Danke!

DANKE für Ihr Vertrauen!

Es ist geschafft!

Die ÖsterreicherInnen haben einen Bundespräsidenten gewählt, der für Zusammenhalt steht und damit radikalen Tendenzen eine Absage erteilt.

Ein großes Dankeschön an alle WählerInnen und an die vielen UnterstützerInnen im Rahmen der überparteilichen Kampagne für Alexander Van der Bellen!

Eine Analyse des Wahlergebnisses in Donaufeld folgt in Bälde.

Die Ergebnisse in Transdanubien:  Floridsdorf   Donaustadt

Ihr „GrünRaum Donaufeld“-Team

4. Dezember: Wir wollen uns nicht wundern!

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VIDEO   I am from Austria

STIMMEN für Van der Bellen

UNTERSTÜTZUNGSPLATTFORM für Van der Bellen

Heinz Fischer und Irmgard Griss unterstützen Van der Bellen:   orf.at

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Liebe Österreicherinnen und Österreicher,
ich bitte Sie noch einmal um Ihre Stimme und Ihr Vertrauen. Ich verspreche Ihnen, sorgsam damit umzugehen.

Mein größtes Anliegen ist es, der Bundespräsident für alle Österreicherinnen und Österreicher zu sein. Ich werde immer nach bestem Wissen und Gewissen für das Ansehen unserer Heimat handeln.

Denn Österreich muss ein starkes Land im Herzen Europas bleiben. Und dafür braucht es jetzt vor allem Zusammenhalt, Vernunft und Mut.

Lassen Sie uns gemeinsam an einer guten Zukunft für Österreich arbeiten.

Ich bin bereit. Mehr denn je.
Danke für Ihre Unterstützung,

Ihr Alexander Van der Bellen

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(Sujets: Verein „Gemeinsam für Van der Bellen“)

 

Ein Bus fürs Schicht-Areal!

Im Erläuterungsbericht zur letzten Flächenwidmung des Areals nördlich des sogenannten „Schicht- Schlössels“ (Plandokument Nr. 8153, beschlossen im April 2016) wurde festgestellt:
„Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist ungünstig.“
Inzwischen haben auch AnrainerInnen wieder daran erinnert, dass sie bereits im Juni 2012 bei einer BürgerInnenversammlung auf die Notwendigkeit hingewiesen haben, dass ein derart großes Neubaugebiet auch durch ein öffentliches Verkehrsmittel erschlossen werden sollte. Es ist den neuen BewohnerInnen kaum zuzumuten, auf ihren alltäglichen Wegen fast 700 Meter zur nächsten Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels zu Fuß zurückzulegen, insbesondere älteren und pflegebedürftigen BewohnerInnen der neuen Johanniter-Residenz an der Ecke Satzingerweg/Hans-Czermak-Gasse.

In der Sitzung der Floridsdorfer Bezirksvertretung vom 9. November 2016 haben die Grünen daher einen Antrag auf Einrichtung einer Busverbindung zu den neuen Wohnhausanlagen gestellt, der von allen Parteien unterstützt wurde. In der Folge ist dieses Anliegen jetzt an die „Wiener Linien“ zur Überprüfung der Realisierungsoptionen weitergeleitet worden.

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Das „Schicht-Schlösschen“ aus dem Jahr 1900. Die Umgebung ist leider mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar. (Foto: Heinz Berger)

Donaufeld: Ausstellung und Runder Tisch zur Ersten Entwicklungsphase

Am 20. und 21. Oktober 2016 fand bei der Infobox Donaufeld, Ecke Dückegasse/An der Schanze, die Ausstellung der Pläne für die erste Entwicklungsphase des Zielgebietes Donaufeld entlang der Dückegasse statt.

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Der städtebauliche Rahmenplan und das Mobilitäts- und Freiraumkonzept wurden von der Projektkoordinatorin DI Susanne Fabian und DI Anna Spreitzer von der MA 21, von Christina Kirchmair, BSc. und DI Philip Krassnitzer vom Planungsbüro „stadtland“ und von DI Martin Niegl vom Verkehrsplanungsbüro „Komobile“ vorgestellt.

