinen „eigenen Staat“ in einer ehemaligen Gärtnerei in der Nordmanngasse 60, auf der Leopoldauer Haide.

Im Rahmen einer Performance kommen die in einer landwirtschaftlichen bzw. gärtnerischen Flora und Fauna vorhandenen Organismen – vertreten durch Menschen – zu Wort. Sie schaffen sich eine eigene Verfassung, wählen ein Parlament und artikulieren ihre Interessen.


Die Verfassung der „Volksherrschaft im Garten“  (Fotos: Gerhard Jordan).

Nicht nur das KünstlerInnenkollektiv „Club Real“ ist daran beteiligt, sondern auch DonaufelderInnen machen – oft spontan – bei den Aktionen mit.

Am 11. Mai 2019 stand u.a. die zweite Sitzung des „Parlaments der Organismen“ auf dem Programm.
Doch zunächst führte „Evolutionsbiologe“ Dr. Hannes Anbelang interessierte BesucherInnen durch das Gelände, auf dem in den 1960er-Jahren eines der größten Glashäuser Österreichs stand – von dem heute noch das Gerüst steht – und wo Salat in großen Mengen produziert wurde.

Bei der Vereidigung der „ParlamentarierInnen“ – durchgeführt von Flora Schwanda, der „Allegorie der Volksherrschaft“ – waren sowohl Pflanzen (wie Spitzahorn oder Kanadische Goldrute) also auch Tiere (Braunbrustigel, Rauchschwalbe, Weinbergschnecke, Laubfrosch u.a.) vertreten, ja sogar Bakterien.


Angelobung von Anna Karall, Vertreterin des „Engerlingsschirmlings“.

Im Anschluss daran wurde der Entwurf einer „Hymne der Volksherrschaft“ vorgelesen und angenommen.

Danach wurde ein Denkmal zur Erinnerung an 20.000 im Jahr 1987 „hingemetzelte“ Salatköpfe enthüllt.


Flora, die „Allegorie der Volksherrschaft“, bei der Enthüllung des Denkmals für die Salatköpfe.

Begleitet wurde die Feier von Liedern über Floridsdorf, die der in der Region bestens verankerte „Nordbahnbundchor“ beisteuerte.


Der Floridsdorfer „Nordbahnbundchor“ in Aktion.

Schließlich kam es zu den intensiven und teilweise kontroversen „politischen Debatten“ der Organismen, bzw. der „menschlichen VertreterInnen“ ihrer Interessen.


Die Diskussion der „ParlamentarierInnen“ bei ihrer zweiten Sitzung.

Das Gelände ist übrigens frei zugänglich und kann „erkundet“ werden. Die dritte Sitzung des „Parlaments der Organismen“ findet am Samstag, den 14. September 2019 um 16:30 Uhr statt.


Treffpunkt für Mensch, Tier und Pflanze:  Die „Volksherrschaft im Garten“ in der Nordmanngasse 60.