Eindrücke von der „Essbaren Stadt Andernach“

Die deutsche Stadt Andernach, bei Koblenz am Mittelrhein gelegen, begann vor vier Jahren mit dem Projekt „Essbare Stadt“. An der Stadtmauer wurde Gemüse gesetzt, auf Kinderspielplätzen Beete angelegt, Geschäftsleute stellen oder pflanzen Stauden vor ihre Auslagen, usw.
Die Ergebnisse sind beeindruckend: ein begrüntes und verschönertes Stadtbild, kaum mehr Vandalismus, mehr Tourismus und die Schaffung neuer Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze, vor allem für die Jugend und für Langzeitarbeitslose.

Grund genug für uns, einmal „über den Tellerrand zu blicken“. Mit dem Wiener Umweltsprecher Rüdiger Maresch und dem Umweltreferenten Rupert Fellinger fuhren einige Floridsdorfer BezirksrätInnen (Susi Dietl, Gerhard Jordan, Gabriele Tupy) zum Kongress nach Andernach am 13./14. Juni 2013. Aus Wien nahm außerdem noch Susanne Staller von der Gebietsbetreuung Floridsdorf an dem Kongress teil.

Das Gastgeschenk der Stadt Andernach an die Stadt Wien wollen wir demnächst an einem öffentlichen Platz in Donaufeld einpflanzen, und am 5. September 2013 um 18:30 Uhr laden wir zu einer Info-Veranstaltung über Andernach und was wir daraus lernen können mit Gemeinderat Rüdiger Maresch ins „Hopf-Haus“, Donaufelder Straße 241, 1220 Wien.

Susi Dietl, Gerhard Jordan

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EINIGE FOTOS AUS ANDERNACH

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Die Floridsdorfer Delegation, v.l.n.r.:  BezirksrätInnen Susi Dietl, Gabriele Tupy und Gerhard Jordan (GRÜNE), Susanne Staller (Gebietsbetreuung Floridsdorf).

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Grünes Interesse auch auf Rathaus-Ebene:  Umweltreferent Rupert Fellinger (l.) und Gemeinderat Rüdiger Maresch (2.v.l.).

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Voller Saal:  An der ersten Konferenz zum Thema „Essbare Stadt“ in der Mittelrheinhalle von Andernach nahmen über 130 Menschen aus 4 Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg) teil.

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Der engagierte Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten (im Amt seit 1994) motiviert auch die Beschäftigten in der Stadtverwaltung der 30.000 EinwohnerInnen-Gemeinde.

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Lutz Kosack, Geo-Ökologe der Stadtverwaltung, ist ein „Motor“ des Projekts „Essbare Stadt“.

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Die Idee „Essbare Stadt“ stammt ursprünglich aus Kassel, wo sie als „Bottom-up-Initiative“ mit „Guerrilla gardening“ etc. entwickelt wurde:  Karsten Winnemuth vom 2009 gegründeten Verein „Essbare Stadt e.V.“.

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Abschluss-Diskussion mit einigen Vortragenden am 14. Juni 2013.  V.l.n.r.:  Karl Werf („Perspektive gGmbH“), Prof. Klaus Neumann (Beuth Hochschule Berlin), Dr. Ute Arnold (Universität Bonn), Lutz Kosack (Stadtverwaltung Andernach), Friedrich Hachenberg (Planungsbüro „Stadt-Land-plus“) und Karsten Winnemuth (Verein „Essbare Stadt e.V.“, Kassel).

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In Eich, einem Stadtteil im südlichen Andernach, befindet sich ein Permakultur-Garten, der von einer gemeinnützigen GmbH („Perspektive“) bewirtschaftet wird, die auch Langzeitarbeitslose beschäftigt und ausbildet.

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Permakultur mit Blick auf die Landschaft der „Vulkan-Eifel“.

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Auch ein „Öko-WC“ wird als Forschungsprojekt gemeinsam mit der Universität Bonn betrieben.

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Das Fleisch der frei gehaltenen „Sattelschweine“ ist besonders begehrt.

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Ein Teil der Permakultur-Produkte wird im „FaiRegio“-Laden im Stadtzentrum (Hochstraße 53) verkauft.  Die Produkte aus der Region ergänzen solche aus „Fairem Handel“.

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Der „Fahrbare Schulgarten“ kommt in diversen Schulen zum Einsatz und zeigt, wie sich Pflanzen entwickeln.

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Im Graben der mittelalterlichen, von den Kölner Kurfürsten errichteten Burg Andernach tummeln sich „glückliche Hühner“.

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Gemüse wächst unterhalb der Stadtmauern und darf von der Bevölkerung geerntet werden: „Pflücken erlaubt“ statt „Betreten verboten“.

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Bohnen, Salat und Wein in „historischer Umgebung“.

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Auch Pfirsiche laden zum Gepflückt-Werden ein.

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Auf einem Kinderspielplatz nahe der Kathedrale haben SchülerInnen einen Gemüsegarten angelegt.

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Stangenbohnen vor dem „Runden Turm“ aus dem 15. Jahrhundert, einem Teil der Stadtbefestigung.

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Weintrauben wachsen vor dem Neuen Rathaus.

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Auch das Park Hotel an der Rheinpromenade lockt PassantInnen mit Weintrauben.

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Zahlreiche Geschäfte tragen zur „Essbaren Stadt“ bei:  Tomatenpfanze vor einer Buchhandlung.

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Abschließendes Gespräch der Floridsdorfer Grünen mit den beiden Andernacher Grün-Gemeinderätinnen Ulrike Linhsen (2. v.l.) und Charlotte Blanke-Sarholz (3.v.l.).

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