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Auf Schautafeln wurde über die Planungen der ersten Entwicklungsphase westlich der Dückegasse informiert. (Fotos: Heinz Berger)

Beim Runden Tisch zur ersten Entwicklungsphase am 11. November 2016 wurde dann im Haus der Begegnung Floridsdorf unter der Leitung von DI Herbert Bork vom Planungsbüro „stadtland“ in erster Linie über den aktuellen Stand des Projektes, den weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die konkrete Bebauung mit DI Susanne Fabian von der MA 21 und DI Markus Vogl von „querkraft architekten“ diskutiert.

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Bei beiden Gelegenheiten haben AnrainerInnen Fragen und Anregungen bezüglich Bauhöhe, Dichte, Abstufung zu Bestandsgebäuden, Parkgaragen, öffentlichem Verkehr, Grünflächen und bezüglich des zeitlichen Horizonts der Bebauung vorgebracht.

Besonders kritisch wurde von einigen BürgerInnen angemerkt, dass außer der Verlegung eines Radweges kaum etwas von den Vorschlägen aus der Beteiligung in die aktuellen Pläne eingeflossen sei. Die PlanungsexpertInnen legten klar, dass sie sich intensiv mit den Anregungen auseinandergesetzt haben, die die Flächenwidmung betreffen. Die vorgeschlagene abgestufte Höhenentwicklung zu den bestehenden Wohnbauten hin sei bereits eingeplant worden, für die gewünschte Nord-Süd-Durchwegung war vorerst leider keine Lösung möglich. Viele Vorschläge aus der Bevölkerung sind allerdings nicht in der Flächenwidmung umsetzbar, sondern gehören in die Ausschreibung für den städtebaulichen Wettbewerb, der erst nach der Umwidmung starten wird. Es sollte sichergestellt werden, dass die Anregungen aus der Beteiligung dann in den Rahmenbedingungen festgehalten werden.

Es wurde angeregt, dass weitere autofreie Siedlungen errichtet werden, und insbesondere wurde starke Kritik am geänderten Garagenkonzept geübt, das nun zusätzlich zu den 1.800 Stellplätzen an den „Mobility Points“ ebenso viele Stellplätze in Tiefgaragen vorsieht.  Frau Fabian hielt dagegen fest, dass dieser Kompromiss immer noch ein sehr ambitionierter Plan sei, da es „am anderen Ende des Meinungsspektrums“ auch die Forderung nach viel mehr Garagenplätzen gibt.

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Zusätzlich ist das Mobilitätskonzept aber auch noch dadurch gefährdet, dass der geplante Bus in der ersten Entwicklungsphase nur entlang der Dückegasse fahren soll, während die „Mobility Points“ aus verkehrstechnischen Gründen nicht angesteuert werden könnten. Um zu verhindern, dass die neuen BewohnerInnen gleich nach der Übersiedlung zur Verwendung des Autos gedrängt werden, was in der Folge möglicherweise den Ruf nach zusätzlichen Stellplätzen nach sich ziehen könnte, sollte hier rasch eine Lösung gefunden werden, wie etwa ein vorgezogener Betrieb des 33A über die Nordmanngasse in die verlängerte Arakawastraße, oder ein Kleinbus, als Shuttleverbindung  zum Zentrum Kagran, der keine aufwändigen Straßenausbauten notwendig machen würde.

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Auf die Kritik, dass in einem Auto-reduzierten Stadtteil derart breite Straßenquerschnitte mit mehreren Richtungsfahrspuren geplant seien, wurde entgegnet, dass diese Straßengestaltung nur bei den großen Aufschließungsstraßen geplant sei, während sonst überall Straßen ohne Niveauunterschiede mit hoher Aufenthaltsqualität geplant seien. Parken an der Oberfläche ist nicht vorgesehen (ausgenommen Ladetätigkeit).
Auf die Forderung nach einer Überbauung von Gewerbeparks (Beispiel Auhof) anstatt der Versiegelung fruchtbarer Böden wurde entgegnet, dass das sehr langwieriger und komplizierter Verhandlungen bedarf, da die Gewerbebetriebe nach der gültigen Rechtslage ja nicht dazu gezwungen werden können.

