Ausstellung „Kunst am Bau“ in Floridsdorf eröffnet

Am 30. September 2012 wurde die Ausstellung „Kunst am Bau in Floridsdorf. Ein Streifzug zu unbekannten Kunstwerken im 21. Bezirk“, die Bezirksrat Mag. Gerhard Jordan gemeinsam mit dem Bezirksmuseum Floridsdorf gestaltet hat, von Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig eröffnet.

Die Eröffnung der Ausstellung am 30. September mit Wohnbaustadtrat Ludwig.

Die Eröffnung der Ausstellung am 30. September mit Wohnbaustadtrat Ludwig.

Ein VIDEO-BERICHT darüber ist auf „You Tube“ zu finden:  http://www.youtube.com/watch?v=reuEitk6MeY

Mit rund 70 BesucherInnen war der Andrang beachtlich. Der De La Salle-Chor sang zwischen den Ansprachen. Bei seiner Begrüßung bedankte sich Gerhard Jordan bei allen, die am Zustandekommen der Ausstellung mitgewirkt hatten (v.a. Herr Ing. Robert Ulbricht vom Bezirksmuseum, der die grafische Gestaltung übernommen hatte, und Dr. Berthold Ecker vom Kulturamt der Stadt Wien, der historische Objekte und Informationen beigesteuert hatte) und appellierte an die BesucherInnen, dem Bezirksmuseum bei der Zuordnung von Kunstwerken an privaten Wohnanlagen, bei denen die KünstlerInnen meist unbekannt sind, mit ihren Erfahrungen zu helfen. In Floridsdorf sind allein in Gemeindewohnanlagen (inklusive Hauszeichen) rund 500 Werke der „Kunst am Bau“ zu finden – damit ist der 21. Bezirk Spitzenreiter in Wien.

Stadtrat Ludwig wies auf die Bedeutung der „Kunst am Bau“ hin, auch auf Werke, die Widerspruch hervorriefen (unter den Gästen befand sich auch Frau Prof. Gerda Fassel, deren Skulptur „Katharina von Österreich“ 1983 vor dem Heinz-Nittel-Hof aufgestellt wurde) und ermutigte Floridsdorfer KünstlerInnen, Projekte im Rahmen von „Kunst im Öffentlichen Raum“ (KÖR) einzureichen.
Er sagte auch zu, dass die Stadt Wien für geeignete Zusatzinstallationen bei den Werken NS-belasteter Künstler in Floridsdorf sorgen werde – dieses Anliegen war, nach einem Antrag der Grünen vom November 2011, auch von der Bezirksvertretung Floridsdorf unterstützt worden.

In der Ausstellung wird sowohl ein chronologischer Überblick über Kunst in den einzelnen Epochen des 20. Jahrhunderts geboten, als auch über spezielle Aspekte wie Kunstrichtungen (Phantastische Realisten), Zustand der Kunstwerke (dank der Zusammenarbeit mit der MA 7 und dem MUSA-„Museum auf Abruf“ konnten auch Fotos von heute verschwundenen Objekten gezeigt werden) oder Spielplastiken. Auch Kunstwerke in öffentlichen Einrichtungen und vor allem Kunstwerke an privaten Wohnanlagen mit deren speziellen Sujets, die sich von denen im Gemeindebau oft stark unterscheiden, haben ihren Platz in der Ausstellung. Drei Bildhauer aus Floridsdorf – Oskar Bottoli, Karl Nieschlag und Alois Heidel (letzterer sogar mit einem Objekt, dem Teil einer um 1960 geschaffenen Brunnenfigur-Gruppe) sind mit eigenen Tafeln vertreten, und eine Bezirkskarte zeigt die geografische Verteilung der Objekte.

Allein in und an Gemeindewohnanlagen des 21. Bezirks haben nach 1945 rund 136 KünstlerInnen (unter ihnen 35 Frauen) Werke hinterlassen.

NACHTRAG:
–  Die Ausstellung war bis 25. November 2012 im Bezirksmuseum Floridsdorf, Prager Straße 33 (an den Öffnungstagen Dienstag 15-18 Uhr und Sonntag 9:30-12:30 Uhr) zu sehen und wurde insgesamt von mehr als 500 Menschen besucht.
–  Ende Mai 2014 wurde in Angyalföld, dem Budapester Partnerbezirk von Floridsdorf, eine ungarischsprachige Version der Ausstellung „Kunst am Bau in Floridsdorf“ eröffnet. Sie war bis Ende Juni 2014 im Kulturzentrum von Újlipótváros, einem Stadtteil des 13. Budapester Bezirks, zu sehen.
–  Am 10. Juli 2014 fand die erste Enthüllung einer erklärenden Zusatztafel bei einem in Floridsdorf befindlichen Werk eines NS-belasteten Künstlers statt – vor einem Sgraffito von Rudolf Hermann Eisenmenger in Großjedlersdorf (21. Bezirk).

Vitrine mit Material über den Floridsdorfer Bildhauer Alois Heidel.

Vitrine mit Material über den Floridsdorfer Bildhauer Alois Heidel.

Die Eröffnung der Ausstellung am 30. September mit Wohnbaustadtrat Ludwig.

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