Bei den Rundgängen durch Donaufeld (29. Juli) und Mühlschüttel/Zentrum Floridsdorf (17. September) stießen auch die vielfach unbekannten Kunstwerke an den Gemeindewohnanlagen auf Interesse der TeilnehmerInnen. Aus diesem Anlass laden die Grünen Floridsdorf zum Power Point-Vortrag
“Kunst am Bau” in Floridsdorf. Ein Streifzug zu unbekannten Kunstwerken im 21. Bezirk
mit Bezirksrat Gerhard Jordan.
Einleitende Worte von Gemeinderat David Ellensohn, Klubobmann der Grünen im Rathaus
Donnerstag, 1. Dezember 2011, um 18:30 Uhr im Grünen Büro Floridsdorf, Brünner Straße 26-32 (Gassenlokal).
Sowohl in der Zeit des “Roten Wien” als auch in der Zeit der Zweiten Republik wurden von der Stadt Wien hunderte Kunstwerke (Skulpturen, Mosaike, Sgraffiti, Reliefs, Spielplastiken usw.) auf und rund um Gemeindewohnanlagen angebracht bzw. aufgestellt. Leider sind diese vor Ort nicht dokumentiert, Hinweise auf die KünstlerInnen die sie geschaffen haben, fehlen in fast allen Fällen.
Es gab einerseits Künstler, die in der Zeit des Nationalsozialismus hohe Funktionen inne hatten und zur Zeit des “Wiederaufbaus” Aufträge erhielten. In zwei Fällen – Rudolf Eisenmenger und Wilhelm Fraß – beantragten die Grünen am 9. November in der Floridsdorfer Bezirksvertretung, bei den insgesamt vier Werken im 21. Bezirk erklärende Zusatztafeln anzubringen. Der Antrag wurde einstimmig der Kulturkommission zugewiesen, die ihn am 29. November behandeln wird.
Doch andererseits hinterließen im 21. Bezirk – neben vielen KünstlerInnen aus “Transdanubien” und, was kaum bekannt ist, vielen Frauen – auch später sehr bekannt gewordene Persönlichkeiten wie Carry Hauser, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden oder Hans Staudacher frühe Spuren.
Mag. Gerhard Jordan, Historiker und Kunsthistoriker, zeigt in einem „virtuellen Streifzug“ die Vielfalt an Werken im 21. Bezirk, die selbst BewohnerInnen überraschen wird, die glauben, ihr “Grätzl” gut zu kennen.