Sorge besteht auch um die geplanten Qualitäten im neuen Stadtteil, die aus heutiger Sicht aufgrund der vielen zusätzlichen Verpflichtungen der Bauträger aus den städtebaulichen Verträgen zur Finanzierung der gesamten Infrastruktur gefährdet scheinen. Hier wurde zugesichert, dass die Qualitäten (wie z. B. Dachbegrünungen, großzügige Freiflächen zwischen den Baufeldern, u.a.) in den Bauträgerwettbewerben vorgeschrieben werden. Zur geplanten Dichte im „Ereignisband“ wurde festgehalten, dass im Donaufeld kein neues Zentrum geschaffen werden soll, sondern nur eine lebendige Verbindungsachse mit höheren Erdgeschosszonen für Lokale und Gewerbebetriebe zwischen den regionalen Zentren Floridsdorf und Kagran.

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Der bisher größte Erfolg ist sicher der zentrale Grünzug, der in ungeschmälertem Umfang in den Plänen erhalten blieb. Weitere große Herausforderungen bleiben aber die Finanzierung des Ankaufs der Grünflächen, eine durchgängige Nord-Süd-Durchwegung, die geringe Breite des westlichen Grünzugs, der Erhalt der Gemüseproduktion, eine verträgliche Baudichte und angepasste Bauhöhe.

Noch 2016 – am Dienstag, den 13. Dezember (18 Uhr, Haus der Begegnung, Angerer Straße 14) – wird der nächste Runde Tisch zum Thema „Mobilitätskonzept“ stattfinden.

Bezirksrat Heinz Berger

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Junge Wohnideen fürs Alter – auch in Donaufeld

Neue Stadtteile in Floridsdorf brauchen junge Wohnideen fürs Alter, denn die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft macht auch vor Floridsdorf nicht Halt.
Die Grünen Floridsdorf treten für intergenerationelles Wohnen und zukunftsorientierte, gemeinschaftliche Wohnmodelle mit inkludierten Pflegeangeboten ein.
In Donaufeld gibt es erfreulicherweise erste alternative Projekte.

Geburtenplus und Zuwanderung: Wien wie auch Floridsdorf werden jünger. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Gesellschaft insgesamt altert – so auch Floridsdorf. Bis 2034 werden laut VIE-Bevölkerungsprognose der MA 23 alle Altersgruppen wie folgt zunehmen: +10,6% bis 24 Jahre, +8% zwischen 25 und 59 Jahren und +38,8% über 60 Jahre. Am stärksten wächst die Altersgruppe der Über 75-Jährigen: +65,4%. 2034 wird unser Bezirk rund 47.200 Menschen über 60 Jahre beheimaten, davon werden 16.776 über 75 Jahre alt sein. Die Grünen Floridsdorf setzen auf intergenerationelles Wohnen und neue Wohnmodelle mit inkludierten Pflegeangeboten.

Wohnprojekt „ICH-DU-WIRplus“ in der Viehtriftgasse 3 (Leopoldau)

Dieses Wohnprojekt der Genossenschaft Altmannsdorf-Hetzendorf, das Anfang 2017 fertiggestellt wird, liegt gegenüber der markanten Wohnanlage aus den 1990er-Jahren von Jean Nouvel. Es zeichnet sich besonders durch sein gemeinschaftliches Wohnen von verschiedenen Generationen aus und entspricht daher ganz dem Zukunftstrend. Neben geförderten Wohnungen bietet es auch 2er-Wohngemeinschaften und zwei Wohngemeinschaften mit je 150 für jeweils 4 WahlfreundInnen ab 55plus. Die individuell anmietbaren 4 Mini-Apartments verfügen jeweils über eine eigene Sanitäreinheit (Dusche, WC, Waschbecken), eine kleine Kochnische und eine private Terrasse. Jede der beiden WGs besitzt darüber hinaus als DU-WIR-Bereich eine große gemeinschaftliche Wohnküche und eine Gemeinschaftsterrasse. Unterstützung beim Zusammenfinden der WGs und in der Einzugsphase wird durch die begleitende Moderation geboten. Die m²-Preise sind besonders günstig (7,67 € Miete + 60 € Finanzierungsbeitrag).

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Johanniter-Residenz Schichtgründe (Donaufeld)

Immer mehr ältere Menschen wollen in den eigenen vier Wänden, mit befreundeten Nachbarn, so lange wie möglich selbstbestimmt leben. Das gelingt dann besonders gut, wenn entsprechende Unterstützungsleistungen angeboten werden –  das WohNfühlprojekt: „Johanniter Residenz Schichtgründe“ ist solch ein Wohnprojekt. Auf dem historischen Gelände der Schicht-Werke, am Satzingerweg 62, entstehen aktuell 53 barrierefreie Wohnungen mit Balkon, Loggia oder Terrasse sowie mit Sicherheitsnetz und Conciergeservice mit Unterstützung bei Essenszustellung, Einkaufs- und Reinigungsdienst, Reparaturservice, Putzerei- und Wäschedienst, Pflege- und Betreuungsdienst, Krankentransport und Fahrdienst, Besuchsdienst, Begleitung bei Behördenwegen, Physiotherapie und Massagen, Friseur und Fußpflege und vielem mehr. Alle Wohnungen sind mit dem Johanniter-Hausnotruf ausgestattet, der ein besonderes Sicherheitsnetz für den Notfall bietet. Als Rettungsorganisation können die Johanniter binnen kürzester Zeit qualifizierte medizinische Hilfe schicken.

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Die „Johanniter-Residenz“ auf dem Satzingerweg 62 – Südseite an der neuen Erna-Musik-Gasse (Foto: Klaus Pahlich).

Ziele einer altersgerechten Bezirksentwicklung

Möglichst lange selbstbestimmt und gesund in vertrauter Umgebung leben zu können – gemeinsam statt einsam – entspricht dem neuen Zeitgeist. Fragt man Menschen heute, wie sie alt werden wollen, antworten sie oftmals „mit Freunden“. Damit das gelingen kann, suchen sie die Sicherheit, sich im Bedarfsfall auf ein ausreichendes und qualitativ gutes Netz von objektiver Beratung, Unterstützung und Pflege verlassen zu können.
Darauf und auf die Möglichkeiten sozialer und kultureller Teilhabe sowie intergenerationeller Begegnungsräume sollten wir bei der Planung neuer Stadtteile und Wohnprojekte in Floridsdorf daher besonders achten. Sie sind die beste Vorsorge gegen Isolation und für ein gesundes Altern und steigern die Lebensqualität im Grätzel.

Ebenso braucht es Präventions- und Dienstleistungsangebote sowie unterstützende NachbarInnen. Vieles kann in Eigenregie in gemeinschaftlichen Wohnprojekten geschehen. Wir sollten deshalb in allen neuen Stadtteilen solche Wohnprojekte vorsehen (Donaufeld, Gaswerk Leopoldau, …). Dafür kann sich der Bezirk einsetzen. Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Ansprüchen des Alterns auch in Zukunft gerecht werden – ein möglicher Weg zu einer generationenfreundlichen Bezirksentwicklung Floridsdorfs.

Bezirksrätin Gabriele Tupy

Ausstellung über die Geschichte Donaufelds im Bezirksmuseum

Am 25. September 2016 wurde die Sonderausstellung „Donaufeld. Gestern – Heute – Morgen“ im Bezirksmuseum Floridsdorf (Prager Straße 33) eröffnet. Sie ist noch bis 13. November zu sehen und bietet interessante Einblicke, wenngleich gerade bei Donaufeld ein „weniger traditioneller“ Zugang mit einer stärkeren Betonung des „Heute“ und „Morgen“ eine Chance geboten hätte.

Eindrücke von Gerhard Jordan

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Sonderausstellungen über einzelne Bezirksteile Floridsdorfs im Bezirksmuseum. Donaufeld fehlte noch, dies wurde jetzt nachgeholt – als erste Sonderausstellung nach der kontrovers diskutierten „Neu-Übernahme“ der Museumsleitung Anfang 2016. „Historischer Anlass“ war, dass vor 130 Jahren, im Jahr 1886, die Umbenennung der selbständigen Gemeinde „Neu Leopoldau mit Mühlschüttel“ auf „Donaufeld“ bewilligt wurde (weil es immer wieder zu Verwechslungen mit Leopoldau gekommen war).

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Modell einer der „Schiffsmühlen“, die dem Mühlschüttel den Namen gaben.  (Fotos: G.J.)

Schon 2015 war das Buch „Donaufeld mit Bruckhaufen“ von Kustos Ing. Franz Uhlir erschienen, das um 12 € im Museum erhältlich ist und die Grundlage für die Ausstellung lieferte. Ergänzende Recherchen kamen auch vom neuen Museumsleiter Ing. Ferdinand Lesmeister, einem Leopoldauer mit einigen „Donaufeld-Bezügen“.

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Auf den Schautafeln ist Material zu vielfältigen Themenbereichen zu sehen:  Gebietsentwicklung (mit Karten und Luftaufnahmen), ehemalige Industriebetriebe (z.B. die „Lohner-Werke“ in der Donaufelder Straße, die Raffinerie Shell in der Pilzgasse oder die Eisenbettenfabrik Quittner in der Leopoldauer Straße) und Landwirtschaft, die Pfarrkirche, der Bruckhaufen (positiv hervorzuheben: die Roma, Sinti und Lovara wurden in diesem Zusammenhang erwähnt), Kleingartenvereine, Gemeindebauten, Verkehr, etc.

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Auf Luftbildern sind die baulichen Veränderungen gut nachvollziehbar.

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Einen zentralen Bestandteil der Ausstellung bilden Fotos und Dokumente aus der kurzen Zeit der selbständigen Gemeinde zwischen der Trennung von Leopoldau (1880/81) und der Eingliederung in die Großgemeinde Floridsdorf (1894), die ihrerseits wiederum 1904/05 als 21. Bezirk ein Teil Wiens wurde. Es gab in der Geschichte des heutigen Bezirksteils lediglich zwei Bürgermeister, nämlich Alois Bertl (bis 1887) und Franz Plankenbüchler.

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Museumsleiter Lesmeister mit den Gemeinderats-Protokollen. Er weist darauf hin, dass 1885 in der Diskussion über den neuen Namen der Gemeinde auch „Nordwien“ zur Wahl stand, aber sich letztlich „Donaufeld“ bei der Abstimmung durchsetzte.

Dennoch hätte das Thema „Donaufeld“ Chancen geboten, die zu wenig genutzt wurden:
Donaufeld ist der jüngste Teil des 21. Bezirks und wahrscheinlich der dynamischste – in vielfacher Hinsicht.  Die Geschichte der Besiedlung beginnt (im Gegensatz zu jener der einstigen Marchfelddörfer) erst im 19. Jahrhundert, als ab ca. 1830 der Mühlschüttel entstand und nach 1860 das Gebiet nördlich von Patrizigasse und Donaufelder Straße nach und nach verbaut wurde. Ab Anfang der 1990er-Jahre beschleunigte sich die Entwicklung durch Neubauten, die teilweise „Neuland“ beschritten, wie z.B. die „FrauenWerkStadt“ Ecke Donaufelder Straße/Carminweg.

Zwar stehen gleich beim Eingang einige Tafeln der Magistratsabteilung 21 mit Informationen zum Stadterweiterungsgebiet Donaufeld, doch die jüngsten Entwicklungen sind dennoch etwas „stiefmütterlich behandelt“.

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Schautafeln der MA 21 im Foyer.

Ein Beispiel:  Beim Thema „Verkehr“ werden zwar Straßenbahnlinien, die in den „Lohner-Werken“ hergestellten Fahrzeuge etc. ausführlich behandelt, aber dass es in Donaufeld auch die „Autofreie Mustersiedlung“ (ein weit über die Grenzen Österreichs hinaus beachtetes Pilotprojekt) gibt, oder dass die Idee der „Mobilitätsmappe“ in Donaufeld (bei den Wohnanlagen die auf dem Areal der früheren Lohner-Werke entstanden sind) umgesetzt wurden, bleiben unerwähnt.

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Die einstigen „Lohner-Werke“ (in denen u.a. der „Sissy-Roller“ hergestellt wurde) nehmen einen prominenten Platz ein.

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Auch angesichts des „Morgen“ im Titel der Ausstellung wäre es interessant gewesen, zu erfahren, dass sich seit geraumer Zeit auch BürgerInneninitiativen konstruktiv mit der zukünftigen Entwicklung des Donaufeldes auseinander setzen.

Es bleibt zu hoffen, dass das Bezirksmuseum bei zukünftigen Ausstellungen und Veranstaltungen einen „offeneren Zugang“ wählt, der auch TrägerInnen der Zivilgesellschaft einbezieht bzw. Anregungen aus diesem Bereich aufgreift.

Die Ausstellung ist aber dennoch sehenswert und kann noch bis zum 13. November 2016 besucht werden (Öffnungszeiten: an Dienstagen von 15-17 Uhr und an Sonntagen von 10-12 Uhr).

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Die Ausstellung kann noch bis 13. November 2016 besichtigt werden.

 

Die 3. Floridsdorfer Radrundfahrt besuchte Donaufeld

Am 24. September 2016 fand zum dritten Mal die „Floridsdorfer Radrundfahrt“ statt, bei der die „Radlobby Floridsdorf“ vor Ort konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur macht.

Rund 50 AktivistInnen von Fahrrad-NGOs sowie interessierte BürgerInnen und einige aktive und ehemalige BezirksrätInnen trafen sich am traditionellen Sammelpunkt vor dem Amtshaus, wo Heinz Berger, BürgerInneninitiativ-Mitglied und parteiloser Bezirksrat der Grünen, die TeilnehmerInnen begrüßte und über die geplante Route informierte.

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Heinz Berger erläutert vor dem Amtshaus die Route.  (Fotos: Gerhard Jordan)

Diesmal ging die Fahrt vor allem in den Bezirksteil Donaufeld.

Bei der Fahrt Richtung Bruckhaufen wurde darauf hingewiesen, dass bei der U6-Station Neue Donau mehr geschützte Fahrradständer erforderlich sind, und eine rote Markierung bei der Kurve wo, nahe der Moschee, der Weg Am Rollerdamm in die Arbeiterstrandbadstraße einbiegt.

Am Wasserpark vorbei ging die Fahrt zum Mühlschüttel, wo Mitorganisator Alexander Polansky vorschlug, die Freytaggasse Richtung Broßmannplatz auch im Abschnitt vom Hallenbad bis zur Wedekindgasse für RadlerInnen zu öffnen.

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Vorschläge für Einbahn-Öffnungen:  Freytaggasse (oben) und Scheffelstraße (unten; Foto Susi Dietl).

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Richtung Donaufelder Straße fuhren die TeilnehmerInnen der Kundgebung, unter Begleitung der Polizei, ausnahmsweise die Scheffelstraße von der Franklinstraße, am Kinzerplatz vorbei, zum Hoßplatz – hier sollte Radfahren gegen die Einbahn auch unter „normalen Umständen“ ermöglicht werden.

Weiter ging es nach Norden, an der neuen Wohnanlage „LEO 21“ vorbei, zur Leopoldauer Straße und diese stadtauswärts in die Heinrich-von-Buol-Gasse. Dort wies Robert Spoula von der „Radlobby“ darauf hin, dass derzeit eine internationale Diskussion dahin gehend verläuft, Mehrzweckstreifen auf Fahrbahnen durch sogenannte „sharrows“ zu ersetzen – das sind Fahrbahnmarkierungen für RadfahrerInnen, die einen anteilig genutzten Fahrstreifen ausweisen (zusammengesetzt aus den englischen Worten „share“ = teilen und „arrow“ = Pfeil). Diese würden gegenüber den bisherigen Mehrzweckstreifen die Verkehrssicherheit erhöhen.

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Zwischenstation in der Heinrich-von-Buol-Gasse.

Weiter, über die Siemensstraße, ging die Fahrt zur kaum bekannten (und auf Privatgrund befindlichen) ersten „Begegnungszone“ des 21. Bezirks: eine Durchfahrt zwischen dem EUROSPAR Siemensstraße 105 und der Richard-Neutra-Gasse (zwischen den Nummern 3 und 5).

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Die erste „Begegnungszone“ in Floridsdorf bei der Richard-Neutra-Gasse (das Verkehrsschild wurde durch die „MaHü“-Diskussion bekannt).

In Leopoldau, beim Stadlweg, gab es eine Zwischenstation beim Bio-Bauernhof Prohaska, einem wichtigen Nahversorger für viele Floridssdoferinnen und Floridsdorfer, wo die RadlerInnen mit Bio-Obst und Gemüse versorgt wurden.

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Bäuerliches „Hintaus“ auf dem Stadlweg in Leopodlau (oben);  Bio-Bäuerin Grete Prohaska (2. von rechts) bewirtete die RadlerInnen (unten).

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Zurück zum Amtshaus ging es durch Josef-Baumann-Gasse, Donaufelder Straße, Dückegasse und Drygalskiweg zur Straße An der Oberen Alten Donau, die die „Radlobby“ gerne in eine „Fahrradstraße“ (also eine Straße mit Vorrang für den Radverkehr) umwandeln würde – die erste „Fahrradstraße“ in Wien war übrigens 2013 ein Abschnitt der Kuchelauer Hafenstraße im 19. Bezirk.

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Auf dem – teilweise noch ländlich anmutenden – Drygalskiweg.

Und noch eine Möglichkeit zur Stärkung gab es vor der Erreichung des Ziels: die Belegschaft des Gasthauses Birner, An der Oberen Alten Donau 47, hatte die RadlerInnen zur einem Gratis-Eis bei der „Eisdiele“ eingeladen.

Dafür – und auch für den umsichtigen Einsatz der Polizei bei der Begleitung der Kundgebung – ein herzliches „Danke“.

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Die OrganisatorInnen der Radrundfahrt mit dem Team des Gasthauses Birner bei der Eisdiele An der Oberen Alten Donau.


P.S.

Bei der 1. Floridsdorfer Radrundfahrt am 29. Mai 2015 war eine der Hauptforderungen die Herstellung einer attraktiven Radverkehrsanlage auf der Brünner Straße. Diese wurde nun, zumindest in einem Teilbereich, im Zuge der Errichtung des SMZ Nord, fertig.  Jetzt kann der Abschnitt zwischen B3 (Katsushikastraße) und Shuttleworthstraße auf einem Radweg befahren werden. Hoffentlich folgen bald die restlichen „Lückenschlüsse“!

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Ein Wunsch, der bei der 1. Floridsdorfer Radrundfahrt geäußert wurde, wurde teilweise erfüllt: ein Radweg entlang der Brünner Straße im Abschnitt nördlich der B3.

Der Beteiligungsprozess geht weiter – „Infobox“ wieder offen

Von Herbst 2013 bis November 2015 wurden in einer  ersten Phase  eines Beteiligungsprozesses zum Leitbild Donaufeld Anregungen und Wünsche aus der Bevölkerung zur Gestaltung des künftigen Stadterweiterungsgebiets Donaufeld gesammelt.

Danach kam es zu einer Ausschreibung der zweiten Phase. Diese – im Auftrag des Planungsressorts der Stadt Wien, moderiert vom Büro „stadtland“ – startete nun mit der Wiedereröffnung des „Info-Containers“ an der Ecke Dückegasse/An der Schanze am 24. September 2016.

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Die „Infobox“ an der Bezirksgrenze des 21. und 22. Bezirks ist wieder geöffnet. (Fotos: Gerhard Jordan)

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Im Lauf des Jahres 2017 soll die Umwidmung des östlichen Teils des Stadterweiterungsgebiets, inklusive des zentralen Grünzugs, erfolgen und vom  Beteiligungsprozess  begleitet werden. Inzwischen gibt es Konzepte zu Mobilität und Freiraum.

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Infotafeln stellen die Planungen und Konzepte vor.

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Am Begegnungsort bei der „Infobox“ wird jeden Samstag von 13-15 Uhr eine Ansprechperson anwesend sein, um Fragen zu beantworten und Anregungen entgegenzunehmen.